Asus Z790: Intels DLVR ist aktuell auf Raptor-Lake-Chips deaktiviert
Intels Stromspar-Feature DLVR ist zwar im UEFI diverser Asus-Platinen mit Z790 zu finden, scheint aber bis dato hardwareseitig deaktiviert zu sein. Durch DLVR soll die Spannung der CPU feiner reguliert werden können und in der Theorie bis zu 20 Prozent weniger Leistungsaufnahme möglich sein. Lesen Sie daher im Folgenden mehr zu dem Feature und warum es möglicherweise dennoch auf dem Sockel 1700 zum Einsatz kommen könnte.
AMDs und Intels neue Prozessoren haben zwar abermals einen neuen Maximalverbrauch erreicht, sind aber gleichzeitig im Alltagsbetrieb sehr effizient. Beide Unternehmen arbeiten kontinuierlich daran, die Chips abermals effizienter zu machen, da sie dadurch vor allem im Enterprise-Segment konkurrenzfähiger werden. Intels neueste Planung dazu war ein Feature namens Digital Linear Voltage Regulator (DLVR), das eigentlich mit Raptor Lake in den Markt starten und die Prozessoren um bis zu 20 Prozent effizienter machen sollte.
Das Funktionsprinzip dahinter hat sich das Unternehmen patentieren lassen und wollte dadurch den Stromverbrauch senken. In Zusammenarbeit mit dem Mainboard sollten die Prozessoren entsprechend mit einem Spannungsregler versehen werden, der ein um bis zu 20 Prozent verbessertes Power-Management ermöglichen sollte. Doch Intels 13. Generation an Prozessoren ist bereits veröffentlicht, Intel hat diesbezüglich die Werbetrommel nicht gerührt und auch ansonsten gibt es quasi keine Anzeichen von DLVR auf Sockel 1700.
Dass es sich dabei aber nicht nur um eine vergessene Ankündigung handelt, wird anhand einer Option im UEFI diverser Asus-Platinen mit Z790-Chipsatz klar. Diese bieten den "CPU DLVR Bypass Mode", bei dem die Nutzer zwischen Auto, aktiviert und deaktiviert wählen können. Anscheinend ist die Funktion aber deaktiviert, denn egal, welche der drei Optionen gewählt ist, der Stromverbrauch scheint sich nicht zu verändern. Das wird von dem eigenen Hausübertakter "Shamino" bestätigt.
Laut seinen Informationen hat Intel das Feature auf den Raptor-Lake-Prozessoren deaktiviert, möchte sich aber die Option offenhalten, es auf künftigen Chips zu nutzen. Das wiederum wirft die Frage auf, was Intel damit meint. Offiziell ist mit Raptor Lake die höchste Ausbaustufe von Sockel 1700 erreicht. Die Meteor-Lake-Chips sollen auf einem neuen Sockel kommen, sodass das Feature auf Z790-Platinen nur eingeschränkt Sinn macht. Sollte Intel dagegen abermals ein Refresh für Sockel 1700 planen, könnte das Feature genutzt werden und die Käufer von Alder bzw. Raptor Lake hätten einen möglichen Upgrade-Pfad.
Quelle: ROG-Forum

Jetzt betrifft es bei ADL/RPL zum Glück nur IO+SA. Aber ich mag das einfach überhaupt nicht.
P.S.
Man liest ja viel, aber ich habe irgendwie bei Intel gerade ein Deja Vu und vermute mal, dass man wieder akute Probleme mit der Fertigung hat. In meinen Augen deutet aktuell vieles darauf hin, dass man entweder nicht die Yields erreichen wird, die man für "große" Desktopchips braucht, oder aber die Qualität nicht so ist, dass man im Takt massiv verlieren würde. Aktuell nährt sich ja das Gerücht, dass ML vornehmlich im Notebookbereich und nur im Mittelklassesegment 2024 für den Desktop mit maximal 6 P Cores kommen soll. Den High End Markt würde dann Arrow Lake bedienen wobei hier erste Gerüchte davon sprechen, dass dieser für den Desktop komplett bei TSMC gefertigt werden soll, wohingegen bisher die Annahme vertreten wurde, dass teils intern, teils extern gefertigt wird.
Ist alles nur Rumore in den Foren und von Leakern, ist ja auch noch sehr früh. Aber wenn man sich mal erinnert, wie die ganze 10nm Posse anfing? Da waren es auch erst Gerüchte, die man sich nicht vorstellen konnte, nur damit dann die Gerüchte Wahrheit wurden.