Linux: Optimierungen für Starfield und schnellere Ladezeiten [Update]
Valve hat mit Proton Experimental die nächste experimentelle Version seiner auf Wine basierenden Software veröffentlicht und damit die Unterstützung für zahlreiche Spiele, wie zum Beispiel Starfield, Crysis, Hogwards Legacy und Resident Evil, weiter deutlich ausgebaut. Als Basis dienen die Proton-API in der aktuellen Version 8.0-3 sowie das neueste DXVK 2.3.
Originalmeldung vom 01.10.2023:
Mit der neuesten Version von Proton Experimental, hat Valve jetzt die nächste experimentelle Ausgabe seiner auf der zu Windows kompatiblen Laufzeitumgebung Wine basierenden Software Proton veröffentlicht. Der neueste Build verbessert die Unterstützung für bekannte Spiele, wie beispielsweise das Weltraum-Rollenspiel Starfield, Hogwards Legacy, Resident Evil 2 sowie Crysis 2 und Crysis 3. Die Optimierungen adressieren das Steam Deck sowie den Linux-Desktop.
Proton 8.0-3 dient als Ausgangsbasis
Wie gewohnt, basiert die neueste Proton Experimental auf dem aktuellsten stabilen Build der Software. Erst vor wenigen Tagen hatte Valve mit Proton 8.0-3 eine aktualisierte Version mit diversen Verbesserungen veröffentlicht.
Aufbauend auf Proton 8.0-3, welches auch der Abspaltung ("Fork") Proton GE Custom 8-16 als Basis dient, baut Valve mit dem neuen Proton Experimental wieder viele neue experimentelle Features ein, die jetzt in Feldversuchen von Spielern entsprechend erprobt werden sollen. Die Basis an unterstützten Spielen wächst derweil auf mittlerweile mehr als 11.000 Titel, wie die Datenbank ProtonDB attestiert.
Quelle: ProtonDB (Screenshot: PCGH)
76 Prozent aller Spiele aus der Top 1.000 sind bereits mit Platinum oder Gold bewertet worden.
Darüber hinaus werden mittlerweile 76 Prozent der Top 1.000 auf Steam mit der Kompatibilitätswertung "Platinum" oder "Gold" bewertet. Nimmt man die Bewertung "Silber" hinzu, bei welcher noch kleinere Anpassungen notwendig sind, sind es dann schon 87 Prozent aller Spiele aus der Top 1000, die problemlos unter Linux laufen.
Optimierungen und Fehlerkorrekturen
Der neueste Build von Proton Experimental, einer Vorschau auf die nächste stabile Version der Software, bringt einmal mehr Optimierungen und Fehlerkorrekturen für zahlreiche Spiele unter Linux, die zuvor noch Probleme hatten und sich nicht ohne Weiteres per Steam Play ausführen ließen. Die prominentesten Vertreter sind das Weltraum-Rollenspiel Starfield, Hogwarts Legacy, Resident Evil 2, Crysis 2 und 3.
- Fixed crash in Remnant: From The Ashes and Deep Rock Galactic and possibly other games with too many audio devices connected.
- Fixed Hogwarts Legacy crashing on Intel GPUs.
- Fixed Starfield not saving photos in photo mode.
- Fixed Resident Evil 2 crashing for some users during gameplay.
- Fixed Crysis 3 being unable to launch properly due to failed authorization.
- Fixed Crysis 3 Administrative Approval EA App Window being corrupted on Nvidia.
- Fixed Crysis 2 Remastered showing only black screen for some users.
- Fixed video playback in Out of Ore and Wayfinder.
- Fixed Steam Workshop interface randomly not working in Trivia Tricks.
- Fixed a memory leak when playing videos in VRchat using AVPro.
- Fixed recent Proton Experimental regressions:
- Crysis 2 Remastered and Crysis 3 Remastered no longer hangs when going in game when raytracing is enabled.
- Mouse now works correctly in the main menu in Death Loop.
- MechWarrior Online camera no longer behaves weirdly in communication menu on KDE Wayland.
Weitere Informationen liefern die offiziellen Release Notes zur neuesten Version von Proton Experimental.
Valve drück weiterhin aufs Tempo
Für diese rasante Entwicklung hat insbesondere Valve mit dem Steam Deck und SteamOS gesorgt, da das Unternehmen auch fortwährend an der Verbesserung der auf der zu Windows kompatiblen Laufzeitumgebung Wine basierenden Software Proton arbeiten. Auch PCGH hat über dieses Thema zuletzt vermehrt und sehr ausführlich berichtet und wird dies auch weiterhin tun.
Spielen unter Linux ist weiter auf dem Vormarsch
Nur rund zwei Monate, nachdem die Marke von 9.000 unterstützten Spielen überschritten wurde, listen ProtonDB und SteamDB mehr als 11.000 verifizierte oder spielbare Spiele für den Gaming-Handheld. Die Titel laufen aber nicht nur auf dem Steam Deck, sondern sind damit auch auf allen anderen Gaming-PCs mit Linux lauffähig. Vorausgesetzt wird nur, dass ein aktueller Steam-Client mit der Laufzeitumgebung Proton auf dem jeweiligen System installiert ist.
Schnellere Ladezeiten dank DirectStorage
Aktualisierung vom 02.10.2023: Das neueste Proton Experimental enthält auch die neuesten Verbesserungen, die in VKD3D-Proton v2.10 eingeflossen sind. Damit profitieren Spieler auch unter Linux von schnelleren Ladezeiten durch die Unterstützung von DirectStorage.
DirectStorage mit AMD und Nvidia unter Linux
Durch die Implementierung von "NV_Memory_Decompression" in VKD3D-Proton 2.10, welches vom Entwickler Hans-Christian Arntzen hauptverantwortlich betreut wird, wird die GPU-Dekomprimierung "GDeflate" aus Microsoft DirectStorage jetzt auch auf den Geforce-Grafikkarten von Nvidia unter Linux nutzbar. Radeon-Grafikkarten von AMD nutzen hierzu einen entsprechenden Fallback im freien Vulkan-Grafiktreiber RADV.
Ihre Meinung ist gefragt!
Was halten Sie vom Spielen unter Linux? Ist das freie Betriebssystem für Sie eine Alternative, oder setzen Sie lieber auf Windows 10 und Windows 11? Die Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier registrieren.

Liebe Grüße Sven
Das sind zumindest Erfahrungen die ich mit Nobara gemacht habe.
Und die paar kleinen Designänderungen bei den Windowsversionen sind etwas was nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut übergeht. Einzig W8 war da ein ausreißer mit den Kacheln. Nicht ohne Grund wurde das aber nicht akzeptiert. Die User wollten das einfach nicht. Rechte Maustaste auf das Windowslogo und man kommt praktisch überall hin was wichtig ist.
Diese "paar kleinen Designänderungen" hast du eben auch bei einem Umstieg auf Linux. Mich treibt die quasi zweigeteilte Systemsteuerung seit Windows 10 noch heute regelmäßig zur Weißglut weil ich nie den Punkt finde, den ich haben will. Und die Suche, gerade nach Systemstart, ist bis heute unbrauchbar für mich.
Und wenn es etwas gibt, das potentiell noch besser ist, als das, was ich gewöhnt bin, aber es nicht ausprobieren will wegen der zu investierenden Zeit, ja, dann ist das für mich Bequemlichkeit. Ich werfe es keinem vor, mache es ja selbst in anderen Dingen des Lebens. Aber dann sollte man wenigstens so ehrlich sein und dazu stehen.
Wenn die Spy und Bloatware die Masse wirklich so sehr wie dich stören würde.......warum sind die dann nicht schon längst in Massen abgewandert? Tellerrand, Horizont und so - du weisst?
wenn das linux könnte, dann würde es windows sofort nachmachen. der quellcode ist ja offen. da kann sich jeder bedienen.
und das sollte dann auch den 2 teil deiner antwort beantworten! achja und die letzten worte kannst du dir überhaupt sparen!