Spielen unter Linux: Proton GE Custom 8.0 erschienen
Der bekannte Linux-Entwickler und Gaming-Experte Thomas ("GloriousEggroll") Crider hat seinen auf der zu Windows kompatiblen Laufzeitumgebung Wine basierenden Fork "Proton GE Custom" auf Grundlage von Proton 8.0 veröffentlicht und Optimierungen vorgenommen.
Proton GE Custom, welches von Thomas ("GloriousEggroll") Crider, seines Zeichens Software-Ingenieur bei Red Hat und Herausgeber der dedizierten Gaming-Distribution Nabora, entwickelt wird, ist jetzt in der neuesten Version 8.0 erschienen. Als Unterbau dient dabei die auf der Windows kompatiblen Laufzeitumgebung Wine aufbauende Software Proton 8.0 von Valve, die auch als essenzielle Basis für das Spielen aktuellster AAA-Titel auf Steam unter Linux sowie auf SteamOS dient.
Dabei wurden Audio-Probleme in Zwischensequenzen in Spielen aus dem Hause Daedalic, wie beispielsweise Memoria, The Night of the Rabbit und A New Beginning, behoben. Das auf alle Spiele ausgeweitete Upsampling FSR, eine Besonderheit von Proton GE Custom, steht vorerst nicht zur Verfügung und bedarf zuerst einer gründlichen Fehlerkorrektur.
Forspoken und das Dead Space Remake laufen unter Linux
Die offiziellen Release Notes von Proton 8.0 oder Proton 8.0-1, so die offizielle Bezeichnung, auf der Entwicklerplattform GitHub weisen das Fantasy-Rollenspiel Forspoken, das erst im Januar erschienene Remake des Horror-Shooters Dead Space sowie die Complete Collection des Action-RPGs Nioh 2 als Highlights, listen aber außerdem 15 weitere neue Spiele, die erstmals offiziell unterstützt werden.
Diese Neuerungen gelten im gleichen Maße auch für Proton GE Custom 8.0-1.
Erstmals unterstützte Spiele:
- Forspoken
- Creativerse
- Blue Reflection
- Samurai Maiden
- Dead Space (2023)
- One Piece: Pirate Warriors 4
- Nioh 2 - The Complete Edition
- Atelier Rorona: The Alchemist of ...
- Atelier Sophie: The Alchemist of the ...
- Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and ...
- Warriors Oroichi 3 Ultimate Definitive Edition
- Romance of the Three Kingdoms XIV
- Exceed - Gun Bullet Children
- Disney Dreamlight Valley
- Gungrave G.O.R.E.
- ToGather: Island
- Chex Quest HD
- Atelier Meruru
Wine 8.0 und DXVK 2.1 dienen als Basis
Zudem bringt Proton 8.0 zahlreiche Optimierungen und Fehlerkorrekturen für viele bereits unterstützte Spiele sowie die zugrunde liegenden Laufzeitumgebungen und Grafikstacks mit sich. Neben der Aktualisierung auf Wine 8.0 wird auch DXVK, ein freier DirectX-zu-Vulkan-Übersetzer, auf die Version 2.1-4 angehoben. Auch die Abspaltung Proton GE Custom 8.0-1 basiert auf dem neuen Fundament.
Laut den offiziellen Release Notes fließen zudem folgende Optimierungen und Fehlerkorrekturen mit ein:
- All build components rebased to Proton 8 experimental/upstream
- proton-wine updated to latest experimental
- wine-staging rebased on top of proton-wine 8
- proton-ge game patches and pending wine upstream patches rebased on top of proton-wine 8
- dxvk updated to latest git
- vkd3d-proton updated to latest git
- protonfix: No cutscene audio in Daedalic Games (Memoria, The Night of the Rabbit, A New Beginning - Final Cut) - (thanks marianoag)
- protonfix: Megadimension Neptunia VII - (thanks snaggly)
Der Entwickler äußert sich zudem zur Deaktivierung von FSR und zu weiteren Details der neuen Version.
FSR is currently disabled again. It needs a massive rebase and same as before I don't know if it's currently possible to rebase/port it over to the new proton 8 build. Having the nvapi hack configuration enabled in dxvk.conf seems to crash battlenet.
Recommend removing it from the config for existing Lutris battle.net installations and related games. Overwatch losing focus after death seems to be fixed.
Thomas ("GloriousEggroll") Crider, Proton GE Custom
Das Feature "FSR in allen Spielen" kann auch über Gamescope realisiert werden. Weitere Informationen liefert die Projektseite auf der Entwicklerplattform GitHub.
Spielen unter Linux ist auf dem Vormarsch
Nicht zuletzt Valve hat mit Steam, SteamOS, dem Steam Deck und seinem Kompatibilitäts-Layer Proton dafür gesorgt, dass das Thema "Spielen unter Linux" deutlich auf dem Vormarsch und mittlerweile eine Alternative zu Windows-Gaming ist.
Die Redaktion von PCGH hat aus diesem Grund in den letzten Wochen verstärkt über das Thema berichtet und wird dies auch weiterhin tun.
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So lange Sercuryte Boot deaktiviert ist und hacken in windows deaktiviert sind und windows richtig herunter fährt ist das möglich so bald aber windows nicht richtig herunter fährt bleibt es irgend wie aktiv sprich die windows Rechte blockieren die festplatten für schreiben. Lesen kein problem schreiben halt schon. Wenn man da in windows die dinge deaktiviert klappt das mit einer festplatte als daten austausch. Mit scripts kann man es automatisch einbeinden lassen von system.
...
Ich habe meine Daten (Selbstständigkeit, Office, Arbeitsdaten) auf einer gemeinsamen NVME (+ zusätzlich auf 2 externen HDDs mit unterschiedlichen Backup-Zeiten). Sobald Windows und Linux auf diese Festplatte Zugriff haben, blockiert Windows (warum zum Geier muss das eigentlich so sein???) die Linuxrechte. Ich musste den "Schnellstart", oder wie das heißt, manuell in den Energieoptionen -> „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“ deaktivieren. Ich habe überhaupt keine Ahnung warum man, seitdem es wirklich schnelle VNME-SSDs gibt, das OS noch in die hyperfil.sys laden muss, vor allem aber, warum das die Standardeinstellung ist.
Das terminal muss man sich nicht an tuhen aber es hilft fehler zu finden da es dort die fehler ausspuckt mit unter anderem.
Naja, nur teils korrekt. Irgendein Bootloader muss schon beide kennen. Aber grundsätzlich stimme ich dir zu: Es ist einfacher sich zwei getrennte Festplatten/SSDs zu holen, welche vollkommen unabhängig sind. Dann installiert man zu erst Windows (wenn man es nicht eh schon hat) und auf die zweite SSD dann Linux. Der Linux Bootloader sollte dann die Windows SSD erkennen und kann dessen Bootloader problemlos starten.
Hat man kein Lust mehr auf Linux kann man einfach die SSD ausbauen und der normale Windows Bootloader ist der einzige und alles wie normal. Von Vorteil ist auch, dass die SSD/HDD im ersten Slot für Windows genutzt wird, weil manchmal hat bzw. hatte MS die unschöne Angewohnheit einfach seinen BL auf die erste SSD zu knallen und hat damit gerne mal Linux Bootloader gekillt/überschrieben.
Allgemein würde ich was Arch-basiertes empfehlen für Leute die sich gerne sofort die neueste Hardware holen und Linux Mint (Eventuell sogar in der Debian Edition) für eigentlich alles andere.
Moderne EFI Systeme legen allesamt ihren Dateien zum Starten in einer EFI Partition auf dem Datenträger in ihrem eigenen Verzeichnis ab. Im UEFI aka BIOS kann man dann festlegen welcher Bootloader per Default geladen werden soll; oder man macht es per Bootmenue-Taste des jeweiligen Boardes.
Ein bisschen Hintergrundwissen:
Unter den meisten Linuxdistributionen wurde bisher beim automatischen Installieren des eigenen Bootloaders über Grub das Programm "os-prober" ausgeführt, was nach anderen Bootloadern sucht und gefundene in eine Konfiguration speichert, aus der dann Grub ein Auswahlmenü beim Start zaubert und sogar mit eigenen Themes anpasst werden kann. Grub verschwindet aber Stück für Stück und wird durch systemd-boot ersetzt. Da läuft es etwas anders.