Wine 11: Windows-Spiele laufen unter Linux noch performanter
Wine 11 markiert durch die Integration von NTSYNC einen Wendepunkt für das Spielen von Windows-Spielen unter Linux, indem Windows-Synchronisationsprozesse direkt in den Linux-Kernel verlagert werden.
Wine ("Wine is not an Emulator"), eine zu Windows kompatible Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme, welche auch als Basis für Proton dient, ist bereits im Januar dieses Jahres in der neuesten Version Wine 11.0 erschienen und brachte einmal mehr zahlreiche Neuerungen, Verbesserungen und Fehlerkorrekturen für das Spielen von ursprünglich für Windows entwickelten Spielen unter Linux mit sich.
Insgesamt wurden für Wine 11.0 mehr als 6.300 Optimierungen an der quelloffenen Kompatibilitätsschicht vorgenommen. — PCGH
Insbesondere die NTSYNC-Unterstützung, welche auch in Spielen für mehr Leistung sorgt und erstmals auch vom aktuellen Beta-Client für Steam unterstützt wird, sowie der voll ausgereifte WoW64-Modus, der jetzt auch 16-Bit-Anwendungen verarbeitet, sind als Highlights von Wine 11.0 zu nennen. Außerdem unterstützen sämtliche Wayland-Anwendungen jetzt die Zwischenablage und Drag-and-drop in beide Richtungen, also von und in native und mit Wine emulierte Windows-Apps.
Die Veröffentlichung von Wine 11.0 markiert durch die Integration von NTSYNC einen Wendepunkt für das Spielen von Windows-Spielen unter Linux, indem die Windows-Synchronisationsprozesse direkt in den Betriebssystemkernel verlagert werden. — PCGH
Diese architektonische Änderung beseitigt den Wineserver-Flaschenhals, was in Benchmarks zu massiven Performance-Steigerungen führt. Die direkte Integration in den Linux-Kernel eliminiert insbesondere bei "multithreaded" Spielen viele der vormals bekannten Performance-Engpässe. Da Proton, SteamOS und Downstream-Projekte letztlich auf Wine zurückgreiften, um die Windows-Spiele unter Linux lauffähig zu machen, profitieren sämtliche Anwendungen in dieser Kette von Wine 11.0.
Windows NT Synchronization Primitives sind grundlegende Mechanismen, welche zur Steuerung des Zugriffs auf die gemeinsam genutzte Ressourcen des Systems in einem Multithreading-Umfeld verwendet werden. Diese helfen u.a. auch dabei, die Datenintegrität zu gewährleisten, indem sie sicherstellen, dass nur jeweils eine hierarchische Abfrage ("Thread") zu einem bestimmten Zeitpunkt auf eine entsprechende Ressourcen des Computersystems zugreifen kann.
Die mehr als 6.300 Optimierungen und 600 Fehlerkorrekturen beinhalten zudem zahlreiche Leistungsverbesserungen. Darüber hinaus unterstützt Wine 11.0 erstmals auch Vulkan 1.4, zusätzliche Win32-Erweiterungen sowie Hardware-Decodierung von Videomaterial in H.264 über D3D11-Video-APIs mittels Vulkan-Video. Zudem bringt das Update eine verbesserte WoW64-Architektur für 32-Bit-Anwendungen und optimierte Wayland-Unterstützung. Weitere spannende Details zu den Verbesserungen in Wine 11.0 liefert eine Übersicht von XDA.
Während die neueste Beta-Version von Steam für Linux inzwischen ebenfalls erstmals Support für den NTSYNC-Treiber, welcher mit Linux 6.14 eingeführt wurde, bietet, wird Proton voraussichtlich ebenfalls schon in den kommenden Monaten auf Wine 11.x umgestellt. Hierzu liegt allerdings noch kein offizieller Zeitplan vor.
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Quelle: WineHQ / XDA

Dein Drag-and-Drop mag evtl. noch ein Wayland-Problem gehabt haben (oder an deiner Distro gelegen haben), das behoben wurde - das hat aber nichts mit Wine 11.0 zu tun. Wenn es ein Wine-Fehler gewesen wäre, hätte der Fix Bezug auf eine jüngere Wine-Version 11.x genommen.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Das Drag-and-Drop zielt jetzt nicht ausschließlich auf Spiele ab. Generell Anwendungen, die mit Wine ausgeführt werden und Du von dort was in Deine native Wayland-Umgebung transferieren willst ... darum geht es.
z.B ein in Wine ausgeführtes Notepad++ und Text-Schnipsel oder Bilder, ein Viewer oder Editor in den Du eine Datei reinziehst ...
Wie gesagt: alle genannten Features sind Features aus Wine 11.0 und standen so unverändert schon im Januar.
Daran hat sich in dieser Version nichts mehr geändert.
Ich verstehe das plötzliche Aufflammen um Wine 11.0 und besonders der NTSYNC-Performance immer noch nicht.
Mir kommt es so vor, als ob der XDA-Artikel und somit auch Sven hier, dem Thema ein paar Monate hinterherhinken - vor allem weil so euphorisch im Präsenz berichtet wird, als sei das ganz brand-heisser Tobak. Als generellen Info-Artikel, was Wine 11.0 bedeutete - in der Vergangenheitsform, in Revue - hätte mir eher eingeleuchtet.
(in etwa so, wie jetzt eine News zu bringen, welche Schnäppchen des Black-Friday-Sales im November 2025 besonders attraktiv sind)
Jedenfalls finde ich es dem Komfort zuträglich und deshalb freue ich mich wenns funktioniert. Hier wurde ich quasi nur daran erinnert es auszuprobieren.
Da bin ich mal gespannt, ob das wirklich so gut funktioniert. Wird direkt am Wochenende ausprobiert.
DAS hätte ich gehighlighted. Das ist toll und bitter nötig.
warum ist das JETZT eine News?
Wine 11 mit NTSYNC-support wurde doch schon am 13. Januar 2026 released. Mittlerweile sind wir ja schon bei Wine 11.5
Und die nötige NTSYNC-Integration auf Kernel-Ebene wurde mit Kernel 6.14 letztes Jahr am 24. März 2025 umgesetzt.
Phoronix und GamingOnLinux berichteten jeweils zeitnah. Warum wird das jetzt so gefeiert?
Die Veröffentlichung von Wine 11.0 markiert durch die Integration von NTSYNC einen Wendepunkt für das Spielen von Windows-Spielen unter Linux, indem die Windows-Synchronisationsprozesse direkt in den Betriebssystemkernel verlagert werden
Außerdem unterstützen sämtliche Wayland-Anwendungen jetzt die Zwischenablage und Drag-and-drop in beide Richtungen, also von und in native und mit Wine emulierte Windows-Apps.