Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25, 140-mm-Version zeigt Fortschritte

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Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25 (1)
Quelle: PC Games Hardware

Der NF-A12x25 getaufte Lüfter bildet aktuell Noctuas High-End im Bereich der 120-mm-Ventilatoren. Er erreicht mit LCP-Kunststoff einen besonders niedrigen Abstand zwischen Rotorspitzen und Rahmen. Eine möglichst schwarze Variante - real eher grau - steht kurz vor der Finalisierung. Zudem erzielt Noctua Fortschritte bei der 140-mm-Version, die allerdings noch lange nicht fertig ist.

Noctua nutzt die jährlich stattfindende Computex traditionell, um einen Einblick in seine interne Entwicklung zu geben. Was dort gezeigt wird, schafft es in der Regel irgendwann auf den Markt - häufig lediglich später als früher. Auf der Computex 2019 hatte der Hersteller Neuigkeiten im Bereich seiner High-End-Lüfter auf Basis des Liquid Crystal Polymer, kurz LCP, im Gepäck. Die verwindungssteifen Eigenschaften des Kunststoffes nutzt Noctua, um den Spalt zwischen den Rotorspitzen und der Innenseite des Rahmens auf 0,5 mm zu senken. Weil außen der größte Druck aufgebaut wird, verbessert das die Kühlleistung entsprechender Lüfter erheblich.

NF-A12x25 kommt in Schwarz-Grau

Das komplette Konstrukt ist empfindlicher als bei anderen Lüftern, weil die Toleranzen niedriger ausfallen. Aus diesem Grund bietet Noctua den NF-A12x25 bisher nur in seinen typischen Brauntönen an. Verschiedene Farbpartikel können die Materialeigenschaften so stark negativ beeinflussen, dass eine Markteinführung unmöglich wird. Schon beim Braun hatte Noctua laut eigenen Aussagen Probleme. Der jetzige Farbton bei der Chromax-Version sei so nah an einem Schwarz, wie es geht. Der Messingkern in der Nabe soll eine Abdeckung erhalten, bevor der NF-A12x25 Chromax voraussichtlich im ersten Quartal 2020 den Markt erreichen wird. Eine weiße Variante wird es nicht geben, weil es dafür schlichtweg zu viele Farbpartikel bräuchte.

Mehr zum Thema: i9-9900K passiv kühlen: Noctua zeigt massiven "Premium"-Passiv-Kühler auf der Computex

140-mm-Version zwei Jahre entfernt

An einer 140-mm-Version des NF-A12x25 arbeitet Noctua schon seit Jahren. An dieser Stelle sei angemerkt, dass dafür nicht einfach nur die Rotorblätter vergrößert werden müssen. Die Physik verändert sich grundlegend. Deswegen benötigte Noiseblocker auch mehrere Jahre für seine 140 mm großen Eloops. Zu Beginn performte der NF-A12x25 mit einem 140-mm-Rahmen besser als die 140er-Prototypen. Inzwischen sollen Letztere pustend montiert zufriedenstellend abschneiden, in einer saugenden Konfiguration, zum Beispiel hinter einem Kühler, aber zu laut ausfallen. Noctua glaubt, dass die Finalisierung noch weitere zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.
Noctua auf der Computex: Prototyp eines 'NF-A14x25' (1) Quelle: PC Games Hardware Noctua auf der Computex: Prototyp eines "NF-A14x25" (1)

Tischventilator als Nebenprojekt

Schon 2018 zeigte Noctua auf der Computex ein Nebenprojekt auf Basis des NF-A12x25, das so positive Reaktionen hervorrief, dass sich der Hersteller für eine Weiterentwicklung entschied: Einen Tischventilator. Das Herzstück neben dem Ventilator bildet ein Aufsatz, der den Luftstrom fokussiert und zusätzliche Luft von außen ansaugen lässt. Aktuell geht es darum, ein massentaugliches Design um den NF-A12x25 herum zu finden, wofür Noctua mit Partnern zusammenarbeitet. Der aktuelle Prototyp geht ergonomisch in die richtige Richtung, muss aber noch stabiler gestaltet werden.

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25, 140-mm-Version zeigt Fortschritte

        Ich weiß nicht genau, wie es bei Noctua aussieht, aber oft werden Prototypen aus ganz andereen Materialien gefertigt, die sich gut für 3D eignen. Haltbarkeit dagegen ist bei einem Prototypen beinahe egal – ich habe bei Noiseblocker Beispiele gesehen, die nach zwei Jahren im Schrank derart deformiert waren, dass man sie nicht mehr hätte benutzen können, aber sie wurden eben auch nur zwei Wochen benötigt. Im Falle der Noctua-Prototypen würde ich auf Acryl tippen. Das lässt sich dank UV-Aushärtung präzise verarbeiten und es sieht optisch gut aus, man kann damit aber eben keine 0,5 mm Blattlängen-Tolleranz über mehrere Jahre garantieren.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25, 140-mm-Version zeigt Fortschritte

        Ich weiß nicht genau, wie es bei Noctua aussieht, aber oft werden Prototypen aus ganz andereen Materialien gefertigt, die sich gut für 3D eignen. Haltbarkeit dagegen ist bei einem Prototypen beinahe egal – ich habe bei Noiseblocker Beispiele gesehen, die nach zwei Jahren im Schrank derart deformiert waren, dass man sie nicht mehr hätte benutzen können, aber sie wurden eben auch nur zwei Wochen benötigt. Im Falle der Noctua-Prototypen würde ich auf Acryl tippen. Das lässt sich dank UV-Aushärtung präzise verarbeiten und es sieht optisch gut aus, man kann damit aber eben keine 0,5 mm Blattlängen-Tolleranz über mehrere Jahre garantieren.
      • Von TrueRomance Lötkolbengott/-göttin
        AW: Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25, 140-mm-Version zeigt Fortschritte

        Ich bezweifle das durchsichtiger Kunststoff eine Rezeptur ohne Farbpartikel hat.
      • Von supern00b Kabelverknoter(in)
        AW: Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25, 140-mm-Version zeigt Fortschritte

        Sind die durchsichtigen die ohne Farbpartikel? Wenn die Farbpartikel so negative Auswirkungen haben, wäre doch auch eine klare Variante interessant. Könnte auch was für die ganzen RGB-Freaks sein, die unbedingt alles Blinkend und leuchtend haben müssen
      • Von TrueRomance Lötkolbengott/-göttin
        AW: Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25, 140-mm-Version zeigt Fortschritte

        Zitat von HoodHood
        ich bin erstaunt dass das Material (bzw Farbpartikel) scheinbar einen so großen Einfluss auf das Endergebnis hat.. O_o
        Naja, Kunststoff wird aus verschiedenen Komponenten mit viel Temperatur und Druck hergestellt.

        Jede Änderung der Rezeptur hat Auswirkung auf die Farbe. Jede Farbe wird aus verschieden Farbpigmenten gemischt, welche wiederum Auswirkungen auf die Beschaffenheit des Endprodukts haben.

        Die Farbe kommt ja nicht ohne Grund. Es wird eine Mischung sein, welche die Anforderungen von Noctua erfüllen. Im Grunde muss für eine andere Farbe eine neue Rezeptur her. Und das ist ein Wechselspiel.

        Sie haben die NF-A12x25 mit einem entsprechendem Ergebnisse und müssen jetzt mit einem anderen Kunststoff die selben Resultate erzielen. Ein Kunststoff der sich beim Drehen genauso verhält wie die braunen. Mit dem Selben Rotoravstand zum Rand.
      • Von Gast1686258602
        AW: Noctua auf der Computex: "Schwarzer" NF-A12x25, 140-mm-Version zeigt Fortschritte

        Mir gefällt dieses schwarz/grau ganz gut
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