NZXT N7 Z370: Gehäusehersteller steigt bei Mainboards ein [Update]
Es ist eine Überraschung der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES): NZXT, eigentlich als Hersteller für Gehäuse und All-in-One-Wasserkühlungen bekannt, steigt in den Markt für Mainboards ein. Die erste Platine hört auf den Namen N7 Z370 und ist für Intels Coffee Lake-S mit dem Sockel 1151 gedacht. Die Auslieferung soll Ende Januar für 330 Euro beginnen.
Update vom 10.01.18:
Die Webseite tomshardware.com konnte das N7 Z370 bereits testen. Interessant ist der Blick auf die nackte Platine, da NZXT selbst bislang ausschließlich gerendertes Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat. Es bestehen kaum Ähnlichkeiten zu bekannten Mainboards, vielmehr ist der Bereich um die Sound-Lösung einzigartig. Womöglich möchte tatsächlich ein neuer Hersteller in den Markt einsteigen, was angesichts der wenig rosigen Aussichten bemerkenswert wäre. Der Markt ist von "den großen Vieren" umkämpft, das Markenbewusstsein groß, die Verkäufe sind generell zurückgehend und die Differenzierungsmöglichkeiten sinken mit jeder Generation.
Originalartikel vom 09.01.18:
Im Bereich von Mainboards gibt es nicht mehr viele Hersteller. Asrock, Asus, Gigabyte und MSI haben sich den Markt größtenteils unter sich aufgeteilt, kleinere Anteile besitzen Biostar, EVGA und Supermicro. Mit NZXT betritt nun ein weiterer Anbieter die Bühne. Auf der CES 2018 hat der Hersteller das N7 Z370 angekündigt, das mit einem Preisschild von 330 Euro (UVP) Oberklasseambitionen hat und ab Ende Januar ausgeliefert werden soll. Als Basis dient Intels Z370-PCH, womit Coffee Lake-S, angeführt vom Core i7-8700K, unterstützt wird.
Wahrscheinlich arbeitet NZXT mit einem OEM beziehungsweise ODM zusammen, denn eine Platinenfertigung und BIOS-Abteilung stampft man nicht mal eben so aus dem Boden. Das Design ist durchaus einzigartig: NZXT bietet zwei Sharing-freie PCI-Express-3.0-x4-Steckplätze an, womit sich künftige Standards über Erweiterungskarten nachrüsten ließen. Dafür verzichtet der Hersteller komplett auf USB 3.1. Zudem ist die Sound-Lösung außergewöhnlich positioniert - dafür dürfen sich Käufer über Realteks Toplösung in Form des ALC1220 freuen. Ebenfalls spartanisch sind die vier SATA-6bit/s-Anschlüsse zusammen mit zwei M.2-Steckplätzen für NVMe-SSDs. Der Oberklasse würdig sind das Dual-BIOS, ein ROM-Backup-Schalter, mit dem sich das BIOS ohne eingesetzte CPU flashen lassen sollte, und die LED-Anzeige. Bei der Software-Steuerung setzt NZXT auf das bekannte Cam, das aufgrund der gesammelten Telemetrie-Daten jedoch in Verruf steht.
Das Hauptmerkmal des N7 Z370 stellt wohl das Design dar. Der Großteil der Abdeckung besteht aus lackiertem Stahl. Kurioserweise sollen gerade die M.2-SSD-Abdeckungen aus Kunststoff gefertigt sein. Standardmäßig ist der Hauptteil in Weiß gehalten, es gibt aber auch schwarze Farbvarianten mit knalligen Farbakzenten

Im Prinzip würde ich dieses Board schon eine Chance geben, denn anschlusstechnisch würde es mir ausreichen und die clean-Optik gefällt mir gut, nur der Preis geht überhaupt nicht für diese Ausstattung... hier bestimmt eindeutig das Design und die Auflage den Preis.
Wie gesagt,gerade die Spannungsversorgung würde mich brennend interessieren!
By the way,gerade das Abo für die Print-Ausgabe verlängert
Kann ich da 50€ sparen, wenn ich die Abdeckungen nicht möchte??
Das sieht aus, wie in einem modernen PKW-Motorraum: "Wie man sieht, sieht man nichts!" Da muss man auch erst den Motor unter 5kg Plastik suchen.
Also vom Stile her, ist das nichts für mich!