Deepin 23: Chinas Vorzeige-Betriebssystem auf Linux-Basis
Deepin, die populärste Linux-Distribution Chinas, basiert auf Debian und erhält in der neuesten Version 23 neben dem bereits etablierten hauseigenen Desktop, dem Deepin Desktop Environment, ihr eigenes Paketformat sowie atomare Updates.
Deepin, die populärste Linux-Distribution Chinas, basiert auf Debian GNU/Linux und erhält in der neuesten Version 23 neben dem bereits etablierten hauseigenen Desktop, dem Deepin Desktop Environment ("DDE"), ihr eigenes Paketformat sowie atomare Updates und einen eigenen unabhängigen Upstream. Die Linux-Distribution ist zwischenzeitlich so erfolgreich, dass selbst das ministerielle staatliche Betriebssystem Unity Operating System ("UOS") darauf basiert.
Quelle: Deepin
Auch in dem auf dem Interesse, gemessen an der Anzahl der Seitenaufrufe, basierenden Ranking der bekannten Website DistroWatch, welche mittlerweile mehr als 270 Linux-Distributionen auflistet, platziert sich das Vorzeige-Betriebssystem der Volksrepublik China zwischenzeitlich bereits auf dem 36. Platz und die Tendenz ist nach wie vor weiter steigend. Doch was steckt eigentlich in Deepin 23? Wir schauen uns dieses Derivat von Debian GNU/Linux einmal im Detail an.
Als Benutzeroberfläche kommt die neueste Version des ursprünglich auf WebKit und HTML5 basierenden hauseigenen Deepin Desktop Environment ("DDE") zum Einsatz, welches schon 2015 auf Qt 5 portiert worden ist und auch anderen Distributionen zugänglich gemacht wird. Der Desktop ist sehr modern gehalten und weiß mit konsistentem Design zu gefallen. Auch die starke Anpassbarkeit und der konfigurierbare Launcher stehen KDE Plasma und Gnome bei den Konfigurationsmöglichkeiten und Features in nichts nach.
Quelle: Deepin
Deepin 23, welches bereits 2022 in einer ersten Beta erschienen ist und damit für eine Linux-Distribution eine vergleichsweise lange Entwicklungsphase hinter sich hat, bietet jetzt auch erstmals eine optional "schwebende" Taskleiste an und ist hinsichtlich seiner Bedienbarkeit auf dem Niveau westlicher Systeme.
Ein weiterer äußerst interessanter Aspekt von Deepin 23, welches werkseitig den Betriebssystemkernel Linux 6.6 LTS ("Long Term Support") mit Langzeitunterstützung bis Dezember 2026 nutzt, sind die Technologie-Partnerschaften, welche die Entwickler eingegangen sind. Neben Optimierungen für Intel Core Ultra und KI-Workflows werden auch die China-CPUs von Loongson sowie RISC-V-Systeme unterstützt.
Das freie Betriebssystem kommt zudem mit hauseigenen Apps, deren Anzahl sich mittlerweile auf mehr als 40 beläuft. Dazu gehören der deepin Browser und der Deepin Mail-Client, der Deepin System Monitor und das Deepin Terminal sowie das neue und auf FFmpeg basierende Deepin Movie. Die systemeigenen Anwendungen erhöhen außerdem noch einmal die Konsistenz durch ein einheitliches UX-Design. Auch Künstliche Intelligenz steht im Fokus und so hat Deepin 23 seinen eigenen Assistenten mit Large Language Model ("LLM") à la Copilot mit an Bord.
Der hauseigene Upstream soll das Betriebssystem unabhängiger machen, während Software zukünftig über neue Repositorien im selbst entwickelten Paketformat "Linglong" ausgeliefert wird. Das hauseigene Paketformat soll dabei helfen, Kompatibilitätsprobleme zu lösen, die durch komplexe Abhängigkeiten althergebrachter Formate wie DEB und RPM verursacht werden.
Ebenfalls neu in Deepin 23 sind die sogenannten atomaren Updates, die es ermöglichen, per Rollback eine komplette Systemaktualisierung zurückzunehmen, sollte diese beispielsweise einmal fehlerhaft sein. Größere Änderungen am Betriebssystem lassen sich in einer virtuellen Maschine evaluieren.
Einfach als Live-System ausprobieren
Mit einem geeigneten Tool wie Ventoy oder Rufus lässt sich das rund 5 Gigabyte große Systemabbild des neuen Deepin 23 auf ein USB-Speichermedium schreiben und testen. Auf Wunsch lässt sich die Linux-Distribution anschließend mit einer komfortablen grafischen Installationsroutine auf einer SSD installieren.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: Deepin

Das mit dem Hintergrundbild ist natürlich schon bisl weit außerhalb meiner normalen Welt. Soldaten im Stechschritt auch. Ewiges Exerzieren vor der Kaserne, bei Schnee und Regen, gehörten in der noch ziemlich roten Kaserne, in der ich meine Bundeswehrzeit abgeleistet habe, auch halt auch zum Alltag.
Das hat nichts mit kritischem Denken zu tun, sondern mit Selbstschutz.
EDIT:
Allgemein ist bei sozialen Medien jeglicher Art eine deutliche Zunahme von Hass, Ignoranz und Blasendenken zu beobachten, weshalb ich mich auch allmählich auch immer mehr davon zurückziehe. Posts wie Deiner sind ein typisches Beispiel dafür.
Nur weil ich keine Lust auf Hass habe, unterstellst Du mir sofort, ich könnte nicht "kritisch" denken. Ziemlich übergriffig, anmaßend und überheblich.
Wann ist den Leuten eigentlich das kritische Denken abhanden gekommen...
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Ich habe nicht mein MS-Konto gekündigt und alles Mögliche unternommen, damit Windows nicht rumspioniert, nur um mir dann den nächsten Spion ins Haus zu holen, der noch schlimmer ist.
Aha. Sehr interessant. Kannst Du das etwas ausweiten, zB. ob du Komunikationsversuche nach China gefunden hast, verhielt sich vielleicht irgendwas merkwürdig? Leider gibt es nicht so viele Real-Tests zum China-OS, wobei ich, wie schon geschrieben, Debian und LTS ansich super finde.
Damit du das besser einordnen kannst: Es handelt sich um Software aus Drittstaaten, außerhalb der EU. Diese kommuniziert zu Servern aus ihrem Herstellerland! Spätestens bei Windows Update, Mac Update, dem Kontaktieren des Uhrzeitservers und insbesondere dem App Store. Vielleicht hat ja Deepin ein Relay in der EU, dann fühlt es sich nur genau so an wie bei den US Diensten.