CachyOS: Gaming-Distribution dominiert auch Workstation-PCs
Auf der neuen System76 Thelio Major mit AMD Ryzen Threadripper 9980X setzt sich die Gaming-Distribution CachyOS in den jüngsten Phoronix-Benchmarks klar gegen Arch Linux, Ubuntu 26.04 LTS und Pop!_OS 24.04 durch.
Phoronix hat einen umfangreichen Distro-Benchmark veröffentlicht, welcher die Performance der populären Gaming-Distribution CachyOS mit Arch Linux, dem neuen Ubuntu 26.04 LTS alias "Resulute Raccoon" und dem aktuellen Pop!_OS 24.04 LTS mittels einer identischen Hardware-Konfiguration vergleicht.
Phoronix-Benchmarks: CachyOS dominiert auf der Workstation
Als Testplattform diente Tester Michael Larabel die neue Workstation Thelio Major von System76 mit dem AMD Ryzen Threadripper 9980X alias "Shimada Peak" und der professionellen AMD Radeon AI Pro R9700 mit 32 GiB für einen vollständig offenen AMD-Linux-Stack. CachyOS in seiner derzeitigen Konfiguration mit Linux 7.0, dem freien Mesa-Grafikstack 26.1 und GCC 16.1 setzt sich dabei in nahezu allen Disziplinen mit deutlichem Vorsprung an die Spitze des Vergleichs.
AMD Ryzen Threadripper 9980X und Radeon AI Pro R9700
Die Thelio Major des US-Systemdistributors System76 setzt auf den pfeilschnellen AMD Ryzen Threadripper 9980X, welcher seit Juli 2025 mit 64 Zen-5-Prozessorkernen die Flaggschiff-CPU von AMDs HEDT-Plattform stellt. Hinzu kommen 128 GiB DDR5 in einer Quad-Channel-Konfiguration mit 5.600 MT/s sowie eine Radeon AI Pro R9700 als professionelle Workstation-Grafikkarte. Die Hardware wurde von System76 bereitgestellt, während sämtliche Linux-Distributionen in ihrem jeweiligen Auslieferungszustand ohne Tweaks miteinander verglichen wurden.
Distributionen im Vergleich: Wo sich CachyOS absetzt
CachyOS gewinnt den überwiegenden Teil der Phoronix-Test-Suite-Disziplinen und sichert sich im geometrischen Mittel klare Vorsprünge auf Arch Linux, Ubuntu 26.04 LTS und Pop!_OS 24.04. Während Arch Linux dank des gemeinsamen Unterbaus erwartungsgemäß auf Platz zwei landet, fallen die beiden Ubuntu-Derivate in zahlreichen Workloads spürbar hinter die Gaming-Distribution zurück.
Quelle: Phoronix
Die Linux-Benchmarks von Phoronix sehen mit CachyOS einmal mehr einen klaren Sieger.
Den größten Abstand legt CachyOS in Compute-Workloads, Multithread-Renderern und Spiele-Benchmarks zwischen sich und die Konkurrenz und profitiert nach wie vor vom aktuelleren Software-Unterbau gegenüber den LTS-Mitbewerbern. Aber auch das ebenso aktuelle Arch Linux hat gegenüber der Gaming-Distribution das Nachsehen.
Linux 7.0, Mesa 26.1 und GCC 16.1 als Performance-Garanten
Hinter dem Vorsprung steht der hauseigene Kernel linux-cachyos auf Basis des aktuellen Linux 7.0, welcher die mittlerweile in den Upstream-Kernel gewanderten Scheduler-Patches sowie eigene Latenz-Optimierungen mitbringt.
Das gesamte Userland ist mit GCC 16.1, LTO und BOLT für die Mikroarchitekturen x86-64-v3 und x86-64-v4 vorkompiliert; Glibc, Mesa 26.1 und sämtliche Performance-relevanten Bibliotheken liegen damit in einer Form vor, die Arch Linux und die Ubuntu-Ableger derzeit so nicht ausliefern. Bereits seit dem April-Release setzt CachyOS zudem auf Propeller in Verbindung mit AutoFDO, was je nach Arbeitslast einen Durchsatzgewinn von rund 10 Prozent gegenüber Linux 6.x ermöglicht.
CachyOS auf der Workstation: Die neue erste Wahl
Wer einen Workstation-PC mit AMD Ryzen Threadripper 9000 betreibt oder mit der Thelio Major liebäugelt, erhält mit CachyOS ohne weiteres Zutun das schnellste der getesteten Systeme. Die ohnehin starke Hardware-Basis lässt sich damit gegenüber Pop!_OS, welches System76 selbst als Standard-Distribution ausliefert, durch den Wechsel auf CachyOS in vielen Workloads spürbar beschleunigen. Für Spieler naheliegende, wird CachyOS jetzt auch zur ersten Wahl für Workstation.
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Quelle: Phoronix


Hab das gerne gelesen und studiert in meinem Studien (Computernetzwerk von A. Tanenbaum
Aber wirf verantwortungsvollen Entwicklern nicht vor, sie würden es sich zu einfach machen, frei nach dem Motto
"das haben wir schon immer so gemacht".
Aber das Thema ist halt auch durch.
Konkretes Beispiel? Es werden immer noch Schnittstellen gebaut, die Daten erst einmal einfach ablegen. Der Folgeprozess läuft (meist) zeitgesteuert los. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und wage zu behaupten, dass solche Lösungen gerne Nachts loslaufen und irgendwelche Aufträge verarbeiten. Wenn eine vermeintliche Kleinigkeit 2-3 Tage braucht, dann liegt es vielleicht am Timing der Systeme. Es mag Gründe dafür geben. Aber bestimmt auch reichlich dagegen. Und vielleicht auch etwas Komplexität.
Und wenn es etwas gibt, dass alt, aber mit verdammt viel Weitsicht gebaut wurde, dann sind es Netzwerkprotokolle. Ich schätze es wirklich sehr, wie vielfältig und robust z.B. das Internet Protocol (4) gebaut ist, dass es wirklich viele Fälle vorgesehen hat und mit Masking auch viel auf Hardwareebene oder Bit-Arithmetik möglich machte.
Aber Du meintest doch, wenn Code besser geschrieben wäre, dann müssten theoretisch auch höhere compiler Optimierungen "gefahrlos" möglich sein.
Frommer Wunsch. Das ist aber eher eine Idealvorstellung, die realistisch betrachtet so schnell nicht eintreffen wird.