PCGH History: Die Geschichte der optischen Laufwerke
Optische Laufwerke und die dazu gehörenden Datenträger entwickelten sich zu einem der wichtigsten Speichermedien der Computergeschichte. PC Games Hardware wirft einen Blick auf Entwicklung und Highlights.
Technische Highlights
Kenwood DRU-421 - Das schnellste CD-ROM-Laufwerk aller Zeiten
Mit dem DRU-421 hob Kenwood das schnellste CD-ROM-Laufwerk aller Zeiten aus der Taufe. Dank der True-X-Technologie von ZEN wurden mittels Multibeam mehrere Stellen auf dem Datenträger abgetastet. Die Vorteile lagen auf der Hand: hohe Datenübertragungsraten von bis zu 11 MByte pro Sekunde und ein niedriger Geräuschpegel durch die geringe Rotation von 2.700 Umdrehungen pro Minute (52-fach-Laufwerke erreichen bis zu 10.000 Umdrehungen).
Die Technik war jedoch anfällig: Funktionierte der Multibeam mit gepressten CDs relativ gut, so musste er allzu oft bei CDRs klein beigeben und erreichte nicht mehr seine volle Leistungsfähigkeit. Der Grund hierfür ist in der niedrigeren Reflektionsstärke der CDR zu suchen.
Leistungsvergleich: Kenwood 72x gegen Sony 40x (Bild: pcstats.com)
Leistungsvergleich: Kenwood 72x gegen Sony 40x (Bild: pcstats.com)
Yamaha CRW-F1 - Der tätowierende CD-Brenner
Auch Yamaha konnte mit dem CRW-F1 ein technisches Highlight setzten. Erstmals war es möglich, auf dem Dye einer CD Text und Bilder unterzubringen, die mit dem Laser aufgetragen wurden. Unter Verwendung von dunkelblauen AZO-Rohlingen ließen sich die Ergebnisse durchaus sehen. Zudem genoss der CRW-F1 den zweifelhaften Ruf, sämtliche Kopierschutzmechanismen auf Audio-CDs zu umgehen.
Besitzer waren zu Recht stolz auf ihr kleines Wunderwerk, aber mehr als ein nettes Feature war es letztendlich nicht. Das Laufwerk war relativ teuer, und das Brennen der "Disk-T@2"s brauchte je nach Größe seine Zeit. Zudem barg die Technik auch einige Tücken. Raum für Bilder und Text konnte nicht mit Daten beschrieben werden. Nach dem CRW-F1 beendete Yamaha sein Engagement im Bereich der optischen Laufwerke.
Yamaha CRW-F1: Eines der technischen Highlights
Yamaha Disk-T@2 auf einem Azo-Rohling
Plextor Plexwriter Premium - schneller Nobelschlitten
Auch Edel-Hersteller Plextor hatte immer ein technisches Vorzeigeprodukt im Programm. Mit dem Plexwriter Premium stellte man den krönenden Abschluss der CD-ROM-Ära vor. Die Feature-Liste war lang: Neben der Qualitätsüberprüfung beherrschte das Laufwerk auch Gigarec, was es ermöglichte, bis zu 1,2 Gigabyte Daten auf eine CD-ROM zu pressen. Auch bei der Brenngeschwindigkeit lag der Plexwriter im obersten Feld: 52/32/52 waren seine Maße.
Aber auch bei diesem Laufwerk schreckte der hohe Preis die meisten Käufer ab. Zu gering waren die echten Vorteile gegenüber den normalen CD-Brennen, die für etwa die Hälfte des Preises erworben werden konnten.
Brenner vom Feinsten: Plextor Plexwriter Premium mit einigen einzigartigen Features. Auch der Preis war Premium. (Bild: prohardver.hu)
Die Verpackung des Nobel-Schlittens von Plextor. (Bild: prohardver.hu)
Ein abschließender Streifzug durch die Galerie lohnt sich. Hier finden Sie noch mehr Bilder aus der Geschichte der Laufwerke.
