MSI Project Zero: Neues Unify-Mainboard ohne sichtbare Anschlüsse

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MSI Z690 Unify
Quelle: MSI

Custom-PCs haben sich innerhalb der Zeit immer weiterentwickelt und immer neue Trends haben Einzug in die heimischen Computer von Enthusiasten gehalten. Waren es früher externe Lüftersteuerungen und LED-Lüfter, so sind heute vor allem RGB, ein verkleideter Netzteilschacht und Seitenfenster aus Glas in der Community gefragt. Doch nichtsdestotrotz steht jeder PC-Enthusiast, ob er nun einen Rechner für 500 oder 5.000 € baut immer vor einem ähnlichen Problem.

Viele Komponenten im PC müssen mit Strom bzw. Daten versorgt werden und daher entweder auf dem Mainboard verbaut oder per Kabel mit selbigem verbunden werden. Während das bei Prozessor, NVMe-SSD und Arbeitsspeicher noch relativ einfach funktioniert, tun sich beim Anschließen des Front-I/O, einer AIO-Kühlung und der normalen Festplatten bereits Probleme auf. Diese Komponenten benötigen kleine und teils farbige Kabel, die zwar ordentlich geführt werden können, doch trotzdem sichtbar bleiben. Zwar kann man für viel Geld Custom-Kabel bestellen, die dem gewünschten Farbschema entsprechen, doch auch das funktioniert nur bedingt und macht die sichtbaren Teile nur etwas schöner.

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MSI hat daher nun einen eigenen Lösungsansatz für dieses First-World-Problem angeteasert. Hinter dem Namen "Project Zero" versteckt sich ein neues Mitglied der Unify-Serie für Enthusiasten. Es setzt auf Intels Z690-PCH und verfügt an der Vorderseite über kaum Anschlüsse. Diese sitzen im rechten Winkel auf der Rückseite und sollen so eine schönere Ästhetik ermöglichen. Das Problem daran ist, dass kaum Gehäuse Platz für Anschlüsse an der Rückseite, geschweige denn gestapelte SATA-Ports haben.

Daher wird MSI das Mainboard voraussichtlich in einem DIY-Kit mitsamt einem Gehäuse und eventuell sogar weiteren farblich abgestimmten Komponenten verkaufen. Optisch und auch leistungsmäßig passt z. B. die hauseigene Coreliquid S360-AIO perfekt dazu und stellt eine sinnvolle Kühllösung für eine entsprechende Alder-Lake-CPU dar. Weitere passende Komponenten könnten im Zuge der Computex folgen, wo MSI vermutlich weitere Informationen zu Project Zero veröffentlichen wird.

Quelle: chi11eddog via Twitter

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MightySH33p PC-Selbstbauer(in)
        Vielleicht sollte man das Board einfach wenden
      • Von MightySH33p PC-Selbstbauer(in)
        Vielleicht sollte man das Board einfach wenden
      • Von kero81 Lötkolbengott/-göttin
        Hmmmm... denkt man mal bisschen darüber nach, wundert man sich schon warum sowas noch nicht viel früher gemacht wurde! Iwie komisch, oder?!
      • Von Gelöschtes Mitglied 130761
        Zitat von Knuddelsucht
        Endlich wird mal was in der Hinsicht gemacht. Man könnte so viel hinten auf dem Mainboard verstecken.
        ganz ehrlich?

        guckst du beim daddeln ständig vom monitor weg zum seitenfenster deines pcs und würdest dich dann darüber freuen, dass man die kabel nicht sieht?

        warum sind da leute so heiß drauf? möglichst clean soll es aussehen? dann kauft euch einen tower ohne fenster. ist das ein angeben, dass wenn besuch da ist und der pc läuft (aber wegen des besuchs natürlich nicht zum daddeln genutzt wird) jeder sehen kann wie schön er einerseits leuchtet und man andererseits aber keine kabel sehen kann?

        was sagen wohl die anbieter von gesleevten kabeln dazu? oh nein, hat denn niemand an diese gedacht?

        naja, keine sorge. am ende bekommt man auch solche "zero-boards" und lässt sich vom hersteller wohlwollend erklären warum diese boards nun noch viel mehr kosten (auch wenn das gar keinen sinn ergibt) als die vorherigen "normalen". ^^
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Kann mir einer den Sinn von zur Seite abgewinkelten Anschlüssen hinten am Mainboard erklären? Die Kabel verlaufen dann in genau die gleiche Richtung, nur einen Zentimeter näher am Mainboard-Tray. Was bei typischerweise 5-7 mm Abstand gerade so viel ist, dass man dieses Mainboard nirgendwo einbauen kann, aber noch nicht so viel, dass die Stecker in einem angepassten Gehäuse bis hinter das Tray ragen und ein Verlegen der Kabel im Hintergrund erlauben würde. Da ist Gigabytes Stealth-Idee wesentlich ausgereifter: Die Anschlüsse sind zwar weiterhin vorne, aber die Kabel verlaufen unter Abdeckungen, bis sie nach hinten weggeführt werden können. So sieht man sie nicht und hat eine gewisse Flexibilität, was den Ort der Kabeldurchführung angeht, ohne auf Spezialgehäuse angewiesen zu sein. Nur eine Kombination mit ausgeschnittenen Platinenrändern (unter den Abdeckungen versteht sich) fehlt noch, damit alles innerhalb des ATX-Footprints bleibt.
      • Von Knuddelsucht Komplett-PC-Käufer(in)
        Endlich wird mal was in der Hinsicht gemacht. Man könnte so viel hinten auf dem Mainboard verstecken. CPU Spannungsversorgung direkt unter dem Sockel auf der Rückseite, Sata und M2 Anschlüsste können sicher auch nach hinten verlegt werden. Von USB, Audio und I/O Panel und Gehäuselüftern ganz zu schweigen. Natürlich gerne auch die Stromversorgung vom Mainboard. Für Kunden die ihre GPU mit einem Risterkabel verbinden könte es Mainboard geben, die auch diese Anschlüsse hinten haben. Ebenfalls wären so auch sehr kompakte Boards möglich ohne auf Anschlüsse verzichten zu müssen. Prinzipell würde ich auch das Layout mal den aktuellen Grafikkarten anpassen wo dann sehr aufwendige Luftkühlungen möglich sind.

        Natürlich müssten sich die Hersteller da auf einen Standart einigen, damit die Löcher im Gehäuse an den passenden Stellen sind.
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