Gegen den Einheitsbrei: 63 der wohl ungewöhnlichsten Mainboards bis heute
Kein PC-Bauteil versucht so viele verschiedene Funktionalitäten zu vereinen wie Mainboards. Entsprechend groß ist der Spielraum für kreative Kompromisse - und manchmal nutzen die Hersteller diesen auch aus. Wir haben unsere Liste besonderer Kreationen um einige mehr oder minder neue Einträge erweitert.
CPUs und GPUs stehen im Zentrum des Spieler-Interesses, dabei sind sie eigentlich reichlich langweilig. Die Hersteller haben schließlich kaum Entfaltungsspielraum. Ein anderer Kühler hier, minimale Änderungen an der Platine, da und vielleicht noch ein paar bunte Leuchteffekte. Optional kann man das Ganze noch in jede Richtung um 50 Prozent aufblähen, aber das ändert wenig am Prinzip: Grafikkarten haben eine feste Aufgabe, einen festen Wirkungsort und eine typische Grundstruktur. Noch weniger Spielraum für Unterhaltsames und Interessantes bieten nur Prozessoren. Selbst einen Gaming-Monitor bekommt man heutzutage, 15 Jahre nach den ersten Ankündigungen, leichter mit OLED als eine CPU!
Ganz anders dagegen Mainboards, die letztgenannte Extravaganz schon 2015 eingeführt haben. Der Grund für Kreativität im Platinen-Designs ist offensichtlich: Da sich die Hersteller nicht mehr systematisch durch Performance absetzen können, müssen sie Ausstattung und andere Eigenschaften in den Mittelpunkt stellen. Ein bis zwei Dutzend verschieden Schnittstellen kann man dabei kombinieren, ein halbes Dutzend verschiedener wichtigerer Chips will verbaut und gekühlt werden und für beinahe alle Aspekte ist die Anzahl von "Null" bis in den deutlich zweistelligen Bereich skalierbar. Jede Menge technische Variationsmöglichkeiten also - und dann kommt noch die Optik obendrauf, denn nach Gehäusen sind Mainboards das größte Stück Leinwand, auf dem sich künstlerisch veranlagte PC-Ingenieure austoben können.
Bildergalerie
Leider ist der Mainboard-Markt aber auch von extrem harter Konkurrenz und damit Konzentration auf besonders lukrative Zielgruppen geprägt. Wenn vier große und eine Handvoll kleiner Firmen in 5-Euro-Abschnitten Angebote für den angenommenen Mainstream abliefern, ergeben sich sehr viele sehr ähnliche Produkte. Aber es gibt sie dennoch: Die Exoten, die Spezialisten, die Show- und Halo-Produkte, für die "anders sein" einen Selbst- oder praktischen Zweck hat. Wir haben weitere herausgesucht und an den Anfang unserer Galerie gesetzt, das Best-of folgt dahinter. Egal, ob Onboard-Röhrenverstärker, kreative Kühllösungen oder reine Marketing-Features wie ungewöhnliche Farbgebung, Military-Assoziationen oder Ausstattung, die sich gar nicht nutzen lässt: Wir haben die größten Kuriositäten in der Galerie oben für Sie versammelt. Vermissen Sie eine weitere? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!

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Die Axt könnte man auch als kleinen, langweiligeren, Bruder von Skulltrail abtun.
Kann man oder darf man nicht mit Intel / AMD Chips so was heute machen?
Aber: Es lohnt sich kaum noch. Einerseits weil heute viel mehr Controller im Prozessor sitzen. Der Trick, dass man einen AGP- und einen PCI-E-tauglichen Chip kombiniert funktioniert halt nicht mehr, wenn es nur noch einen Chip gibt. Außerdem hat sich in diesem Zuge die Entwicklung massiv verlangsamt. Ob man einen Z170 oder einen Z590 nimmt, macht keinen großen Unterschied (schnelleres USB und vier Lanes extra. End of Story. Spendiert man dem Z170 einen 12-Port-PCI-E-Switch und zwei USB-3.2-Controller, ist er auf Augenhöhe), also wieso sollte man sich die Mühe machen? Umgekehrt war es früher mit den Drittherstellern natürlich so, dass die ihre Produkte ohnehin aufwendig dokumentieren mussten, was kreative Aktionen erleichtert hat. Heute dagegen kommt die gesammte "Plattform" aus einer Hand, was viel Entwicklungsaufwand spart – solange man im Rahmen des vorgesehenen bleibt. Das Maximum in den letzten Jahren war somit DDR3 für Sockel 1151 (CFL).
Keine besonderen Features, ja nicht einmal all solid caps, aber direkt vom CPU-Hersteller und was auch immer man machte es lief einfach.
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Und "ungewöhnlich" war das P5Q definitiv nicht. Gut aber nicht auffällig.
Von Asus steht das PK3 Black Pearl auf der Liste, aber leider habe ich noch keine guten Aufnahmen gefunden, die man frei verwenden kann.
Allerdings zahlt man dann zusammen mit dem Kabel fast 50 Prozent Aufpreis auf das Mainboard.
Zudem : OC-Focus (nahezu kompromisslos), Onboard-DIPs für die PWM-Frequenz (da VRM analog).
Zudem : OC-Focus (nahezu kompromisslos), Onboard-DIPs für die PWM-Frequenz (da VRM analog).
Damals konnte man auch noch den BIOS Chip tauschen, seitdem liegt die Zange in meinem PC Werkzeugkasten rum.
Wurde verkauft als PC für eine Drehmaschine, da das Mainboard noch einen RS 232 Anschluss hat