Alles onboard? Na, dann kann es ja losgehen - Die PCGH-Redaktionskolumne
Schlichter Onboard-Sound auf dem Mainboard ist ja bereits Standard. Mittlerweile gibt es aber auch starken Onboard-Klang samt vergleichsweise hochwertigen Wandlern. Dazu: WLAN, Bluetooth und eine Killer-NIC-Netzwerkkarte. Was kommt als nächstes? Wird die Grafikkarte in das Mainboard integriert? OK, gibt's auch schon ...
Wie selbstverständlich habe ich bei meinem ersten Spiele-PC nach dem Prozessor, dem RAM und der Grafikkarte natürlich eine Netzwerkkarte und eine Soundkarte eingebaut (an die experimentelle Einrichtung unter DOS will ich gar nicht denken). Heute sieht das anders aus: Sound- und Netzwerk-Chip sind mittlerweile auf das Mainboard gewandert. In vielen PCs sitzt nur noch eine Grafikkarte. Theoretisch ist auch die nicht mehr nötig - selbst bei Spiele-PCs. Denn schon auf der Computex 2010 hat Asus mit dem Immensity ein Mainboard gezeigt, bei dem ein Radeon-HD-5700-Chip samt RAM auf der Hauptplatine untergebracht wurde - inklusive mächtiger Kühlung, natürlich. Dabei handelt es sich zwar nur um eine Machbarkeitsstudie, dennoch finde ich interessant, was für Mainboard-Hersteller derzeit möglich ist.
Dabei darf es sich bei den integrierten Chips durchaus um High-End-Varianten handeln, wie das G1.Sniper 3 von Gigabyte beeindruckend zeigt. Dort sind ein Creative-Chip aus der Soundcore-3D-Reihe sowie der neuste Killer-Netzwerk-Chip E2200 von Bigfoot integriert. Auf der E-ATX-Platine finden sogar hochwertige Bauteile für die Klangerzeugung Platz. Doch man braucht kein riesiges Board um viele Funktionen zu integrieren. So schafft es Zotac beim Mini-ITX-Modell Z77-ITX Wifi auf nur 17 x 17 Zentimetern WLAN n, Bluetooth, Diagnose-LEDs und sogar einen M-SATA-Slot für 1,8-Zoll-SSDs unterzubringen.
Die Vorteile sind klar: Die Hersteller sparen ein wenig PCB-Fläche und können hochwertige Komponenten zusammensetzen, die optimal miteinander harmonieren. Für mich ist hingegen die Konfigurierbarkeit eine wichtige Stärke vom PC. Ich stelle mir gerne alle Komponenten nach meinen eigenen Wünschen zusammen. Wenn alle wichtigen Funktionen bereits auf dem Mainboard integriert sind, ist das natürlich nicht möglich. Sehr gut gefallen mir hingegen die M-SATA- und Mini-PCI-E-Slots auf kompakten Mini-ITX-Mainboards. Dort kann man die Komponenten trotz der geringen Fläche selbst zusammenstellen und (falls mal ein Einzelteil defekt ist) auch problemlos tauschen.

Wenn man der Meinung ist, dass die Onboard-Komponenten nicht ausreichend für die eigenen Zwecke sind, kann sie ja deaktivieren und deren Funktionen mit anderen Geräten zum Beispiel via PCI-Steckplatz ausführen!
Für den Sound gibts digital angeschlossene Receiver und der Nutzen einer KillerNic... naja, man kanns gerade so messen
Für Media-PCs finde ich iGPUs oder onboard-Grafikchips ebenfalls durchaus begrüssenswert. Nicht jede Konfiguration muss High-End sein, manche müssen einfach nur funktionieren
Für "ansprechende" Systeme führt aber kein Weg an Selbstkonfiguration vorbei.
Wenn einem die Qualität/Leistung ausreicht (besonders Sound und APU/iGPU) reicht das und man braucht keine weiteren Komponenten zu kaufen und einbauen.
Wenn einem die Qualität/Leistung NICHT ausreicht, lässt sich ja alles über die Slots nachrüsten! Kann man ja genauso machen, wenn ein OnBoard-Teil kaputt ist, es lässt sich einfach aufrüsten
Sehe ich genauso:
Wenn man der Meinung ist, dass die Onboard-Komponenten nicht ausreichend für die eigenen Zwecke sind, kann sie ja deaktivieren und deren Funktionen mit anderen Geräten zum Beispiel via PCI-Steckplatz ausführen!
Aber bei der Qualität der Onboard-Features bei aktuellen und gut ausgestatteten Mainboards sollte sich die Frage des Umrüstens doch eher weniger stellen