MSI Big Bang Marshal - High-End-Board mit Lucid-Hydra-Chip für Sandy-Bridge-CPUs neu im Testlabor
Highlight von MSIs neuem Sockel-1155-Top-Mainobard Big Bang Marshal sind natürlich die acht Steckplätze im PCI-Express-x16-Format. Zudem sitzt ein Lucid-Hydra-Chip auf dem Board - somit sind SLI, Crossfire oder die Hydra-Modi A (AMD-Karten), N (Nvidia-Karten) sowie X (AMD- und Nvidia-Karten) möglich. Allerdings sind nicht alle Slots mit 16 Lanes angebunden.
Üblicherweise liefern Sockel-1155-Mainboards mit P67-Chip im SLI oder Crossfire-Modus zwei Grafikkarten nur jeweils acht anstelle der üblichen 16 PCI-Express-2.0-Lanes. Da MSI beim neuen Big Bang Marshal den Hydra-Chip des Herstellers Lucid verwendet, sind zumindest zwei der acht Steckplätze mit vollen 16 PCI-E-2.0-Lanes angebunden. Die übrigen Slots liefern nur acht Lanes oder sogar nur eine. Die Aufteilung (von oben nach unten gezählt):
Erster Slot: 16 Lanes (falls der dritte Slot nicht genutzt wird)
Zweiter Slot: eine Lane
Dritter Slot: acht Lanes
Vierter Slot: eine Lane
Fünfter Slot 16 Lanes (falls der siebte Slot nicht genutzt wird)
Sechster Slot: eine Lane
Siebter Slot: acht Lanes
Somit ist es theoretisch möglich, Crossfire oder SLI mit bis zu vier Karten zu nutzen, von denen jede dann mit jeweils acht Lanes angesprochen wird. Wenn Sie nur zwei Karten wollen, sollten Sie den ersten und den fünften Steckplatz nutzen, da beide 16 Lanes liefern. So ist zudem viel Platz zwischen den beiden Karten und ein Wärmestau wird vermieden. Für den Einsatz mehrerer Grafikkarten sowie hohe CPU-OC-Ergebnisse stehen zusätzliche Stromanschlüsse bereit. Wegen den acht Slots ist das Big Bang Marshal natürlich sehr lang. So misst es 26,4 x 34,5 Zentimeter. Damit entspricht es dem inoffiziellen XL-ATX-Format, das beispielsweise auch Gigabyte beim X58A-UD9 nutzt. Gewöhnliche ATX-Mainboards sind lediglich 24,4 cm breit und 30,5 cm lang. Dementsprechend passt das MSI Big Bang Marshal nicht in jedes Gehäuse.
Quelle: PCGH
UEFI statt BIOS bei Sockel-1155-Boards von MSI (11)
Ohnehin werden Mainboards dieser Art meist von Übertaktern und Benchmark-Rekordjägern ohne Gehäuse genutzt. Dementsprechend bietet das Big Bang Marshal Power- und Reset-Schalter direkt auf der Platine: Daneben: Diagnose-LEDs, ein Auto-OC-Knopf und eine Taste, mit der Sie zwischen den beiden BIOS- beziehungsweise UEFI-Slots wechseln. Wie bei den bisherigen Sockel-1155-Mainboards kommt eine relativ verspielte UEFI-Oberfläche zum Einsatz (siehe Bild rechts).
Übertakter freuen sich über die sehr guten Spannungsmesspunkte. Zudem gibt es X-Fi-Funktionen, die Vollversion des 3D Mark 11 und zwölf USB-3.0-Ports (acht extern, vier intern). Hierfür sitzen zwei USB-Hubs von Via auf der Platine.
Das Big Bang Marshall kostet voraussichtlich rund 350 Euro. Das riesige MSI-Board soll ab Mitte März verfügbar sein und dann gleich auf die fehlerbereinigte Chip-Version B3 setzen.
Freuen Sie sich auf unseren Test, den Sie voraussichtlich in der kommenden Ausgabe 05/2011 finden.
Schade, der Chip hätte mich interessiert. Auch mit einem Cf hier, wäre mir so ein Board zu teuer.
Das mit dem Treiber stimmt, da habe ich wieder mal zu kurz gedacht. Der Hydra macht also eigentlich überhaupt keinen Sinn.
Außer man will ne NVidia/ATI Mischbestückung.
Und darin wiederum kann ich auch keinerlei Sinn entdecken. Oder bin ich nur zu phantasielos?
Weiß einer ob es auch günstigere Boards um 150 Euro mit Lucid-Chip und entsprechender Slotausstattung (also neben normalen PCI-E-Ports auch die kleine Variante) gibt?
Allerdings wird eventuell die vorhandene Bandbreite intelligenter genutzt, indem z.B. Daten, die identisch zu beiden GPUs
sollen, nur einmal von der CPU geschickt werden und vom Zusatzchip an beide GPUs gleichzeitig weitergeleitet werden.
Oder wenn abwechselnd je eine GPU volle 16 Lanes bekommen, wenn die andere grad nichts braucht (?Bin mir hier nicht sicher, aber hört sich plausibel an, gelle???)
oder eben nicht, dann wären direkte 2x8 Lanes ohne dazwischengeschalteten und immer latenzerzeugendenen Zusatzchip besser.
Bei dem Exemplar handelt es sich noch um eine B2 Revision. Erst das finale Board wird als B3 auf den Markt kommen.
Gruß
Was soll das denn darstellen? Warum klebt da ein Bild von einem PLX Chip auf dem Board oder ist nur die Aufnahme so komisch?