Radeon × Vulkan × Linux: Valve möchte den Rückstand auf Windows-Gaming abermals deutlich verkürzen

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Steam Machine
Quelle: Valve

Valve möchte durch Optimierungen am Vulkan-Treiber für Radeon-Grafikkarten unter Linux die in jüngster Zeit deutlich geringer gewordenen Leistungsvorteile von Windows in Bezug auf die Leistung in Spielen abermals deutlich verkürzen. Der offene Grafikstack Mesa 23.2 soll die entsprechenden Neuerungen für die RADV-Bibliothek im August mitbringen.

Valve hält das Entwicklungstempo und damit die Bemühungen, den mittlerweile überschaubaren Rückstand von Linux auf Windows in Sachen Gaming-Performance weiter zu verkürzen. Dies soll abermals im August geschehen, wenn Optimierungen in RADV ("Radeon Vulkan"), dem Grafiktreiber für GCN- und RDNA-Chips der GPU-Serie AMD Radeon, einfließen. Implementiert werden die Verbesserungen mit dem kommenden Release des Grafikstacks Mesa 3D in der Version 23.2.

Vulkan-Treiber für Radeon erhält Optimierungen

Nachdem die auf Linux und Open Source spezialisierte Website Phoronix bereits vor wenigen Tagen über entsprechende Optimierungen an dem Vulkan-Treiber für Radeon von Seiten Valves berichtet hatte, welche "bis zu 10 Prozent mehr Bilder pro Sekunde" in einem bislang unveröffentlichten Spiel ermöglichen und damit eine mit Windows vergleichbare Leistung liefern sollen, legt die Linux-Experten noch einmal nach.

Samuel Pitoiset, seines Zeichens Entwickler bei Valve und zuständig für den freien Grafikstack Mesa 3D und dessen Integration, hat sich hinsichtlich der Optimierungen äußerst optimistisch gegeben und sieht Linux unter Verwendung des verbesserten RADV-Treibers "sehr nah" an der Gaming-Performance von Windows.

This is really noticeable for games that resolve a bunch of occlusion queries (in this case 4096) because it seems that emitting 4096 WAIT_REG_MEM packets can stall more than expected.

Fixes this by waiting for queries in the resolve query shader.

This improves performance of an unreleased game by about 10 percent. RADV should now be really close to Windows performance for that title.

Samuel Pitoiset, Mesa Developer, Valve

Aber das wird nicht die einzige Neuerung an dem freien Vulkan-Grafiktreiber sein, die für mehr Leistung sorgen soll. Einmal mehr berichtete Phoronix nur einen Tag später als Erstes über Änderungen, die dabei helfen sollen, sogenannte "GPU context rolls" deutlich zu reduzieren. Das wiederum soll die Leistung in Spielen einmal mehr verbessern können.

This can be really noticeable for the BeginQuery/Draw/EndQuery pattern. It seems to improve a depth-only pass by +35% in one upcoming game because this removes a bunch of context rolls.

Hans-Kristian Arntzen confirmed that this specific pass no longer have any context rolls. We did compare against native.

Samuel Pitoiset, Mesa Developer, Valve

Steam unter Linux soll zu Windows aufschließen

Nachdem die entsprechende Optimierung bereits in die gerade erst erschienene Entwicklerversion Mesa 23.2-devel implementiert wurde, wird sie sich im August auch im finalen Release des freien Grafikstacks wiederfinden. Sowohl Samuel Pitoiset als auch Hans-Kristian Arntzen, der leitende VKD3D-Entwickler für Proton, bestätigten, dass Valve auch weiterhin daran arbeiten werde, auch über Steam Play lauffähig gemachten Windows-Spiele so schnell auszuführen wie nativ unter Windows.

Während es Distributionen wie SteamOS, Pop!_OS, Arch Linux und Nobara mittlerweile hin und wieder sogar gelingt, in einzelnen Spielen schneller und in immer mehr Spielen gleichauf mit Windows zu sein, liegt Microsofts Betriebssystem im Durchschnitt aber noch immer in Front. Aber auch bei den Anti-Cheat-Engines wie Easy Anti-Cheat und BattlEye, welche mittlerweile von Mesa 3D unterstützt werden, hat Linux aufgeholt.

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Quelle: Phoronix

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    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ellina
        mag sein aber ich lege nicht so viel wert auf gewisse "Features" sonst schauen dass man mit Flatpak z.b. es nach installieren kann oder via github so zu installieren dass es dann läuft. Ist nicht immer einfach aber wenn man es cobeliert dann sollte es klappen. Hat so der Coolero zum ersten mal cobeliert.
        Tjo und ich lege keinen Wert darauf, Flatpak nutzen zu müssen, wenn ich schon einen Paketmanager habe. Jeder wie er mag.
        Zitat von Ellina
        Dann gut planen und einfach dann stück für stück umstellen und wenn die hardware gleich ist weis man wo die probleme sind und wo es klämt. An statt ne upgrade zu machen. Die LTS von debian sind 5 jahre also sicherheitsupdates bis 2028 glaube ich. Also ne längere zeit ruhe.
        Ja, so machen wir es auch. Zuerst auf einem Testsystem und anderen Nichtproduktionssystemen und dann der Reihe nach auf den anderen und die Produktivsysteme jeweils mit Ankündigung am Wochenende. Mehr als eins sowieso nicht gleichzeitig, weil man sonst das totale Chaos riskiert.

        Debian hat im Moment drei Jahre Support, danach noch mal zwei Jahre LTS-Support, der aber weniger Augenmerk zu bekommen scheint. Am besten ist wohl, wenn man einfach anfängt Upgrades durchzuführen, wenn die neue Version da ist, ab da hat man dann ein Jahr Zeit. Man kann natürlich auch länger warten und dann zwei Upgrades auf einmal machen, aber ich würde das eher verteilen und so zumindest für Debian-Verhältnisse aktuell bleiben.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ellina
        mag sein aber ich lege nicht so viel wert auf gewisse "Features" sonst schauen dass man mit Flatpak z.b. es nach installieren kann oder via github so zu installieren dass es dann läuft. Ist nicht immer einfach aber wenn man es cobeliert dann sollte es klappen. Hat so der Coolero zum ersten mal cobeliert.
        Tjo und ich lege keinen Wert darauf, Flatpak nutzen zu müssen, wenn ich schon einen Paketmanager habe. Jeder wie er mag.
        Zitat von Ellina
        Dann gut planen und einfach dann stück für stück umstellen und wenn die hardware gleich ist weis man wo die probleme sind und wo es klämt. An statt ne upgrade zu machen. Die LTS von debian sind 5 jahre also sicherheitsupdates bis 2028 glaube ich. Also ne längere zeit ruhe.
        Ja, so machen wir es auch. Zuerst auf einem Testsystem und anderen Nichtproduktionssystemen und dann der Reihe nach auf den anderen und die Produktivsysteme jeweils mit Ankündigung am Wochenende. Mehr als eins sowieso nicht gleichzeitig, weil man sonst das totale Chaos riskiert.

        Debian hat im Moment drei Jahre Support, danach noch mal zwei Jahre LTS-Support, der aber weniger Augenmerk zu bekommen scheint. Am besten ist wohl, wenn man einfach anfängt Upgrades durchzuführen, wenn die neue Version da ist, ab da hat man dann ein Jahr Zeit. Man kann natürlich auch länger warten und dann zwei Upgrades auf einmal machen, aber ich würde das eher verteilen und so zumindest für Debian-Verhältnisse aktuell bleiben.
      • Von Ellina BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        weil Upgrades deutlich weniger kritisch sind, aber wenn man auf Features wartet halt nicht so toll.
        mag sein aber ich lege nicht so viel wert auf gewisse "Features" sonst schauen dass man mit Flatpak z.b. es nach installieren kann oder via github so zu installieren dass es dann läuft. Ist nicht immer einfach aber wenn man es cobeliert dann sollte es klappen. Hat so der Coolero zum ersten mal cobeliert.
        Zitat von empy
        Aber da ist halt nach ein paar Jahren auch Schluss. Bis jetzt hat es auch immer im Endeffekt geklappt. Aber irgendwas ist halt immer und das macht man halt nicht mal so zwischendurch.
        Dann gut planen und einfach dann stück für stück umstellen und wenn die hardware gleich ist weis man wo die probleme sind und wo es klämt. An statt ne upgrade zu machen. Die LTS von debian sind 5 jahre also sicherheitsupdates bis 2028 glaube ich. Also ne längere zeit ruhe.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ellina
        Roll updates bei ubuntu z.b. 22.10 auf 23.04 ist klar das das fehleranfälliger ist. Das da was nicht klappt habe ich damals mit der 10.10 oder so gehabt. Seit dem mach ich das nicht irgend wann auf LTS um gesteigen weil mich das einfach nur nach den kurzen support an kotzt jedes mal linux neu zu installieren wegen boot loader etc...
        Dann installiert man sich die Version neu.
        Ja, kann man so machen, ich fand allerdings auf meiner privaten Maschine nervig, dass alles so veraltet war und ich dann mit alternativen Paketmanagern rumhantieren musste. LTS heißt ja nur, dass da so lange Sicherheitsupdates kommen, das Featureset ist ab dem Release quasi eingefroren. Schön, wenn alles läuft, was man braucht, weil Upgrades deutlich weniger kritisch sind, aber wenn man auf Features wartet halt nicht so toll. Aber ist Geschmackssache.
        Zitat von Ellina
        Dann macht man zum kuckuck ne LTS version drauf und fertig. Und beim Nächsten LTS version is rollt man es in wellen aus um zu testen ob es läuft oder probleme macht. Die Roll updates von einer version zur anderen ist für berufliche oder firmen dinge ungeingnet. Wehr das macht ist nicht zu helfen. Sorry.
        Wir nutzen Debian. Nix Rolling Release, wir sind ja nicht bescheuert. Aber da ist halt nach ein paar Jahren auch Schluss. Bis jetzt hat es auch immer im Endeffekt geklappt. Aber irgendwas ist halt immer und das macht man halt nicht mal so zwischendurch.
      • Von Ellina BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        gerade bei Major-Upgrades.
        Roll updates bei ubuntu z.b. 22.10 auf 23.04 ist klar das das fehleranfälliger ist. Das da was nicht klappt habe ich damals mit der 10.10 oder so gehabt. Seit dem mach ich das nicht irgend wann auf LTS um gesteigen weil mich das einfach nur nach den kurzen support an kotzt jedes mal linux neu zu installieren wegen boot loader etc...
        Dann installiert man sich die Version neu.
        Zitat von empy
        Und jetzt stell dir vor, deine Aktion war nicht dringend nötig, entgegen aller Erwartungen geht doch was schief und deswegen können 50 Leute eventuell einen ganzen Tag lang nicht arbeiten. Was meinst du, was dann los ist?
        Dann macht man zum kuckuck ne LTS version drauf und fertig. Und beim Nächsten LTS version is rollt man es in wellen aus um zu testen ob es läuft oder probleme macht. Die Roll updates von einer version zur anderen ist für berufliche oder firmen dinge ungeingnet. Wehr das macht ist nicht zu helfen. Sorry.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ellina
        Ist aber ein sehr spezieller Fall und dann sollte man ehe nach ne upgrade entweder neu machen oder garnicht das upgrade machen sondern gleich neu installieren.
        Das sagt sich so leicht. Das musste halt gemacht werden und auf den Kisten läuft so viel Kram, der einzeln eingerichtet werden muss, da sitzt man schnell mal eine Woche dran.
        Zitat von Ellina
        Ich meine mit Cash Das was z.b. in der histroy liegt an heruntergeladenen packeten die nicht gelöscht wurden. Die werden dann gelöscht mit clear befehl dann ist ruhe und das bringt halt auch speicher. Wenn man das system pflegt b.z.w aufräumt vor allem wenn man die kernels installiert hatte.
        OK, kannte ich noch nicht. Naja, kann man machen, das mag sich über die Zeit läppern, aber ich glaube nicht, dass die Dateien da irgendwas aktiv im Weg sind.
        Zitat von Ellina
        Klar menschen machen Fehler, Aber dieses Risiko ist nicht da es läuft sauber duch ohne probleme habe ich gemacht und es läuft ohne probleme daher finde ich das Risiko gering dass es probleme gibt eher wenn ne anwendungs fehler ist.
        Ich schrieb, dass nicht jeder Fehler ein Anwenderfehler ist. Also ja, wenn man alles richtig macht und es nicht geht, ist es ein Anwendungsfehler.
        Zitat von Ellina
        Sorry aber das ist Quark. Das hat mit den einen oder anderen wenig zu tuhen.
        Es hat was damit zu tuhen z.b. debian 12 und das veraltete apt-key für die ppa's in die packetquelle hinzu zu fügen. Dass ist was was sich ändern könnte und nicht getahn hat dem nach sind da die änderungen gering höchstens wenn die logs wo anders abgelegt werden aber das ist für die fehler behebung relvant. Daher tuht das nix zur sache und damit ist deine Aussage nicht soliede weil da kann wenig passieren mit den aptitude oder apt-get befehl.
        Ich habe das schon öfters erlebt, gerade bei Major-Upgrades. Da werden dann bei bestimmten Programmen z.B. einzelne Module ausgegliedert und müssen dann per Config wieder reingeladen werden oder bestimmte Parameter fliegen raus und werden nicht mehr erkannt oder irgendwelche Defaults ändern sich.
        Zitat von Ellina
        Dass mehrere std man braucht um ne fehler zu beheben oder grafikarten von nvidia zu installieren. Defenetiv JA.
        Und jetzt stell dir vor, deine Aktion war nicht dringend nötig, entgegen aller Erwartungen geht doch was schief und deswegen können 50 Leute eventuell einen ganzen Tag lang nicht arbeiten. Was meinst du, was dann los ist? Also macht man so was in abgesteckten Wartungszeiträumen, wo es im Zweifelsfall auf ein paar Stunden nicht ankommt.
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