Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein

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Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein (1)
Quelle: PC Games Hardware

Den Rückzug aus dem Geschäft für Endkunden-Mainboards verkündete Intel bereits 2013 - das tatsächliche Ende kam dann allmählich und nun wird auch der Support eingestellt. Es gibt keine neuen Treiber und Firmwares mehr. Intel empfiehlt, die Nutzung so schnell wie möglich zu beenden.

Intel-Mainboards galten immer als etwas unaufgeregt, aber zuverlässig. Dann entschied sich Intel 2013, das Thema zu den Akten zu legen und die Produktion von Endkunden-Mainboards einzustellen. Der Rückzug aus dem Geschäft sollte sich noch drei Jahre hinziehen, bevor man dann komplett die Rollladen herunterlässt. Am Ende bleibt aber doch immer ein Spalt für den zu gewährleistenden Support. Doch der hat nun auch ein Ende, wie Heise auf der Intel-Seite entdeckte.

Das trifft nicht nur die wenigen Endkunden, die sich für ein damals generell hochpreisiges Intel-Mainboard entschieden haben, sondern auch die vielen Unternehmen, die Intel-Boards eingesetzt haben. Da waren die recht beliebt - insbesondere mit Q-Chipsatz und Fernwartung. Für all die ist nun auch beim Support Schluss. Zum 22.11.2019 zieht Intel den letzten Strich unter seinen Ausflug in die Welt der Endkunden-Mainboards.

Auch lesenswert: Intel beendet Mainboard-Entwicklung

Nicht davon betroffen sind die Server-Boards sowie die Sonderplatinen, etwa für die NUC-Geräte. Hier wird es nach wie vor Treiber und Firmware für BIOS-Updates geben. Für die Mainboards im Support-Ende empfiehlt Intel, die Nutzung so schnell wie möglich zu beenden. Wie man sich das vorstellt, bleibt schleierhaft. Man müsste schon auf neue Systeme umschwenken, denn Ersatz für die auf den Boards verbaute Hardware wird heute nur schwer zu beschaffen sein.

Hintergrund der Empfehlung werden vor allem die Sicherheitslücken im Microcode der Prozessoren sein. Bei Spectre und Meltdown mag es klingeln. Die Intel-CPUs wurden teilweise über das BIOS mit neuem Microcode versorgt, sofern die Platinen-Anbieter mitspielten. Das wird nun bei Intel selbst auch nicht mehr passieren.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein

        Zitat von INU.ID
        Von sehr speziellen Funktionen vielleicht mal abgesehen, wer braucht schon Support beim Mainboard? Ich meine, das wichtigste ist dort ja der Chipsatz, und dessen Treiber sind ja genau so universell wie zb. ein Grafikkartentreiber. Da nimmt man ja auch keinen von Asus oder MSI usw, sondern von Nvidia oder AMD.

        Zumindest als Verbraucher/Endkunde sollte einen das Ende des Supports mMn nicht wirklich interessieren.
        Es gibt immer mal wieder Kompatiblitätsprobleme mit neuen PCI-E-Geräten (vor allem Erkennung von SSDs, gelegentlich auch Grafikkarten) und eben die schon in der News erwähnten CPU-Microcode-Updates. Von daher sind neue UEFI-Releases durchaus ein Vorteil und ich persönlich kann aus der bisherigen Berichterstattung nicht einmal heraus lesen, ob Intel künftig noch die heute verfügbaren Downloads bereitstellen wird.

        Die andere Frage ist natürlich, wie häufig andere Marken Updates für ihre fünf Jahre alten Produkte nachschieben. Im Retail-Geschäft ist Intel nun wirklich schon sehr lange nicht mehr präsent gewesen. Die letzten Neuvorstellungen müssten in der ersten Haswell-Generation erfolgt sein, ich glaube wir haben sogar ein Z87-Muster im Archiv, aber die jüngsten Intel-Platinen, die mir im Einsatz oder im Einzelhandel aufgefallen sind, stammten aus der Sockel-1366-Ära und sind mittlerweile 10 Jahre alt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein

        Zitat von INU.ID
        Von sehr speziellen Funktionen vielleicht mal abgesehen, wer braucht schon Support beim Mainboard? Ich meine, das wichtigste ist dort ja der Chipsatz, und dessen Treiber sind ja genau so universell wie zb. ein Grafikkartentreiber. Da nimmt man ja auch keinen von Asus oder MSI usw, sondern von Nvidia oder AMD.

        Zumindest als Verbraucher/Endkunde sollte einen das Ende des Supports mMn nicht wirklich interessieren.
        Es gibt immer mal wieder Kompatiblitätsprobleme mit neuen PCI-E-Geräten (vor allem Erkennung von SSDs, gelegentlich auch Grafikkarten) und eben die schon in der News erwähnten CPU-Microcode-Updates. Von daher sind neue UEFI-Releases durchaus ein Vorteil und ich persönlich kann aus der bisherigen Berichterstattung nicht einmal heraus lesen, ob Intel künftig noch die heute verfügbaren Downloads bereitstellen wird.

        Die andere Frage ist natürlich, wie häufig andere Marken Updates für ihre fünf Jahre alten Produkte nachschieben. Im Retail-Geschäft ist Intel nun wirklich schon sehr lange nicht mehr präsent gewesen. Die letzten Neuvorstellungen müssten in der ersten Haswell-Generation erfolgt sein, ich glaube wir haben sogar ein Z87-Muster im Archiv, aber die jüngsten Intel-Platinen, die mir im Einsatz oder im Einzelhandel aufgefallen sind, stammten aus der Sockel-1366-Ära und sind mittlerweile 10 Jahre alt.
      • Von Deathmachine Software-Overclocker(in)
        AW: Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein

        Zitat von INU.ID
        Also in der News steht:
        Und auf nichts anderes habe ich mich bezogen. Kein Wort davon dass die Support-Webseiten auch alle gelöscht werden/offline gehen.
        Und ich habe mich auf generelles Support-Ende bezogen
        Klar, laut der News wird JETZT erstmal die weitere Entwicklung eingestellt, aber wer weiß, wie das in Zukunft aussehen wird?
        Wobei man bei Intel sagen muss, dass die CPU-Übersicht bei Intel immernoch extrem umfangreich ist. Da sind selbst die Pentium 1-CPUs (ohne MMX) noch in der Übersicht.
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein

        Zitat von Deathmachine
        Ich persönlich finde es gut, wenn zumindest die Datenblätter, Handbücher, alte BIOS-Updates etc. weiterhin auf den Supportwebsites zu finden sind.
        Also in der News steht:
        Zitat von News
        Es gibt keine neuen Treiber und Firmwares mehr.
        Und auf nichts anderes habe ich mich bezogen. Kein Wort davon dass die Support-Webseiten auch alle gelöscht werden/offline gehen.
      • Von Deathmachine Software-Overclocker(in)
        AW: Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein

        Zitat von INU.ID
        Von sehr speziellen Funktionen vielleicht mal abgesehen, wer braucht schon Support beim Mainboard? Ich meine, das wichtigste ist dort ja der Chipsatz, und dessen Treiber sind ja genau so universell wie zb. ein Grafikkartentreiber. Da nimmt man ja auch keinen von Asus oder MSI usw, sondern von Nvidia oder AMD.

        Zumindest als Verbraucher/Endkunde sollte einen das Ende des Supports mMn nicht wirklich interessieren.
        Ich persönlich finde es gut, wenn zumindest die Datenblätter, Handbücher, alte BIOS-Updates etc. weiterhin auf den Supportwebsites zu finden sind.
        Hatte schon das ein oder andere Mal Spaß, genaue Details über alte Hardware zusammen zu googeln, nur weil der Hersteller die Legacy-Produkte nicht mehr vollständig listet
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intel stellt Support für hauseigene Mainboards ein

        Von sehr speziellen Funktionen vielleicht mal abgesehen, wer braucht schon Support beim Mainboard? Ich meine, das wichtigste ist dort ja der Chipsatz, und dessen Treiber sind ja genau so universell wie zb. ein Grafikkartentreiber. Da nimmt man ja auch keinen von Asus oder MSI usw, sondern von Nvidia oder AMD.

        Zumindest als Verbraucher/Endkunde sollte einen das Ende des Supports mMn nicht wirklich interessieren.
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