Gegen Überhitzung: Intel bringt "Kühlungstreiber", um PCIe auf Temperatur zu halten

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Gegen Überhitzung: Intel bringt "Kühlungstreiber", um PCIe auf Temperatur zu halten
Quelle: Intel

Intel hat für den Linux-Kernel ein neues Softwarepaket namens "PCIe cooling driver" veröffentlicht. Tatsächlich gekühlt wird durch diesen aber nichts - stattdessen kann damit die Übertragungsgeschwindigkeit von PCIe reduziert werden.

Neuere Versionen von PCI-Express ermöglichen zwar immer höhere Datenraten, damit gehen aber auch neue Probleme wie beispielsweise kürzere Leitungslängen und ein zunehmender Energieverbrauch einher. Damit letzterer auch zukünftig im Rahmen bleibt, hat Intel dabei eine recht einfache Lösung entworfen: Vor knapp zwei Wochen wurde ein neuer "PCIe cooling driver" für den Linux-Kernel eingereicht, den man wohl als Vorbereitung für den neuen PCIe-6.0-Standard sehen darf.

Wer heizt, wird gedrosselt

Trotz des Namens steht hinter der Software kein Kühlmechanismus im eigentlichen Sinne. Stattdessen erlaubt es der Treiber, den PCIe-Controller wie andere, mit Blick auf die Temperatur kritische Systeme anzusteuern. Bei zu hoher Hitzeentwicklung kann die Übertragungsgeschwindigkeit so im laufenden Betrieb gedrosselt werden, indem die Datenrate pro PCIe-Lane begrenzt wird. Für die Zukunft berichtet Phoronix außerdem von der Möglichkeit, auch ganze Lanes zu deaktivieren, um die Hitzeentwicklung im Rahmen zu halten. Die besprochenen Änderungen betreffen dabei zwar zunächst nur Linux, vermutlich dürften aber auch unter Windows entsprechende Funktionen in Arbeit sein.

Für ausgewachsene Desktop-Systeme dürfte die mögliche Geschwindigkeitsreduktion der PCIe-Lanes wohl kaum eine Rolle spielen. In kompakteren Geräten wie Notebooks oder Ultrabooks ist ein Einsatz aber durchaus denkbar. Schon jetzt setzt die dort verbaute Hardware oft auf einen kurzzeitig höheren Energieverbrauch, als das Kühlsystem dauerhaft stemmen kann. Das soll helfen, eine anstehende Aufgabe möglichst schnell zu erledigen. Dauert die Last hingegen länger an, wird die Rechenleistung und damit der Energieverbrauch reduziert. Und genau dieser Mechanismus könnte durch den neuen "PCIe cooling driver" auch für die Übertragungsrate kommen.

Auch interessant: PCI-Express 6.0 und 7.0: Standards stoßen auf Hindernisse

Beispielsweise Lade- oder Kopiervorgänge könnten so kurz mit voller Geschwindigkeit ausgeführt werden, bis das Kühlsystem nicht mehr hinterherkommt und die Geschwindigkeit gedrosselt werden muss. Zumindest unter Linux könnte ein solcher Ansatz dabei schon bald möglich werden, denn der neue Treiber dürfte bald mit dem Kernel 6.13 erscheinen. Gleichzeitig sollen auch die ersten Endkunden-Geräte mit PCIe 6.0 nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen - angeblich erscheinen sie noch dieses Jahr.

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Quelle: Phoronix via Tom's Hardware

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Alderson-RApID
        "Gleichzeitig sollen auch die ersten Endkunden-Geräte mit PCIe 6.0 nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen - angeblich erscheinen sie noch dieses Jahr."

        5.0 ist doch noch nicht mal so richtig angekommen/verbreitet !?!
      • Von Alderson-RApID
        "Gleichzeitig sollen auch die ersten Endkunden-Geräte mit PCIe 6.0 nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen - angeblich erscheinen sie noch dieses Jahr."

        5.0 ist doch noch nicht mal so richtig angekommen/verbreitet !?!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Link-Breite und -Geschwindigkeit im laufenden System via Software ändern?
        Scheiß auf Kühlung! Das wäre eine revolutionäre Neuerung im Bereich Lane-Sharing: Mit der gleichen Technik könnte man PCI-E-Ressourcen auch nachträglich nach aktuellem Bedarf umverteilen (zumindest an Geräte, die mehr als eine Lane nutzen), ohne den Link neu aufbauen zu müssen und somit ohne Umweg über Hot-Plugging.
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