Linux und Gaming: Konsultation der EU-Kommission zur Open-Source-Strategie gestartet
Die Europäische Kommission hat Anfang 2026 einen neuen Konsultationsprozess gestartet. Ziel ist eine Open-Source-Strategie für die EU, die technologische Abhängigkeiten reduzieren soll.
Die EU-Kommission bereitet derzeit eine neue Strategie zum Umgang mit Open-Source-Software vor. Dazu wurde Anfang 2026 eine öffentliche Konsultation gestartet, in der Fachleute, Unternehmen und Entwicklergemeinschaften Stellung nehmen können. Ziel ist es, die Rolle offener Software im digitalen Ökosystem der Europäischen Union neu zu bestimmen.
Allerdings handelt es sich nicht um einen abrupten Kurswechsel. Die Initiative fügt sich in eine längerfristige Entwicklung ein, in der Open Source zunehmend als strategisches Instrument betrachtet wird. Die EU verfolgt seit Jahren das Ziel, digitale Abhängigkeiten zu reduzieren und eigene technologische Handlungsspielräume zu sichern. Offene Software gilt dabei als ein möglicher Ansatz, um mehr Kontrolle über zentrale digitale Infrastrukturen zu erlangen.
Bereits in den Jahren zuvor setzte die Kommission auf eine Open-Source-Strategie mit Fokus auf die interne Nutzung in Behörden. Verwaltungen sollten verstärkt auf wiederverwendbare Softwarebausteine zurückgreifen und proprietäre Lösungen schrittweise ablösen. Diese Maßnahmen zielten vor allem auf organisatorische Effizienz und strukturellen Aufbau.
Die aktuelle Konsultation deutet allerdings darauf hin, dass dieser Ansatz aus Sicht der EU nicht ausreicht. Open Source soll künftig stärker industriepolitisch gedacht werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Abhängigkeit Europas von außereuropäischen Softwareanbietern, die nach Einschätzung der Kommission sowohl wirtschaftliche als auch sicherheitsrelevante Risiken birgt. Fehlende Transparenz bei proprietärer Software erschwere insbesondere die Kontrolle kritischer digitaler Systeme.
Zur Koordination der bisherigen Aktivitäten existiert bereits ein Open Source Program Office. Dennoch räumt die EU ein, dass punktuelle Fördermaßnahmen, etwa über Forschungsprogramme, keine dauerhaften Strukturen schaffen. Als Beispiele für bisherige Ansätze nennt sie unter anderem Projekte im Umfeld von Next Generation Internet sowie die Unterstützung offener Hardware- und Softwareansätze wie RISC-V.
Für den Gaming-Bereich ergeben sich daraus vorerst nur indirekte Perspektiven. Eine stärkere politische Verankerung von Open Source könnte langfristig die Akzeptanz von Linux im Desktop-Umfeld erhöhen. Davon könnten auch Gaming-orientierte Distributionen wie SteamOS, Bazzite oder Nobara profitieren. Allerdings ist offen, ob politische Strategien diesen Trend aktiv beschleunigen können oder lediglich begleitend sind.
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Quelle: LWN, European Comission

Ich habe in einer Behörde mitgemacht wenn man zwingend etwas selber entwickeln wollte anstatt eine Branchenlösung anpassen zu lassen.
Btw der Privatanwender nutz ja Windows nicht weil es das Amt vor Ort auch nutzt. So wird es auch bei GNU/Linux sein.
Ich habe in einer Behörde mitgemacht wenn man zwingend etwas selber entwickeln wollte anstatt eine Branchenlösung anpassen zu lassen.
Btw der Privatanwender nutz ja Windows nicht weil es das Amt vor Ort auch nutzt. So wird es auch bei GNU/Linux sein.
Ich weiß das ist ein Traum der wahrscheinlich nie wahr wird. Allein in D kommen die Bundesländer schon auf keinen gemeinsamen Nenner. Zusätzlich wird MS lobbieren wie sonst was um das zu verhindern. Dass das funktioniert zeigt die aktuelle Abschwächung des AI ACT.
Wobei ich es insgesamt ohnehin für das vernünftigste Vorgehen halte, so eine Umstellung in kleinen Schritten anzugehen. Sprich zuerst bei der eingesetzten Software und wenn diese Umstellung vollzogen ist, dann ggf. auch die Betriebssysteme bei den Clients. Ein solches Vorgehen zeigte sich ja auch bei der Umstellung welche die französische Gendarmerie (nicht zu verwechseln mit der franz. Polizei) vor über zwei Jahrzehnten begonnen und durchgezogen hatte.
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