PCGH antwortet: Schwere PC-Lüfter wie Alphacool Apex Stealth Metal - ein Problem für CPUs?
Tag für Tag erhält PCGH Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. Heute beantwortet PCGH die Frage, ob schwere PC-Lüfter zu problematischem Druck auf die CPU führen können.
Alphacool hat mit den Apex Stealth Metal neue Lüfter vorgestellt, die im ersten Test spannende Erkenntnisse aufwiesen. Das führte zu einer interessanten Leserfrage, die wir an dieser Stelle beantworten möchten.
MisterMaa, per Frage im Extreme-Forum:
"Frage hierzu: Diese Lüfter sind ja ganz schön schwer. Kann das zu Problemen mit dem Druck auf die CPU führen, wenn ich zum Beispiel zwei von diesen Lüftern an einen Noctua NH-U12A montiere?"
Die Antwort von Torsten Vogel (Fachgebiet Kühlung):
"Solange das System nicht bewegt wird, macht das Gewicht von Kühlern einen vergleichsweise geringen Unterschied. Intel spezifiziert als Belastung durch Kühler aktuell 0 bis 222 N. AMD-Angaben gibt es nur für Kühler-Hersteller. Hinzu kommen bei Sockel-1700-CPUs noch 490 N durch den ILM, der den Prozessor in den Sockel drückt. Zusammen entspricht das der Gewichtskraft einer Masse von rund 60 kg. Zwar kann man das in einem aufrechten PC-Gehäuse nicht 1:1 auf das Kühlergewicht umrechnen, denn Tower-Kühler haben eine ordentliche Hebelwirkung und verteilen ihre Gewichts-bedingte Kraft auch nicht gleichmäßig über die CPU. Aber selbst wenn diese Geometrie die einwirkenden Kräfte um Faktor 10 verstärken sollte, machen zweimal 300 g Lüfter keinen großen Unterschied bei der statischen Belastung in Ruhelage.
Anders sieht dies in Bewegung aus. Jenseits der statischen Spezifikationen gibt es Reserven für dynamische Belastungen, wenn ein PC mit montiertem Kühler Transport-Gerüttel ausgesetzt ist oder gar aus einer variablen Höhle unsanft auf dem Boden abgesetzt wird. Hier plant Intel mit maximal 550 g für Kühlköper und Lüfter zusammen. Für Tower-Kühler, die gegenüber einem typischen Intel-Boxed-Modell einen wesentlich längeren Hebel darstellen, raten die Hersteller teils bei noch niedrigerem Gewicht zu einer Demontage vor Transporten und einige Komplett-PC-Versender arbeiten schon in der 400-g-Klasse mit passgenauen Formteilen, die den Kühler im Gehäuse abstützen. Die 150 g Mehrgewicht eines Alphacool Stealth gegenüber beispielsweise einem Arctic P12 stellen an dieser Stelle also eine deutiche Steigerung dar und mahnen zu besonderer Vorsicht, wenn der Rechner bewegt wird. Gegenüber zwei Noctua NF-A12x25 auf einem NH-U12A kommt man ebenfalls auf rund 140 g Mehrgewicht nach Herstellerangaben, allerdings liegt die Ausgangsmasse auch schon bei 1.150 g. Man sollte also ohnehin Vorsicht walten lassen."
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Interessant finde ich jedenfalls das Video von Der8auer zu den Lüftern:
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Zieh, wenn die Verschraubung des Kühlers das hergibt, die obere oder die oberen Schrauben ca. eine halbe Umdrehung mehr an als die unteren. Damit kompensiert man das Biegemoment, was der Kühler einleitet und macht die Belastung des Kühlers auf die CPU gleichmäßiger. Ich hab das hier mal im Forum vor Jahren gelesen. Im Bild siehst Du das "Problem". Die Vorspannkraft der Schrauben zusammen mit dem Biegemoment des Kühler führt zu einer ungleichmäßigen Flächenbelastung der CPU. Die bekommt unten viel mehr Kraft ab als oben. Entsprechend zieht man die oberen Schrauben etwas stärker an. Klappt natürlich nicht bei allen Kühlern. Vele verschrauben mit zwei Schrauben auf horizontaler Ebene und nicht auf vertikaler.
Du sieht das im Bild 2: In der Berechnung ist die Verschraubung gleichmäßig. Würde man oben anstatt mit 120N mit 130N ins System gehen und unten mit 110N anstatt 120N, wäre die Belastung auf die CPU wieder gleichmäßig. Dazu muss man sich kurz Gedanken und Gewicht des Kühlers, Schwerpunkthöhe und Basislänge der Verschraubung machen.
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In dessen Kommentaren meinte der Hersteller, dass diese Kühler wegen der geringen Mehrleistung beim CPU-Kühlen (man wäre bei Luftkühlung nahe am physikalischen Limit) erstmal nicht für gedacht sind. Aber wenn der Markt es möchte, schauen sie auch danach. Meine ich mich zu erinnern.
Ich warte erstmal auf die 140er Versionen Richtung März oder später, bevor ich einen Kaufentscheid treffe.
Finde so Leserfragen als Auflockerung der News ganz gut.
Bereits im Jahr 2010 hatte ich mit meinem zusammengeschraubten Rechner aus selbst ausgesuchten Komponenten von Anbeginn Probleme mit der kompletten RAM Erkennung. Von den 12 GB wurden nur 8 GB erkannt.
Viel hin- & hergeschreibe mit diversen Herstellern und flashen experimenteller BIOS Versionen brachte kein Erfolg.
Ein Jahr später habe ich einfach mal den 800 Gramm schweren Kühler "Xigmatek Thor's Hammer", der nur mit einem Lüfter (ausreichende Kühlung) von mir ausgestattet wurde, vom CPU Core i7-950 abgenommen und siehe da meine ganzen 12 GB RAM wurden erkannt.
Seither habe ich den Kühler lockerer auf dem CPU verschraubt. Dazu mußte ich dennoch die Spannung im BIOS etwas erhöhen. Nur ab und an gibt es mal Probleme mit der vollen Speichererkennung; dann muß ich mal am Kühler "wackeln" und den Rechner neu starten.
Nach über 13 Jahren geht der Rechner aber im neuen Jahr in Rente, denn ich habe mir einen neuen Rechner mit 96 GB RAM, diesmal aber mit Verzicht auf schweren Kühlblock vorzugsweise einer Wasserkühlung und somit leichterer weniger CPU Belastung zusammengebaut, bei dem keine Probleme vorkommen.
Interessant finde ich jedenfalls das Video von Der8auer zu den Lüftern:
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