Fedora Workstation 44: Populäre Distribution als Beta freigegeben
Fedora Workstation 44 ist die nächste Ausgabe der populären Linux-Distribution, die auch Gaming-Distributionen wie Bazzite und Nobara Linux als Basis dient. Dem finalen Release, der für Ende April vorgesehen ist, geht nun eine Beta voraus.
Fedora Workstation 44 ("F44") ist die nächste Ausgabe der auch hierzulande äußerst populären Linux-Distribution, welche bekanntlich auch den Gaming-Distributionen wie Bazzite und Nobara Linux als verlässliche Basis dient. Dem finalen Release, welcher für Ende April vorgesehen ist, geht jetzt eine erste Beta-Version des quelloffenen Betriebssystems voraus. Ein aktueller Linux-Kernel und frische Versionen der Benutzeroberflächen Gnome, KDE Plasma und Budgie sind mit an Bord.
Wie üblich ist die neueste Beta-Version von Fedora für eine Vielzahl bekannter Hardware-Architekturen verfügbar und bietet Anwender einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Version 44. Als Basis für Fedora Workstation 44, Fedora Server 44 und die zahlreichen weiteren Geschmacksrichtungen ("Flavours") dient der aktuelle Betriebssystemkernel Linux 6.19. Bei den Desktop-Umgebungen kommen die nachfolgenden neuen Schwergewichte aus der Linux-Welt zum Einsatz:
- Gnome 50
- KDE Plasma 6.6
- Budgie 10.10
Die Entwickler nennen für Fedora Workstation 44 die nachfolgenden Highlights.
Der YouTube-Kanal Mattscreative stellt die Beta von Fedora Workstation 44 im Detail vor und liefert entsprechende Impressionen.
Das 2,6 GiByte große Systemabbild der Beta von Fedora 44 Workstation steht ab sofort zum Download bereit und kann absolut risikolos als Live-Betriebssystem von einem USB-Speichermedium ausprobiert und auf Wunsch installiert werden.
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Quelle: Fedora-Projekt

Wenn man nur bleeding edge ohne jedweden Kompromiss zocken will, dann bleibt man eh bei Windows.
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Fedora ist hier jetzt das Thema. Es geht um ein System, dass als Basis für diverse Distros dient, die ihren "Markenkern" auf Gaming mit diversen Detailoptimierungen gelegt haben, welche man aber auch ohne weiteres mit dem Ursprungssystem haben kann - mit noch nicht mal viel Aufwand.
Was Updates als auch Upgrades betrifft, so gibt es im Linux-Kosmos zwei Konzepte.
Fedora hat (wie z.B. auch ein Ubuntu - oder kleiner auch das Wine-Projekt oder die Kernelentwicklung oder gar Windows!) recht zyklische Update-/Upgradefolgen. Zwischen diesen Zeitpunkten gibt es eine Testing-Version oder Release Kandidaten oder wie auch immer man das in einem Projekt nennt, wo Leute nach Fehlern suchen können, Tickets aufmachen können, damit beim nächsten Ausrollen des Updates/Upgrades möglichst wenig Fehler auftreten. Das heißt aber noch lange nicht, dass es keine oder gar weniger Fehler gibt. Es ist einfach eine bestimmte Art von Arbeitsablaufprozess.
Arch (als Stammdistro), EndeavourOS, CashyOS und ein bisschen auch Manjaro machen das anders. Bei Manjaro bekommt man die Updates auch etwas verzögert, aber die anderen bedienen sich dem AUR* oder auch direkt github*, wo einzelne Entwickler ihre Updates bereitstellen und direkt von dort im eigenen System auf dem aktuellsten (Feature-)Stand gehalten werden. Wir reden hier aber nicht von unkontrolliertem Wildwuchs, wo jeder mach wonach ihm/ihr/es der Sinn steht. Die Arch-Community achtet sehr genau darauf, ob Pakete Schrott sind oder nicht. Ebenso kümmert sich das Arch-Team um das Coresystem mit allen zum Betrieb notwendigen Komponenten, damit es eben NICHT zu dem kommt, was du mit diesen Worten beschreibst.
Ja, zwar fallen die großen Versions-Upgrades weg, doch dafür holt man sich das Risiko des "Bleeding Edge" ins Haus. Das hat mir in den letzten 25 Jahre (beginnend mit gentoo linxu) bereits die ein oder andere Nacht gekostet. Bei Distros wie Gentoo, Arch (derivate) landen Pakete oft nahezui ungetestet im Repo. Da passiert es deutlich häufiger, dass nach einem normalen pacman -Syu plötzlich der X-Server nicht startet, ein Treiber zickt oder Software-Regressions auftreten.
Bei Point-Release-Distros wie Debian Stable (derivate) und Fedora werden die Pakete innerhalb einer Version meist nur noch mit Sicherheitsupdates versorgt. Das System bleibt über Monate hinweg vorhersehbar.
Für jemanden, der auf einen funktionierenden Rechner angewiesen ist und nicht ständig Lust auf Fehlersuche nach einem simplen Update hat, ist ein Rolling Release eher das Gegenteil von stressfrei.
Eines kann ich dir sagen, ich hatte in den 25 Jahren sei dem ich Debian als Server verwenden weniger Stress mit Major Upgrade als mit Bleeding-Edge von gentoo und Archlinux.
Wenn man nur bleeding edge ohne jedweden Kompromiss zocken will, dann bleibt man eh bei Windows. Für alle anderen gibt es diese Alternativen, die hier so toll in den letzten Monaten vorgestellt werden. Wenn jetzt noch aufgehört wird mit Plattitüden und immer den gleichen unreflektierten Meinungen um die Ecke zu kommen, dann würde das Thema deutlich an Mehrwert gewinnen! Besonders für die von dir erwähnten "Linux-Neulinge".
* kann man bei Bedarf auch mit Manjaro machen