Lüfterblätter nach natürlichem Vorbild in Entwicklung?
Bei der Entwicklung von noch leiseren Lüftern soll sich Noiseblocker von Pinguinen inspirieren lassen.
Heutige Lüfter sind, auch bei höchster Qualität, ab einem gewissen Luftdurchsatz deutlich zu hören. Verschiebt Noiseblocker diese Grenze mit Pinguin-Knowhow?
Bionik gilt als Schlüsselinnovation für künftige technische Entwicklungen. Anstatt am Reißbrett technische Lösungen für Probleme zu erbrüten, bedienen sich Ingenieure bei biologischen Vorbildern und deren, in Jahrmillionen währender Evolution optimiertem, Aufbau. Wie Hardwareluxx auf unbekanntem Wege erfahren haben möchte, baut nun auch der deutsche Silent-Spezialist Noiseblocker auf dieses Prinzip.
Moderne High-End-Lüfter wie die hauseigenen Black Silent Pro verfügen bereits über extrem leise laufende Lager und der spezielle Rahmen der Multiframe-Baureihe hat sich als wirkungsvoll im Kampf gegen Vibrationsübertragung erwiesen. Als Hauptschallquelle verbleibt somit die Luftbewegung selbst, erst unterhalb von 600 oder gar nur 400 U/min zeigen sich heute noch deutliche Unterschiede zwischen den besten Lüftern verschiedener Marken. Noiseblocker soll nun, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, den Körperbau von Pinguinen auf Lüfterblätter übertragen haben. Pinguine produzieren bei ihrem rasanten Unterwasserflug äußerst geringe Verwirbelungen und sparen so Kraft und Energie. Da Verwirbelungen umgekehrt aber auch eine wichtige Geräuschquelle darstellen, würde ihre Reduzierung Lüfter mit hohem Luftdurchsatz und trotzdem geringer Lautstärke ermöglichen.


Ich hab bislang noch mit keinem Kunststoff gearbeitet, der sich so leicht statisch aufgeladen hat und soviel Staub anzog, wie Polycarbonat.
Vermutlich ist eher das Gegenteil der Fall (gezielte Untersuchung kenne ich nicht), denn sie dienen ausdrücklich dazu, zusätzliche Verwirbelungen zu erzeugen.
Selbst wenn die Struktur nicht direkt die Lautstärke senkt kann sie Vorteile haben, ein minimal gesenkter Widerstand und damit minimal geringerer Verbrauch würde ja schon reichen (auch wenn es wohl kaum messbar wär).
Was man zweifelsohne sieht ist, dass die Lüfterblätter ziemlich dünn sind, was den Luftwiderstand senken und eventuelle Verwirbelungen verkleinern sollte. Außerdem ist das Material ziemlich leicht, was die Anlaufspannung senken dürfte.
Ich habe zwar fast nur vom Pinguin gesprochen, aber vielleicht wärst du trotzdem so freundlich, uns zu verraten, was den die "richtige" Alternative zum verbleibenden Rest ist?
Vermutlich ist eher das Gegenteil der Fall (gezielte Untersuchung kenne ich nicht), denn sie dienen ausdrücklich dazu, zusätzliche Verwirbelungen zu erzeugen.
Auch unter Wasser kann man Rückschlüsse gewinnen. Es gibt z.B. eine Oberfläche für Flugzeuge, die Haihaut nachempfunden ist, diese Struktur wär vielleicht auch etwas für Lüfter.
Die Rillen der BQ! scheinen auch ihren Effekt zu haben, das sieht man wenn sie verstaubt sind, sie verstauben nicht gleichmäßig an der Unterseite wie die meisten anderen Lüfter, sondern fast nur an der Kante, was laut BQ! ja auch das Ziel der Struktur ist, es soll zu den unvermeidbaren Verwirbelungen an der Schnittkante kommen, aber sonst nirgendwo.
Unterm Strich stimme ich dir aber zu, wirklich deutliche Vorteile gegenüber der normalen Lüfterblattgeometrie konnt noch keiner dieser Effekte erreichen.
Abgesehen davon sind Aussagen wie "wtf???" nicht gerade sachlich.
Auch unter Wasser kann man Rückschlüsse gewinnen. Es gibt z.B. eine Oberfläche für Flugzeuge, die Haihaut nachempfunden ist, diese Struktur wär vielleicht auch etwas für Lüfter.
Alles in allem finde ich den Ansatz ganz gut, ich hatte schon erwartet, dass NB als nächstes die Lüfterblätter optimiert (viel anderes bleibt ja nicht). Hoffentlich bleibt dabei der Druck erhalten oder wird erhöht. Eine Beibehaltung des staubabweisenden Makrolons als Material wäre wünschenswert.
Ich glaub ja nich dass da was leiser wird...
naja mal sehen was raus kommt (finde den ansatz gut - soll nicht heißen das alle lösungen aus der natur unbedingt dem überlegen sind was der mensch so "bastelt" (das währe nämlich auch schon wieder eine art ausschluss denken nach dem motto "wir können es eh net besser als die natur und brauchen uns deshalb auch keine mühe geben was eigenes zu erdenken, wenn die natur auch keine lösung hat"....mag diese art denken net (!) - aber: immer mal wieder einen blick in die natur zu werfen (und deren know-how auch zu nutzen) ist sehr gut
mfg LAX
ps: wann rechnen die mit ergebnissen (steht nix zu im artikel