Asrock mit Anti-Gigabyte-Werbekampagne um PCI-Express-3.0-Streit
Nachdem sich MSI und Gigabyte wegen des PCI-Express -3.0-Support in die Haare bekommen haben, nutzen andere Hersteller dies nun für Werbekampagnen aus. Asrock nutzt die Aufregung für eine Kampagne gegen Gigabyte und schreibt "Fake Gen 3".
Quelle: Asrock
Asrock mit Anti-Gigabyte-Werbekampagne um PCI-Express-3.0-Streit
Wie PC Games Hardware Anfang August berichtete, wirbt Gigabyte damit, dass bereits über 40 hauseigene Mainboards schon jetzt Ivy Bridge und PCI-Express 3.0 unterstützen. Die kommenden CPU-Generation von Intel bietet wie auch die aktuellen Modelle der Sandy-Bridge-Reihe einen integrierten PCI-Express-Controller, dieser stellt aber Leiterbahnen in der Version 3.0 statt 2.0 zur Verfügung und damit die doppelte Bandbreite - gut für Systeme mit SLI oder Crossfire. Das sah MSI anders und veröffentlichte im September eine Präsentation, die Gigabyte in die Mangel nahm. Es folgte die Antwort von Gigabyte, die die Situation klarstellen sollte.
Nun hat sich Asrock am PCI-Express-Trubel beteiligt und eine Werbekampagne ins Leben gerufen, die gegen Gigabyte gerichtet ist. Auf der Anzeigenkampagne wird ein Gigabyte-Mainboard mit einem Hammer zerstört - kommentiert von "Hit the Fake Gen 3 - Get the true Asrock PCIE Gen 3". Zwar äußerst sich Asrock nicht zu den gegenseitig gemachten Vorwürfen, springt aber zumindest plakativ auf den Anti-Gigabyte-Zug auf.



Von daher hinkt der Vergleich etwas. In den letzter Zeit hat sich Asrock vom Low-Cost-only-Hersteller deutlich umorientiert. das schlägt sich auch in der Produktqualität nieder. Wobei ich jetzt nicht glaube, das die billigschiene jetzt dadurch besser geworden ist. Aber zusätzlich gibt es jetzt auch hochwertigere (und -preisige) Produkte.
Ich bin kein Asrock-Fan geworden, nur weil ich jetzt mal ein Asrockboard nutze. Ich muss zugeben, dass ich beim Kauf doch ein merkwürdiges Gefühl hatte - alte Vorurteile sterben wirklich langsam.
Was die Integrität bei Marketingauftritten angeht, so finde ich Asrock im Vergleich zum Rest (inklusive Gigabyte) fast erfrischend zurückhaltend.
Den Gigabyte-Bashing-"Ausrutscher" verstehe ich deshalb auch nicht ganz. Ich finde ihn trotzdem nicht unwitzig.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass Asrock da "vorgeschickt" wurde, denn trotz Firmenunabhängigkeit von Asustek sitzen manche Leute nicht nur im Vorstand von Asrock, sondern auch gleichzeitig bei Asus. Aber das hat schon fast was von einer Verschwörungstheorie.
Mich interessiert die PCIe 3.0 Debatte ohnehin nicht, da ich weder auf mikroruckelnde CF/SLI-Lösungen schwöre, noch generell von meiner Radeon 6950 / AMD 990FX-Plattform auf etwas Härteres umsteigen will.
Bei mir gab es immer nur Gigabyte, Asus und damals noch Epox.
Asrock ist ja noch nicht all zu lange in der Liga, wo man deren Boards bedenkenlos empfehlen kann.
Wenn ich ein "paar" Jahre zurückdenke, dann wären Leute damals, wenn sie gesagt hätten sie haben nen Asrock-Board, erst ausgelacht und dann gesteinigt worden.
Die damaligen Boards hatten in nem Gamer-PC nix zu suchen.
Aber letztlich Werbeaktion hin oder her, ich finde es gut, das ich ne 22er CPU auf meinem "alten" Gigabyte-Board verbauen darf.
Naja, und zu PciE3, das muss sich erstmal beweisen.
Denoch werde ich auch immer noch weiterhin Asrock-Boards empfehlen, wenn es darauf ankommt gute Performance mit niedriegem Preis zu paaren.