Kabelloser PC: Neuer BTF-Standard sieht Mainboard-Anschluss für bis zu 1.500 W vor
Der BTF-Standard für kabellose PCs geht in die nächste Runde: Mit BTF 3.0 sollen sämtliche Kabel zwischen dem Mainboard und dem Netzteil entfallen. Möglich wird das durch einen 50-Pin-Anschluss, der 1.500 Watt übertragen kann.
Der für kabellose Hardware gedachte und in China von DIY-APE ersonnene BTF-Standard soll bald in die nächste Runde gehen. Aktuell verbannt entsprechende Hardware, die unter anderem von Asus und MSI angeboten wird, bereits die Mainboard-Anschlüsse auf die Rückseite und versorgt teils auch die Grafikkarte ohne weiteres Kabel mit Strom. DIY-APE ist das aber offenbar nicht genug: Mit BTF 3.0 sollen auch die Netzteil-Kabel wegfallen - und zwar alle.
Steckverbindung statt Kabel
Laut @unikoshardware ist der neue Standard für kabellose PCs inzwischen fertig - und er sieht einen neuen Anschluss zwischen Mainboard und Netzteil vor. Die bisherigen Versorgungsanschlüsse mit 24, 8 oder 4 Pins werden künftig durch einen einzigen, breiten 50-Pin-Stecker ersetzt. Dieser soll bis zu 1.500 Watt übertragen können. Bei einem gezeigten Exemplar befindet er sich dort, wo bei Mainboards üblicherweise der 24-Pin-ATX-Stecker sitzt.
Das Netzteil soll bei BTF 3.0 über ein passendes Gegenstück verfügen und wird einfach seitlich ans Mainboard gesteckt. Weitere Anschlüsse sind an der Stromversorgung hingegen nicht vorgesehen. Die gesamte Energie geht also in die Hauptplatine und wird von dort weiterverteilt. Für Grafikkarten kommt dabei ein weiteres Mal ein zusätzlicher Slot neben dem PCI-E-Steckplatz zum Einsatz. Zudem können vom Mainboard aus SATA-Stromkabel angeschlossen werden, sofern entsprechende Laufwerke überhaupt noch verbaut werden.
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Sofern BTF 3.0 von einigen Unternehmen umgesetzt wird, würde die Anzahl der Kabel im PC damit ein weiteres Mal deutlich abnehmen. Gleichzeitig sinkt durch den neuen Mainboard-Stromanschluss aber auch die Flexibilität. Schließlich muss dadurch nun auch das Netzteil speziell angepasst sein und sich immer an derselben Stelle befinden. Nachdem voraussichtlich nicht viele Mainboard- und Netzteil-Hersteller entsprechende Produkte anbieten werden, wird man bei der Produktauswahl wohl nur eine sehr eingeschränkte Auswahl haben.
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Quelle: via Tom's Hardware
Das war bisher immer so wenn neue Stecker eingeführt wurden.
Finde die Idee schon sehr interessant. Bisher gab es beim verkabeln des Systems schon einige mögliche Fehlerquellen innerhalb von Steckverbindungen. Welche zudem auch oft etwas aufwendiger zu diagnostizieren waren mangels Fehlermeldung. Die Anzahl der Stecker zu reduzieren, und das Mainboard zudem als Verteiler zu gestalten wird es möglich machen Fehler in der Stromversorgung zuverlässiger zu identifizieren, und energiesparende Funktionen umfangreicher umzusetzen... Und zwar ohne das man Netzteile hierfür unnötig digitalisieren müsste und dadurch komplexer und teurer macht.
Ganz nebenbei reduziert man den Montageaufwand erheblich.
Das sich hier mal etwas tut war auch bitter nötig! Die vorhandenen Kabel und Schnittstellenstandards sind gefühlt teils über ein Viertel Jahrhundert alt und nicht mehr zeitgemäß!
Lagerkosten ließen sich auch reduzieren weil man nicht mehr erlfunddrölfzig unterschiedliche Netzteilstandards einzulagern hätte.
Die Lagerfläche benötigt man schließlich für ständig wechselnde CPU Sockel bei Intel
Lediglich die Position des GPU Stromkabels dürfte gerne anders gelöst sein, da ich hier keine 100% sexy Lösung für die 4090 Aero Windforce gefunden habe im 6500X mit Riser. (Der Abstand zu den RAM ist einfach so knapp dass weder ein Thermal Grizzly Winkeladapter noch ein schönes verlegen des Kabels nach hinten möglich ist...)
Wenn jemand einen Tipp hat freue ich mich
Aber was ist eigentlich mit den Standard das ein Netzteil nur noch 12 Volt liefert und das Board alle anderen Spannungen selbst liefert geworden?