Deepin 25: Chinas Prestige-Betriebssystem ist eine Unabhängigkeitserklärung
Deepin, die gegenwärtig populärste Linux-Distribution Chinas, bietet in der neuesten Version 25 neben dem bereits etablierten hauseigenen Desktop, dem Deepin Desktop Environment ("DDE"), auch eine hauseigene Künstliche Intelligenz und viele interessante Alleinstellungsmerkmale.
Deepin 25 im Porträt
Deepin, die derzeit populärste Linux-Distribution Chinas, basiert auf Debian GNU/Linux und bietet in der neuesten Version 25.0.10 neben einem bereits etablierten hauseigenen Desktop, dem Deepin Desktop Environment ("DDE") in der aktuellen Version 7.0, zudem mit Linyaps ein eigenes Paketformat sowie atomare Updates und einen eigenen unabhängigen Upstream.
Deepin 25 im Detail
Die moderne Linux-Distribution ist in China zwischenzeitlich so erfolgreich, dass selbst das ministerielle staatliche Betriebssystem Unity Operating System ("UOS") darauf basiert.
Das Release von Deepin 25 umfasst das neue Deepin Desktop Environment 7.0, ein unveränderliches Dateisystem und einen KI-Assistenten, welcher jetzt auch auf Sprachbefehle reagiert. — Deepin
Wuhan Deepin Technology, das Unternehmen hinter dem Betriebssystem, sieht das Release von Deepin 25 als Unabhängigkeitserklärung von westlichen Technologien.
Deepin 25 ist konsistent
Deepin 25 soll bieten, was westliche Betriebssysteme zu bieten haben und fährt deshalb ein durchaus beeindruckendes Featureset auf. Im Hinblick auf die Konsistenz seiner neuen Benutzeroberfläche sowie der Anwendungen und Werkzeuge, ist Deepin 25 dem Betriebssystem aus Redmond bereits weit voraus. Hier harmoniert alles.
Zu den wichtigsten Neuerungen von Deepin 25, dessen Release immer die Jahreszahl inkludiert, im Vergleich zu Deepin 23 gehören das Deepin Desktop Environment 7.0, das ein Vorzeigebeispiel für eine absolut konsistente Benutzeroberfläche ("GUI") darstellt sowie der hauseigene KI-Assistent UOS AI und die Integration von Sprachmodellen wie ChatGPT, Deepseek-R1, Midjourney und viele anderen bekannte KIs und LLMs.
Deepin 25 ist unveränderlich
Die Basis für das quelloffene Betriebssystem legt allerdings das neue unveränderliche Dateisystem, das sogenannte Deepin Immutable System alias "Solid", welches den Maßstab für die Stabilität von Linux-Distributionen "neu definieren soll", so die Entwickler.
Wir verstehen die Bedeutung der Systemstabilität für die Anweder sehr gut. Zu diesem Zweck führt Deepin 25 stolz das Deepin Immutable System ein, welches den Maßstab für Stabilität in Betriebssystemen neu definieren wird. — Deepin
Die offiziellen Release Notes von Deepin 25 beschreiben die neue unveränderliche Basis der Linux-Distribution folgendermaßen:
Als Benutzeroberfläche kommt die neue Version 7.0 des ursprünglich auf WebKit und HTML5 basierenden hauseigenen Deepin Desktop Environment ("DDE") zum Einsatz, welches bereits 2015 auf Qt 5 portiert wurde und auch anderen Distributionen zugänglich gemacht wird.
Quelle: Deepin
Der Desktop ist sehr modern gehalten und weiß mit konsistentem Design zu gefallen. Auch die starke Anpassbarkeit und der konfigurierbare Launcher stehen KDE Plasma und Gnome bei den Konfigurationsmöglichkeiten und Features in nichts nach.
Deepin 25, welches bereits 2022 offiziell angekündigt worden ist und damit für eine Linux-Distribution eine vergleichsweise lange Entwicklungsphase hinter sich hat, bietet jetzt auch erstmals eine optional "schwebende" Taskleiste an und ist hinsichtlich seiner Bedienbarkeit auf dem Niveau westlicher Systeme. Hier hat Deepin zuletzt große Fortschritte gemacht.
Deepin 25 ist eigenständig
Das freie Betriebssystem kommt zudem mit hauseigenen Apps, deren Anzahl sich mittlerweile auf mehr als 60 beläuft. Dazu gehören der Deepin Browser und der Deepin Mail-Client, der Deepin System Monitor und das Deepin Terminal sowie das neue und auf FFmpeg basierende Deepin Movie. Die systemeigenen Anwendungen erhöhen jetzt außerdem noch einmal die Konsistenz durch ein einheitliches UX-Design.
Nachfolgend die wichtigsten hauseigenen Anwendungen von Deepin 25, welche ich rascher Folge um neue Apps und Tools erweitert werden.
- Deepin Music
- Deepin Manual
- Deepin Installer
- Deepin Calculator
- Deepin Boot Maker
- Deepin File Manager
- Deepin Image Viewer
- Deepin System Monitor
- Deepin Package Installer
- Deepin Screen Recorder
- Graphics Driver Manager
- Deepin Voice Recorder
- Deepin Font Manager
- Deepin Screenshot
- Deepin Calendar
- Deepin Terminal
- Deepin Editor
- Deepin Movie
- Deepin Store
Als erstes unixartiges Betriebssystem überhaupt bieten Deepin und das darauf basierende Unity Operating System ("UOS") außerdem das Entsperren des Systems und des Desktops mittels biometrischer Gesichtserkennung an.
Quelle: Deepin
Der hauseigene Upstream soll das Betriebssystem unabhängiger machen, während Software zukünftig über neue Repositorien im selbst entwickelten Paketformat "Linyaps" ausgeliefert wird. Das hauseigene Paketformat soll dabei helfen, Kompatibilitätsprobleme zu lösen, die durch komplexe Abhängigkeiten althergebrachter Formate wie DEB und RPM verursacht werden. Deepin versucht in jeder Hinsicht seinen eigenen Weg zu bestreiten.
Deepin 25 ausprobieren
Mit einem geeigneten Tool wie Ventoy oder Rufus lässt sich das rund 6 Gigabyte große Systemabbild des neuen Deepin 25.0.10 auf ein USB-Speichermedium schreiben und testen. Auf Wunsch lässt sich die Linux-Distribution anschließend mit einer komfortablen grafischen Installationsroutine auf einer SSD installieren.
Weitere Informationen liefert die offizielle Website von Wuhan Deepin Technology.
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Quelle: Wuhan Deepin Technology

Sehr spannendes Thema. Ich nutze Deepin Linux privat seit 1 1/2 Jahren an meinen privaten PC's als mein "Hauptbetriebssystem".
Zu meinem Hintergrund, ich bin Netzwerk/Security Techniker seit 26 Jahren, nutze beruflich Windows (gezwungenermasen) und würde mich selbst als "advanced technican" bezeichnen ohne aber wirklich großartige Programmierkenntnisse zu haben.
Ich habe Windows 10 heiß geliebt, in der anfangszeit war ich sogar in der Betaphase von Microsoft und immer sehr zufriedem. Auf meinem PC's waren immer sehr viele Fotos, da ich gerne Fotos mit meinen Handys mache und natürlich die ganzen Dokumente die man so im laufe der Jahre ansammelt, Zeugnisse, amtliche Dokumente usw. nichts aufregendes. In meiner Windows 10 zeit hatte ich auch OneDrive exzessiv genutzt als "Backup", war ja sehr praktisch, aber ich habe auch sehr viele daten verloren durch meine eigene dummheit und den Umstand dass es schwer zu erkennen ist wann OneDrive jetzt alle Daten in der Cloud hat und wann nicht.
Mein "neuer" Computer war ein refurbished PC (HP EliteDesk 800 G3 DM 35W) mit i5-6500 T, da der Speicher damals (vor 2 Jahren) noch günstig war mit insgesamt 40GB RAM (32GB+8GB), 2 TB NVME Disk und 1 TB SSD.
Dann kam Windows 11 und man wußte sofort die vorhandene Hardware kann nicht damit verwendet werden, ohh, man kann Windows 11 auch auch "non supported Hardware" installieren, geil, gleich gemacht, doch beim nächsten größeren Update ist dann wieder schluß, man muss neu runterladen und neu installieren, baaaaaaaaaaahhhhh fuck...
Also muss was anderes her. Nach meinen ersten erfahrungen mit SUSE Linux anfang der 2000er war ich eigentlich eher abgeschreckt von Linux als begeistert, wenn dann aus dem nichts irgend eine "Kernel panic" kommt, dein PC nicht mehr startet und du nicht mehr an deine Daten kommst (damals) ist das zum kotzen. Aber man hatte seine ersten erfahrungen damit gemacht.
Also Linux Mint, da ich mit der grafischen Oberfläche von Ubuntu (Gnome) so gar nicht anfreunden konnte kam in mein Leben. Es war cool, es war schnell und "eigentlich" funktioniert alles, auch wenn manches echt kompliziert ist wie etwa das deppate hinzufügen von Windows Schriftarten, aber das hat mich damals noch nicht wirklich interessiert.
Aber irgendwas hat mir immer etwas gefehlt, ja Linux Mint funktioniert, aber es ist irgendwie, ich weiß nicht, man ist eingeschränkt. Aber ich habe ein für mich tolles Backup Programm gefunden "Timeshift" das am besten mit am besten gleich großen Festplatten funktioniert, also kauft man sich eine neue 2TB NVME in einem externen Gehäuse das man bei Bedarf einfach ansteckt und ein Backup macht das in der Regel 40 Sekunden dauert.
April 2025 mein erster Kontakt mit Deepin Linux 23 damals, WOW, es hat mich sofort gefangen. Seither bin ich begeisterter User von Deepin Linux, als dann Deepin 25 raus kam wurde dann damit neu aufgesetzt (es gibt kein Update von Deepin 23 auf Deepin 25, man muss neu installieren).
Dann kamen so kleinigkeiten wie Windows Schriftarten einfach per Doppelklick installieren wenn sie in einem Ordner liegen, das war etwas das bei Linux Mint so gar nicht funktionieren wollte.
Und dann dieser freie, in die Taskleiste integierte Deepin Ai Assistent, ich mag ihn wirklich gerne. Er funktioniert einfach.
So jetzt mal einfach zu den Fakt's von Deepin 25.
Deepin 25 (so wie 23 auch) die haben ein eigenes Ökosystem (nennen wir es Repositories) (ich habe mich nie dafür interessiert wie man diese ändern kann), es gibt viele Programme die es dort einfach nicht gibt (VICE, der Commodore Emulator z.B. oder auch das e-mail Programm "evolution"), ABER dafür gibt es andere Programme wie das von mir heiß geliebte "Coremail" (e-mail Client) Endlich was mit wirklichen fähigkeiten, ups, das wiederrum gibt es nicht (gratis) wenn man es etwa in Linux Mint installieren möchte, man kann es nur kaufen.
Eigentlich muss man auch den App Store als ganz besondere besonderheit hervorheben, endlich ein Tool unter Linux das wirklich toll ist um Applikationen zu finden. Solltet ihr Deepin 25 getestet haben und meint der funktioniert nicht, einfach in eurer aktiven Netzwerkverbindung IPv6 "disable" und schon geht er. Mit ihm findet ihr Dinge die ihr sonst nicht so einfach finden würdet, ihr habt zugriff auf jede Menge Software.
Wo gibts/gab es Probleme?
> AppStore (disable ipv6 dann geht er) ab der nächsten Release 25.0.13 und höher wird dieser Fehler nicht mehr auftreten.
> die Taskleiste die sich nicht so anpassen lässt wie unter Linux Mint, also die Plugins wie CPU Temperatur die gibt es so einfach nicht.
> Auf manchen Websites vor allem Amerikanischer Herkunft wie Netflix, kann es passieren das sich eure deutsche Tastatur plötzlich auf US umgestellt, besonders oft im Passwort Feld wo man es meist nicht gleich sieht dass es falsch ist. Dieser Punkt wird aber mit der nächsten Version (ab 25.0.13) nicht mehr auftreten
Sicherheit:
ALLE Daten kommen aus einer sicheren Umgebung, Apps aus dem Appstore etwa aus Cloudflare.
Besondere Highlights von Deepin Linux aus meiner Sicht.
> Installieren von Schriftarten einfach per Doppelklick.
> Frisch Formatierte Festplatten am Desktop öffnen und schon fragt er ob man die Festplatte als eigene übernehmen will (ownership) (mach das mal mit Linux Mint, ohne vorher mit CHOWN die Festplatte zu übernehmen) (Hintergrund: eine frisch (/ext4) formatierte Festplatte hat als owner immer "root" und nicht deinen User somit hast du auch keine Rechte irgendwas auf so einer Festplatte zu speichern "per default").
> Appstore, umgangreich, einfach zum Handhaben, einfaches de-installieren ("Managen")
> Arbeitsoberfläche sehr smooth, immer irgendwo ein nettes "Fancy" grafisches goodie, am ehesten mit der MAC Oberfläche vergleichbar
> Intergrierter Ai Agent
Für mich das bessere Windows.
Spionage betreiben China, Russland und die USA, und großflächig werden Daten gesammelt. Für die meisten privaten Nutzer ist das Risiko, gezielt betroffen zu sein, jedoch vergleichsweise gering. Auch Hardware aus den USA ist nicht automatisch vertrauenswürdig; Lieferketten können kompromittiert werden.
Deepin und Linux sind quelloffen. Offenheit garantiert keine absolute Sicherheit, aber sie macht verdeckte Spionage extrem schwer: Schwachstellen können öffentlich analysiert, diskutiert und behoben werden – und jeder Versuch, Hintertüren einzubauen, wäre riskant und sofort sichtbar.
Bei einem Linux-Zwang würde ich wieder Windows nutzen.
Da kommt mein eingebauter Rebell wieder durch.
Nee ... Linux bedeutet Freiheit.
Und das ist auch gut so!
Also wenn in China Windows verboten wird, installierst Du es wieder ?