Für AMDs Ryzen 2000: Mainboards mit Z490-Chipsatz folgen später
Aus Fernost stammt eine angeblich von Gigabyte stammende Übersicht zu AMDs AM4-Chipsätzen, die über dem X470 noch einen Z490 zeigt. Der Hauptunterschied: Mainboards mit dem kommenden Topmodell sollen eine zweite M.2-NVMe-SSD mit vier PCI-Express-3.0-Lanes anbinden können. PC Games Hardware kann die Echtheit des Z490-Chips bestätigen.
Innerhalb der 400er-Reihe hat AMD bislang nur den I/O-Hub - gemeinhin Chipsatz genannt - X470 veröffentlicht, der für die neue AM4-Oberklasse gedacht ist. Bislang vermutete man, dass daneben wahrscheinlich noch der B450 folgen könnte, um einen günstigeren Refresh zu ermöglichen. Aus China stammt nun das Gerücht, dass AMD darüber hinaus noch eine Überraschung parat haben könnte: Einen Z490-Chip. Die Namensgebung wäre offensichtlich an Intels Platform Controller Hubs angelehnt. Schon AMDs B350 zwang Intel dazu, seine Mittelklasse B360 zu nennen (zuvor B150 und B250). Als Sockel-1151-Oberklasse wird der Z390 erscheinen, sodass sich Intel für die nächste Generation wieder einen neuen Namen überlegen müsste. Die Information stammt von einer Folie, die Gigabyte zur Veröffentlichung der X470-Mainboards gezeigt haben soll.
Der größte Unterschied soll in dem Angebot von vier PCI-Express-3.0-Lanes ausgehend vom I/O-Hub bestehen, womit sich zum Beispiel eine zweite M.2-NVMe-SSD anbinden ließe. Den aktuellen Informationen zufolge hätte AMD damit drei verschiedene Konfigurationen des Promontory-Chips: Der X370 (und die kleineren Ableger) beherrschen entgegen AMDs Angabe von SATA-Express mit 3.0-Lanes keinerlei PCI-Express 3.0. Beim X470 ist Asus der einzige Hersteller, der einen zweiten M.2-Steckplatz mit PCI-Express 3.0 x2 anbindet - dafür gehen zwei Lanes drauf, die AMD für SATA-Express nennt. Interessant: Alle anderen Hersteller bieten entweder gar keinen zweiten M.2-Anschluss an oder versorgen diesen wie bei den 300er-Mainboards nur mit PCI-E-2.0-Bahnen (x4 oder x2). Der Z490 würde es den Boardpartnern erlauben, die 2 × x2 bei SATA-Express eingetragenen PCI-Express-3.0-Lanes zu 1 × x4 zusammenzuschließen.
So unglaubwürdig sich ein Z490-Chip von AMD auch anhört, PC Games Hardware hat sich von industrienahen Quellen bestätigen lassen, dass der Chiphersteller tatsächlich dessen Veröffentlichung plant. Und bevor die Spekulationen ausarten: Der Z490 scheint nicht an einen Ryzen 7 2800X gekoppelt zu sein.

Gruß Thorsten,
ich bin vom eigentlichen Thema abgeschweift, weil ich solchen Konfigurationen nicht selten antreffe, weil sie in Problemfällen sich oftmals als die Ursache heraustellen, warum solche Systeme instabil sind. Das fängt bei der Wahl des Prozessors an endet bei der Kühlung. Sorry.
Edit:
Wie Du anhand meiner Screens siehst habe ich den Intel Core i7-6700K @Stock nicht wirklich ans Maximum gebracht, denn @VCCGT liegt nichts an. Ich würde es gerne mal austesten, doch bevor ich das tue, frage ich doch einfach mal in die Runde: "Was sind eure Erfahrungen mit den Grafikchips?" Im Internet finden sich bezüglich der Intel HD Graphics 530 des Intel Core i7-6700K Messwerte von bis zu 45 Watt an VCCGT. Wie handhabt Intels firmierende Power Control Unit der CPUs dies? Können der maximale Wert für die Leistungsaufnahme von VCCIA (Collector Supply Voltage of Integrated Architecture System) und VCCGT (Collector Supply Voltage of Integrated Graphics Unit) tatsächlich bis ans Maximum getrieben erzielt werden, oder reguliert der Power-Monitor die Leistungsaufnahme der jeweils beiden Schienen strikt? So mal rein von der Kalkulation her muss mitsamt FMA3/AVX/AVX2 nach der Intel-Spezifikation, also ohne den genannten Mainboard-Spielereien "All-Core" mit überzogener Vcore per Intel Turbo Boost Technology 2.0, die Leistungsaufnahme in bis zu 150 Watt resultieren, was mittels Prime95 und FurMark gewiss nicht utopisch ist. Lässt die Spezifikation dies zu oder reguliert die PCU diese beiden Schienen. Ich weiß, dass kaum einer diese CPUs der iGPU wegen kauft und sie so auch mitsamt dieser betreibt, weshalb man die belegte Die-Fläche als verschenkt ansehen kann, für die Grafikkarten-Defekt und anderen Testszenarien gewiss unverzichtbar, aber in der Theorie wird das ja dann zur Praxis, oder? Ziehe ich nur mal das ASRock Multi Core Enhancement zurate, dann sind mit den 1.328V @42x 100 MHz @4C/8T in bis zu 170 Watt flügge, bei gelegentlich 1.344V @42x 100 MHz @4C/8T in bis zu 175 Watt. Ist das realistisch, oder reguliert die PCU? Und wenn wir jetzt mal ehrlich sind: Die Maximalwerte sind das garantiert NICHT. Die gemessene Leistungsaufnahme bezieht sich doch lediglich darauf, was am Package anliegt, demzufolge ist dasjenige, was das Voltage Transformation Module an dem Voltage Regulator Module anlegt, der Verlustleistung wegen, je nach Lastszenario und Kühlleistung derer tatsächlich um 10-30 Watt höher zu beurteilen, nicht?
Ich habe schon Mainboards gekauft, die das doppelte der CPU gekostet haben. (Zugegebenermaßen zu Zeiten als man später auf gebrauchte Exemplare von 15 mal teureren Prozessoren für den gleichen Sockel aufrüsten konnte.
Beim Sockel AM3+ wäre das auch einigen enttäuschten Nutzern zu empfehlen gewesen, da stimme ich dir voll zu. AMDs Ramschpreise für ehemals als High-End geplante CPUs haben viele dazu motiviert, sehr günstige Systeme zusammenstellen. Aber die Mainboard-Anforderungen der CPUs sanken natürlich nicht zusammen mit den Preisen, sondern überschritten die von gleich teuren Intel-Prozessoren zum Teil um das Doppelte. Wer da zuviel sparen wollte, hat schnell gemerkt, warum Übertaktungsergebnisse eben nicht garantiert sind.
Deinen restlichen Ausführungen fällt es mir aber zunehmend schwerer zu folgen. Ursprünglich hast du gefragt, warum sich Käufer für die Lanes interessieren und weniger für die Spannungswandler. Dann fielen Beispiele mit Skylake-CPUs in nur-Coffee-Lake-tauglichen Platinen, Vergleiche mit gänzlich inkompatiblen AMD-I/O-Hubs und Übertaktungseigenschaften von für Übertaktung gesperrten Plattformen. Jetzt bittest du darum, dass ich in eine Wiedergabe meiner Messerfahrungen mit Mainboards ab circa 60 Euro meine Meinung zu 35-Euro-Mainboards einfließen lasse? Für Plattformen, bei denen das günstigste lieferbare Mainboard 50 respektive 60 Euro kostet? Und erneut mit Verweis auf High-End-Prozessoren, die Personen mit Interesse an Mainboards (siehe Eingangsfrage) nie in einer Budget-Planung mit derart billigen Platinen kombinieren würden?
@Thorsten
Ich kann Deinen Einwand nachvollziehen und da ich sehe, was ihr in eure Testlabore erhaltet, auch begründe, WARUM. Ihr kriegt für lau die Crème de la Crème der Mainboards, diese Du auch immer wieder sehr schön präsentierst, dafür ein Dankeschön. Aber, ein ursprünglich um die 80€ gehandeltes ASUS H110-PLUS kauft sich die breite Masse der Interessenten nicht, sie greifen zu den halb so teuren Derivaten zurück.
Und guckt man sich den Plunder der OEMs an ... *facepalm* Billigste Bretter, diese bspw. den darauf betriebenen Intel Core i7-6700K nicht ausfahren können, stabilisieren schon, aber dabei reden wir von gedrosselter Performance.
Die Intel-Plattformen sind generell hochwertig seitens der Mainboards, auch im niedrigen Preissegment, und auch die aktuellen AMD-Mainboards, aber das ist nicht immer so gewesen, denn gerade AM3+ besteht zu 75% aus Müll, der den AMD FX-6300 über seinen Power State #0 hinaus nicht packt, ergo Power Boost State #1 und Power Boost State #0 per AMD Turbo CORE Technology 2.0, der ganze Legacy-Ramsch kann das nicht mal und wenn, dann nur die v1 aus AM3, ergo Power Boost State #1 ist Endstation, denn die meisten Menschen glauben den TDP-Angaben, obwohl sie diese nicht verstehen, im Umkehrschluss auch nicht CPUVID von Vcore zu unterscheiden wissen, Fakt ist jedoch, der AMD FX-6300 setzt ans Package mitsamt VRM per Power Boost State #0 satte 125-130 Watt frei, dagegen ist der ach so teuer geglaubte AMD FX-6350 das wahre Stabilitätswudner für solche Billig-Bretter mit seiner besseren Effizienz, diese in bis zu 15 Watt resultiert und damit zumidnest für die 115W-Mainboards genügt, der ganze Legacy-Ramsch würgt an 105 Watt ab.
Also wenn Du von Deinen Messungen sprichst, dann berücksichtige doch bitte alle Plattformen und auch die GESAMTEN Preisklassen, denn keiner, wer sich einH110-Mainboard kauft tut dies, um 60-80€ zu blechen, nein er greift zur 35-45€-Klasse, weil er schlicht und ergreifend nur das Preischild sieht, weil er in diesem Metier nicht versiert ist. Es macht auch keinen Sinn ein 70€ *teures* Mainboard für einen Intel Pentium G zu investieren, er kostete ja alleine schon so viel.
Hand aufs Herz! Kaufst Du zum Preis des Prozessor das Mainboard? Besimmt nicht - und genau so denken die Käufer. Für 70-80€ kaufe ich mir sowieso lieber eines der von Dir genannten H170-Mainboards mit voller Chipsatz-Aussattung ansatt die Ramsch-Platine mit ein klein wenig besserer VRM-Performance.
Vielleicht lohnt sich für dich ein Blick in die kommende PCGH 06/2018. Der B360 ist, wie sämtliche seiner Vorgänger seit Jahren, nicht für Übertaktung freigegeben. Das ist mit Abstand seine größte Schwäche, denn BCLK spielt mit Ausnahme einiger weniger Skylake-Mainboards seit Lynnfield keine Rolle mehr. In Sachen Ausstattung schlägt der B360 den B350 dagegen deutlich. Zur Kompatibilität habe ich ja oben schon etwas geschrieben – sie ist bei den von dir diskutierten CPUs und Mainboards schlicht nicht gegeben.
Zu den Eigenschaften von "Müll-Mainboards" kann ich nichts sagen, da ich nicht gezielt Müll teste. Aber in meiner Zeit bei PCGH noch keine Platine untergekommen, die elektrisch mit der jeweils maximal verfügbaren CPU überfordert war. Selbst ein kleines H110-Board hat seinerzeit den Volllasttest mit i7-6700K bestanden. Manchmal gibt es Überhitzungsprobleme (bei AM4 und Sockel 2066 auch mit Taktabsenkung), aber nicht bei den B360-/H370-Kandidaten. Selbst Asrocks 145-Watt-Werkseinstellungen für den i7-8700K waren stabil.
Das braucht 's eigentlich auch gar nicht, weil die Intel-CPUs über einen Delay-Locked Loop verfügen, über diesen sie die positive Voltage (VCC) an das Core-based and Package-based State übergeben, sie takten also über das Core-State und übergeben ihre Vorgabe zur Voltage ans Package. Dass das bei AMD mit neagtiver Voltage (VDD) nicht gelingt ist klar, sie benötigen immer den Phase-Locked Loop des Mainboards. Man kann sich bei den Intel-CPUs daher die Mainboard-Spielereien ASUS MultiCore Enhancement, ASRock Multi Core Enhancement, MSI Enhanced Turbo und GIGABYTE Enhanced Multi-Core Performance zu nutze machen. Es kann sein, dass seit nach Haswell dieses Features in den *kleinen* Mainboards abgelassen haben, aber prinzipiell gesehen können Intels immer ohne externen PLL schalten, die Haswells sowieso, weil sie nebst FIVR den PLL integriert haben.
Was ich ursprünglich zeigen wollte, weil ich nach der Gerüchteküche davon asugegangen bin, weil Intels B360 in direkter Konkurrenz zu B350 von AMD steht, dass das OC-Feature möglich ist. Dass MSI ein 5+2-Phasendesign verbaut lässt nichts anderes vermuten, denn mal abgesehen von AVX und FMA knacken die Intel-Quad-Cores die vorgegebne TDP deutlich und mit zunehmender Alterung von CPU und VRM sowieso. Also was will MSI damit vorführen? Dass der Intel Core i7-7700K und der Intel Core i7-6700K darauf stabil zu betreiben sind, innerhalb der Intel-Spezifikation nach AVX, oder dass angeblich der Intel Core i5-8600K und vor allen der Intel Core i7-8700K darauf zu betreiben sind? Mitnichten! Per AVX geht 's ohne die Spielereien der Mainboard-Hersteller über der Intel Turbo Boost Technology 2.0 weit darüber hinaus, ich glaube die Messungen der User bei HWLUXX zeigen in bis 140 Watt. Welches Müll-Mainboard, sorry für die klare Ansage, soll das bewältigen können!? Es fordert sogar schon Z-Bretter heraus!