Core i7: SLI für Intels X58-Mainboards offiziell bestätigt - erste Systeme im November

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News Daniel Möllendorf Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Mit einer kleinen Sensation rückte Nvidia erst gegen Ende der Nvision 2008 heraus: Entgegen anderer Ankündigungen soll der X58-Chipsatz (Tylersburg) für Nehalem-CPUs SLI-fähig sein - und das komplett in Software in Form eines neuen Nvidia-Treibers. Der Zusatz-Chip NG200 ist nicht nötig.

SLI auf Intel-Mainboards war bisher (fast) nicht möglich. Nur auf Skulltrail-Mainboards war Dual-Grafik mit zwei Nvidia-Grafikkarten bisher machbar. Doch Dinge ändern sich: Mit dem X58-Chipsatz für die kommenden Core i7-Prozessoren wird SLI auch auf (normalen) Intel-Mainboards möglich sein.

Wie funktioniert das in der Praxis? Hardware-Hersteller, die eine entsprechende Unterstützung zertifiziert bekommen wollen, reichen ihren Mainboard-Entwurf bei Nvidia ein, die es im Santa Clara Certification Lab auf seine Kompatibilität testen. Besteht die Platine den Test, gibt Nvidia dem Hersteller eine Art Cookie in die Hand, den dieser im SBIOS verankert. Erkennt der Nvidia-Treiber dann den Cookie, aktiviert er die SLI-Unterstützung, die für bis zu vier Grafikkarten funktioniert.

Unterstützt werden die Konfigurationen zweimal x16, einmal x16 und zweimal x8 (drei Karten) sowie viermal x8 (vier Karten). Wenn das Board zusätzlich über einen NF200-Chip verfügt (etwa das X58-Board aus der Reihe Republic of Gamers von Asus), sind höhrere Bandbreiten angesagt: dreimal x16 (drei Karten) beziehungsweise viermal x16 (vier Karten). Spiele sollen in der aktuellen Grafikkartengeneration noch keine allzu großen Beschleunigungen erfahren, CUDA-Berechnungen profitieren stärker von mehreren Karten in einem PC. SLI-ready Memory mit EPP-Profil wird vom X58-Chipsatz allerdings nicht unterstützt.

SLI für X58: die möglichen Konfigurationen SLI für X58: die möglichen Konfigurationen SLI für X58: die möglichen Konfigurationen bei Einsatz des Nforce 200 SLI für X58: die möglichen Konfigurationen bei Einsatz des Nforce 200

"Wir nutzen dabei die Möglichkeiten von Intels Chips über unseren Treiber aus", erklärte uns Nvidias Technical Marketing Director Tom Petersen. "Der X58-Chipsatz erlaubt es einer PCI-Lane, direkt mit einer anderen zu kommunizieren." Intels Penryn will Nvidia jedoch nicht derart fördern - der eigene Chipsatz Nforce 790i Ultra SLI bleibt laut Nvidia der schnellste Chipsatz für Penryn-CPUs.

Nach Angaben von Petersen soll der Cookie verschlüsselt und nicht allzu leicht zu knacken sein. "Experten mögen sicher einen Weg finden, den Cookie auszulesen und BIOS-Versionen für ihre eigenen Boards zu erstellen, doch wir wollen mit der Zertifizierung und einem entsprechenden Logo auf der Mainboard-Schachtel dem normalen Kunden die Gewissheit geben, dass sein neues System SLI-fähig ist", ergänzte Petersen.

Der SLI-Support soll Anfang November mit den ersten X58-Systemen verfügbar sein.

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