Skulltrail im Test: Das ultimative Zocker-Mainboard?
Die Kraft der zwei Herzen: Lohnt es sich für Spieler auf ein Skulltrail-System umzusteigen oder sollte Intels Dual-CPU-Platine eher im Serverraum untergebracht werden? PCGH macht den Test.
Overclocking:
Einen Overclocking-Test des Skulltrail-Setups werden wir demnächst auf PC Games Hardware Extreme nachliefern. Skulltrail braucht mit aktuellem BIOS sehr lange zum Booten. Bis überhaupt der Boot-Bildschirm erscheint, vergehen ganze 57 Sekunden. Werden CPU oder RAM zu weit übertaktet und das Mainboard nicht bootet, muss eine CPU zum Resetten des BIOS ausgebaut werden, was sehr unpraktisch ist. Wie an den BIOS-Einstellungen der vorherigen Seite erkennbar ist, bietet Skulltrail alle nur erdenklichen Overclocking-Optionen. Einen kurzen OC-Test haben wir durchgeführt und konnten mit acht mal 4 Gigahertz booten.
Lautstärke und Stromverbrauch:
Die Skulltrail-Platine verfügt nur über einen einzigen Lüfter. Dieser sitzt in dem Kühler, der Northbridhe und Nforce-100-Chip kühlt. Der Lüfter wird vom Mainboard geregelt und ist noch erträglich. Leider läuft der Lüfter bei zirka 75 Prozent aller Bootvorgänge mit voller Spannung und macht sich deutlich bemerkbar. Vermutlich wird die fehlerhafte Steuerung mit einem BIOS-Update behoben.
Den Stromverbrauch haben wir mit zwei Geforce 8800 GTX anstatt der 8800 GTS (G92) durchgeführt. Beim Booten gönnt sich das System 350 Watt. Unter 2D-Last beim Rendern der Cinebench-R10-Szene ganze 460 Watt und unter 3D-Last im 3DMark06 520 Watt. Wer sich ein Skulltrail-System leisten kann, wird sich über den Stromverbrauch sicherlich weniger Sorgen machen. Ein Tripple-SLI-Gespann aus QX6850, Nvidia 780i und drei Geforce 8800 GTX bringt es im 3D-Betrieb auf 819 Watt.
Fazit:
Skulltrail hat noch einige Kinderkrankheiten wie das lange Booten und der nervige Chipsatzlüfter, die in der Retail-Revision behoben sein sollten. Ein voll ausgestattetes Skulltrail-System ist aufgrund des hohen Komponentenpreises sehr kostspielig. Obwohl einige Spiele mit acht Kernen etwas schneller laufen als noch mit vier, sollten Spieler die Finger von Skulltrail lassen. Die meisten Spiele lasten nicht einmal vier Kerne aus und profitieren folglich nicht von acht Kernen. High-End-Freaks, die schon immer ein Serversystem zum Übertakten haben wollten, das zudem erlaubt mehrere moderne Grafikkarten zu nutzen, können bedenkenlos zugreifen.
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