AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen

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AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen
Quelle: AMD

AMD hat die AGESA-Version 1.0.0.3ABA kurzfristig wieder zurückgezogen: Sie führt zu Problemen mit der PCI-Express-Anbindung und kann auf Asus-Mainboard zu Abstürzen führen. UEFIs auf Basis dieser Version sollten nicht installiert werden.

Wie von AMD versprochen, können die neuen Ryzen-3000-CPUs auch auf älteren AM4-Mainboards eingesetzt werden. Wie üblich ist dafür allerdings ein UEFI-Update erforderlich, ohne das das System nicht startet. Den verschiedenen UEFI-Versionen liegt dabei stets AMDs AGESA-Bibliothek zugrunde.

Neue Version kann zu Abstürzen führen

Die neue Version AGESA 1.0.0.3ABA hätte eigentlich einen Fehler beheben sollen, der in Destiny 2 zum Crash führen kann. Stattdessen kamen mit der neuen Version aber andere Probleme dazu: Es kam zu Komplikationen mit der PCI-Express-Anbindung, die teilweise PCI-Express 4.0 auf PCI-Express 2.0 herunterstufte und auf Asus-Mainboards zu abstürzen führen konnten.

Die Informationen stammen von Peter "Shamino" Tan von Asus, der AMD in der Zwickmühle sieht. Einerseits müsse das Unternehmen schnell AGESA-Updates liefern, um Probleme zu beheben. Andererseits steht der hohe Zeitdruck bei den Updates in Konflikt mit der Suche nach Fehlern, die durch eine Aktualisierung neu entstanden sind.

Passend dazu: AMD X570: Ryzen-1000-Kompatibilität auf Gen-3-Mainboards verschwunden, Ursache unklar

In jedem Fall sollten Nutzer derzeit Abstand von UEFI-Versionen auf Basis von AGESA 1.0.0.3ABA nehmen und auf eine frühere Version wie beispielsweise AGESA 1.0.0.3AB wechseln. Problematisch ist indes, dass manche Mainboard-Hersteller die zugrundeliegende AGESA-Version nur ungenügend kennzeichnen. Zwar wird der Zahlencode angegeben, aber nicht die nachfolgende Buchstabenfolge. Hier kann man höchstens anhand des Release-Datums auf die verwendete Version schließen.

Eine Übersicht über bisherige AGESA-Versionen und deren wichtigste Verbesserungen haben die Kollegen von Planet 3D Now zusammengestellt. Wer die AGESA-Versiond es eigenen UEFI auslesen will, der kann das beispielsweise mit CPU-Z tun.

Quelle: Techpowerup

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen

        Zitat von Buggi85
        Kann denn die minimal Spec des Sockel 1151 die Specs von 1151v2 decken? Das Thema damals war die Spannungsversorgung durch mehr Pins. Torsten hatte doch CL auf Z170 zum Laufen bekommen, aber kann er das auch auf einem 08/15 OEM Board validieren?
        Dagegen finde ich das Thema PCIe 4.0 auf x470/x370 viel krasser, als würde man vor der Haustüre ins Höschen machen.
        Ich habe keine OEM-Platinen zur Hand, aber auf einem Asrock B150M Pro4S lief er. Aber unter Verletzung der Sockel-Spezifikationen; die des 1151 (SKL) decken offiziell nicht die Anforderungen der 1151-(CFL)-Top-CPUs. Und die letztlich verkauften Coffee-Lake-Packages brauchen auch in den meisten 1151-(SKL)-Mainboards auch physische Anpassungen um sicher zu laufen. Mit einem einfachen UEFI-Update ist es also im nachhinein nicht mehr getan, auch wenn Intel zumindest die SKUs mit deutlich unter 95 W so hätte bauen können, dass sie in alten Platinen laufen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen

        Zitat von Buggi85
        Kann denn die minimal Spec des Sockel 1151 die Specs von 1151v2 decken? Das Thema damals war die Spannungsversorgung durch mehr Pins. Torsten hatte doch CL auf Z170 zum Laufen bekommen, aber kann er das auch auf einem 08/15 OEM Board validieren?
        Dagegen finde ich das Thema PCIe 4.0 auf x470/x370 viel krasser, als würde man vor der Haustüre ins Höschen machen.
        Ich habe keine OEM-Platinen zur Hand, aber auf einem Asrock B150M Pro4S lief er. Aber unter Verletzung der Sockel-Spezifikationen; die des 1151 (SKL) decken offiziell nicht die Anforderungen der 1151-(CFL)-Top-CPUs. Und die letztlich verkauften Coffee-Lake-Packages brauchen auch in den meisten 1151-(SKL)-Mainboards auch physische Anpassungen um sicher zu laufen. Mit einem einfachen UEFI-Update ist es also im nachhinein nicht mehr getan, auch wenn Intel zumindest die SKUs mit deutlich unter 95 W so hätte bauen können, dass sie in alten Platinen laufen.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        AW: AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen

        Zitat von Buggi85
        Ich dachte mehr Ground Pins und die Stromzufuhr waren eine elementare Änderung.
        Ja von v1 auf v2, läuft aber trotzdem. Fahre jetzt seit nem halben Jahr nen 9900K auf z170, OC inklusive. Läuft wie OEM.

        Wie gesagt, innerhalb einer Generation ist der Sockel bei allen Boards gleich. Daher ist es von der Belastung her egal, um welches Board es sich handelt.
      • Von Buggi85 Software-Overclocker(in)
        AW: AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen

        Ja, seh ich auch so. Das hin und her mit PCIe 4.0 auf alten Boards nervt langsam. Sollen die Hersteller das als experimentelle Funktion einbetten und gut ist. Wobei ich mich frage was da schief gelaufen ist, dass die Boardhersteller nicht schon vor Erscheinen von AM4 über PCIe 4.0 in Kenntnis gesetzt wurden. Das war mit sicherheit keine Kaffeekranz Entscheidung.
      • Von Gast1748380205
        AW: AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen

        Zitat von Buggi85
        Ich dachte mehr Ground Pins und die Stromzufuhr waren eine elementare Änderung. Juckt mich allerdings nicht. Wer jetzt Ryzen 3000 kauft, kann womöglich auch nicht über 4000 gehen oder wer nächstes Jahr dann kauft. Die Sockel und Board Argumente sind sowas von trollig. Wer einfach so dämlich ist und für ein paar Prozente jährlich upgraded ist selbst dran schuld. Ändert aber nichts daran das PCIe 4.0 auf einigen alten Boards ohne eine Hardwarehürde machbar ist. Hier entscheiden nur ein paar Zeilen Code im BIOS darüber. Der Aufwand so viel geringer, aber soll wohl nicht
        Leitungsqualität, Leitungslänge, Abstand der PCIe Bahnen,... viele Dinge können ein Board instabil werden lassen, wenn es nicht für PCIe4.0 designed wurde.

        Abgesehen davon glaube ich sowieso, dass nicht viele User innerhalb von 2 Jahren eine neue CPU kaufen und dann nicht gewillt wären auch noch ein neues Board dazu zu nehmen.

        Entweder hat man die normalen User, da sind die alten Kisten sowieso älter als 3 Jahre oder die Nerds und ganz ehrlich wer von 2700X auf 3900X wechselt den juckt ein X570 Board in der Summe auch nicht.

        Den normalen Kunden juckt es aber ungemein, wenn ihm Laden eine Vielzahl Boards liegen, die möglicherweise mit unbekannter Funktionalität mit der gewünschten neuen CPU laufen.

        Imho hätte AMD sich auf X570 und neue Revisionen von B450 Boards beschränken sollen, bei denen klar auf dem Karton "Ryzen 3000 ready" steht und die PCIe4.0 können.
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        AW: AMD-Mainboards: AGESA 1.0.0.3ABA wegen Fehlern zurückgezogen

        Zitat von PolyOnePolymer
        Diese Logik finde ich echt witzig. Dieses Gehabe Fehlentscheidungen von AMD mit völlig unlogischen Verteidigungsstatements schönzureden, sieht man bei keiner anderen Firma.
        Natürlich hat selbst AMD das beworben und bis zur Absage über alle AMD´schen Kanäle mit Boardpartnern, Insidern, Journalisten über die Kompatibilität zu PCIE 4.0 gesprochen, bis wohl die Finanzabteilung dazwischen funkte und dem einen Riegel vorschob.
        Es gibt nach wie vor keine technischen Gründe für diese Absage von PCIe 4.0. Einigen scheint das nach wie vor unklar zu sein.

        Warum glaubt ihr daran, wenn alle Boardpartner entsprechende Updates bringen wollten, es würde technische Probleme geben? Das ist ausgeschlossen.
        Immer diese Angriffe, muss nicht sein.
        Klar kann es sein, dass es keine technischen Gründe gibt, aber ich bezweifel stark das du das beweisen kannst. Es weiß halt leider keiner wirklich ob 4.0 tatsächlich 24/7 sauber läuft oder nicht. Dazu kommen noch die Fragmentierung, da es garantiert x470 Boards gibt dort läufts nicht und dann wieder B450 Boards gibt da läuft es. Das führt im Zweifel zu Verwirrung, Fehlkäufen und Frust, etwas was man garantiert als Verkäufer nicht will. Dazu natürlich der finanzielle Aspekt, der die Entscheidung garantiert erleichtert.
        Es ist halt nur alles andere als Nice erst auszusagen PCIe 4.0 kommt auch für alte Boards und kurz vor Release zu sagen "verarscht kommt doch nicht". Das darf man nicht gutheißen, genauso wenig wie bei bspw. bei Intel.
        Auch das bei einer neuen Architektur noch einige Kinderkrankheiten und Probleme auftreten ist normal. Es ist nunmal was anderes bei Laborbedingungen zu testen oder eben zigtausen Nutzer mit unterschiedlichen Nutzerverhalten an den neuen CPUs zu haben. Ob dann mehr Zeit wirklich alle Probleme gelöst hätte?
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