Nvidia entwickelt angeblich neuen Chipsatz für Notebooks
Der Grafikkartenhersteller unternimmt laut Dailytech einen weiteren Schritt in eine Intel-Domäne und plant mit dem MCP79 eine Offensive im Notebook-Sektor.
Quelle: vr-zone.com
MCP79: Nvidias neuer Notebookchipsatz (im Bild: 790i SLI; Bild von VR-Zone)
Das MCP79 getaufte Silizium kombiniert North- und Soutbridge in einem Chip und ist somit für den "small form factor" konzipiert. Besonders praktisch ist die integrierte DX-10.0-Grafikeinheit. Diese beherrscht neben dem Shader Modell 4.0 auch Hybrid-SLI und beschleunigt dank des aktuellen VP3 ("Video Prozessor 3") auch die Dekodierung von HD-Material.
Der MCP79 verfügt gemäß dem TMDS-Standard ("Transition-Minimized Differential Signaling") über HDMI 1.2 Funktionalität, unterstützt FSB1066 und kommt mit DDR2-800 sowie DDR3-1333 klar. SATA2 mit 3,0 Gbit/s, E-SATA, HD-Audio, ein Gigabit-Ethernet-Controller und maximal 20 PCI-E-2.0-Lanes stehen auf der Haben-Seite. Ebenfalls mit an Board ist ein TPM ("Trusted Platform Module") in der Version 1.2 sowie das an Intels Turbo Memory angelehnte Driver Cache.
Nvidia plant angeblich sechs verschiedenen Varianten des MCP79-Chips. Die am meisten beschnittene Version nennt sich MCP79ML, ihr fehlen u.a. die RAID-Fähigkeit, Driver Cache sowie die PCI-E-16x-Unterstützung. Weiterhin gibt es den mit einer Quadro-Grafikeinheit ausgestatteten MCP79GLM und den MCP79-SLI, welcher wenig überraschend Nvidias Multi-GPU-Technik mit sich bringt. Die restlichen drei Versionen hören auf die Namen MCP79MH, MCP79MX und MCP79MVL.
Als Gegenspieler der MCP79 wird Intels kommender Montevina-Chip gehandelt. Der integrierte X4500-HD-Grafikprozessor ist DX-10.0 fähig und verfügt über eine HDMI-Schnittstelle sowie den Display-Port. Nvidia beschreitet somit den bisher verfolgten Weg und versucht nach den erfolgreichen Desktop-Chipsätzen nun auch im Notebook-Sektor (endlich) einen Fuß in die Tür bekommen - wohlgemerkt wieder einmal in Intels (Haus-) Tür.
