Linux Mint 23: Schnelleres Nemo, Wayland und neuer Installer
Das Entwickler-Team von Linux Mint hat seinen Ausblick auf Linux Mint 23 konkretisiert: Die für Weihnachten 2026 geplante Version setzt auf Ubuntu 26.04, beschleunigt Nemo und bringt ein eigenes Screenshot-Werkzeug sowie WPA3-Unterstützung.
Linux Mint 23: Ausblick auf die nächste Cinnamon-Version
Das Team hinter Linux Mint hat im monatlichen Entwickler-Update für Mai 2026 die Neuerungen für das kommende Linux Mint 23 mit Cinnamon-Desktop vorgestellt. Die nächste Hauptversion setzt auf das aktuelle Ubuntu 26.04 LTS ("Resolute Raccoon") mit dem Linux-Kernel 7.x auf und soll wohl rund um Weihnachten 2026 fertig sein.
Wer nach dem Support-Ende von Windows 10 nicht auf Windows 11 wechseln möchte und einen unkomplizierten Umstieg sucht, bekommt damit einen frühen Blick auf die nächste Ausgabe der als besonders einsteigerfreundlich bekannten Distribution.
Nemo wird schneller: Linux Mint 23 streicht die Denkpausem
Rund 200 Millisekunden Verzögerung lagen unter Cinnamon 6.6 zwischen dem Klick auf einen Ordner und dessen Anzeige im Dateimanager Nemo. Diese feste Wartezeit sollte ein gleichmäßiges Rendering sichern, ließ das Navigieren im Alltag aber träge wirken. Künftig rendert Nemo je nach Situation unterschiedlich und zeigt viele der Ordner ohne Verzögerung an. Das Ergebnis: Schnelle Reaktionen auf Eingaben.
Quelle: Linux Mint
Linux Mint 23 mit Cinnamon-Desktop erhält eine verbesserte neue Suchfunktion.
Auch die interaktive Suche wird umgebaut. Bislang erschien beim Tippen ein kleines Eingabefeld unten rechts, von welchem aus man sich mittels der Pfeiltaste durch die Treffer hangelte. Linux Mint 23 ersetzt das durch eine deutlich besser sichtbare Suchleiste, welche die Ordneransicht live filtert und nur noch die passenden Suchergebnisse und Dateien anzeigt. Das wirkt deutlich aufgeräumter.
Cinnamon: Linux Mint 23 poliert den Desktop
Ein eigenes Screenshot-Werkzeug ist die auffälligste Neuerung an der Oberfläche von Linux Mint 23. Die Fensteraufnahmen entstehen wahlweise mit oder ohne Schatten, Bildschirmfotos erfassen entweder alle Monitore oder nur einen einzelnen, und Ausschnitte lassen sich vor dem Speichern zuschneiden. Der Umweg über Bildbearbeitungsprogramme entfällt damit für viele kleine Aufgaben.
Quelle: Linux Mint
Linux Mint 23 zeigt Systeminformationen an und erhält überarbeitete Dialoge.
Bei den System-Dialogen setzt Cinnamon auf verschiebbare Fenster: Sie bleiben im Vordergrund, sperren den Bildschirm aber nicht mehr. Ein Hinweis lässt sich so zur Seite schieben, während man kurz in einer anderen Anwendung nachsieht. Beim dunklen Mint-Y-Theme wurden Farben und Kontraste verbessert; Rahmen, Baumansichten und Listen erhalten indes leicht abgerundete Ecken.
Wayland, neuer Installer und Ubuntu-26.04-Fundament
Vom Installer bis zum Display-Server greift Linux Mint 23 tief in den Unterbau ein. Cinnamon soll vollständigen Wayland-Support samt eines neuen, Wayland-fähigen Bildschirmschoners erhalten, während die verbliebenen X.Org-Abhängigkeiten nach und nach wegfallen. An der bekannten Linie ändert sich derweil wenig: Die Pakete liefert Ubuntu 26.04 LTS, Snap bleibt deaktiviert, und Flatpak ist nach wie vor die bevorzugte Quelle für zusätzliche Software.
WPA3 und ein Sicherheitsleck in Xreader
WPA3 und OWE ziehen mit Linux Mint 23 in Cinnamon ein. WPA3 ist der aktuelle WLAN-Sicherheitsstandard, OWE verschlüsselt offene Netze ohne klassisches Passwort; auf modernen Routern und in öffentlichen Netzen harmoniert das Betriebssystem dadurch besser.
Aus demselben Entwickler-Update stammt zudem ein Sicherheitshinweis: Im Dokumentbetrachter Xreader wurde eine schwere Lücke geschlossen. Eine präparierte PDF-Datei konnte Schadcode ausführen, sobald man sie öffnete und darin einen manipulierten Link anklickte (CVE-2026-46529).
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Quelle: Linux Mint

Das müsste man sich ehrlicherweise einmal näher anschauen, sie werben ja mit Stabilität trotz des Rolling Release Modells und es gibt anscheinend so einige, die sehr begeistert von der Distribution mit dem runit init Sys sind.
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Edit: Demnächst mal anschauen.