Das Ende einer Ära? Sony stellt die Produktion von Blu-ray-Discs bald ein
Sony Japan hat angekündigt, die Produktion von vier physischen Medienformaten einzustellen, darunter auch Blu-ray-Discs. Es wird auch keine "Nachfolgemodelle" mehr geben.
Gerade für Fans von alten Computern, Konsolen oder Filmen sind physische Datenträger in Form von optischen Medien oder Cartridges aus keiner Sammlung wegzudenken. Doch die Tech-Branche ist schnelllebig, und physische Medien sind ein Auslaufmodell. Die Zukunft gehört dem rein digitalen Vertrieb, wie unzählige Online-Stores wie Steam und Streaming-Dienste aller Art eindrucksvoll beweisen. Nun kündigt Sony die Einstellung mehrerer physischer Medienformate an, darunter auch Blu-ray-Discs.
Sony: Produktion von Blu-ray-Discs, Mini-Discs und MD-Data- sowie Mini-DV-Kassetten wird eingestellt
Im Rahmen einer kurzen Pressemitteilung auf der japanischen Sony-Webseite geht jetzt auch das Unternehmen den nächsten Schritt, der das sprichwörtliche "Ende einer Ära" markiert. Denn bereits im Februar dieses Jahres stellt der große Elektronikkonzern mit Hauptsitz im Tokioter Stadtteil Minato die Produktion von vier physischen Medienformaten ein: Blu-ray-Discs, Mini-Discs und MD-Data- sowie Mini-DV-Kassetten.
"Vielen Dank, dass Sie Produkte von Sony verwenden.
Ab Februar 2025 werden wir die Produktion aller Modelle von Blu-ray-Disc-Medien, Mini-Disc-, MD-Data- und Mini-DV-Kassetten einstellen. Bitte beachten Sie, dass es keine Nachfolgemodelle gibt.
Wir möchten uns bei den vielen Kunden bedanken, die unsere Produkte geschätzt haben."
- Pressemitteilung von Sony Japan (mittels maschineller Übersetzung)
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Damit beendet Sony die Produktion von Blu-ray-Discs nach nahezu zwanzig Jahren der Herstellung dieses optischen Mediums. Als Begründung nennt das japanische Unternehmen, dass "die Nachfrage zurückgegangen sei" und Blu-ray-Medien die "Geschäftsziele" nicht mehr erfüllen würden (via Tech Powerup). Allerdings geht aus der maschinellen Übersetzung des Textes nicht eindeutig hervor, ob dies nur Aufnahmemedien betrifft, oder auch bespielte Medien hiervon betroffen sind, wie Tom's Hardware anmerkt.
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Quellen: Sony Japan via Tech Powerup, Tom's Hardware

Die Blu-ray krankte halt auch an ihrem Kopierschutz und den Länderversionen. Hatte selbst schon das Problem, dass man sich mal einen Film auslieh und dann war er mit dem Player zu Hause nicht abspielbar – nein danke, bei DVD gab es dieses Dilemma nicht. Bei Streaming sowieso nicht...
Ich möchte auch gar nicht wissen, auf wie vielen Blu-rays das neue GTA 6 erscheinen müsste. Hat da echt noch jemand Bock, mit zehn oder noch mehr Scheiben zur Installation herumzuhantieren? Also ich nicht.
So lange es ein separates oder integriertes Laufwerk für die Generation gibt sind sie auf Rohlinge angewiesen, um für diese Generation Games auf Disc zu produzieren. GTA 6 wird auf einer einzelnen UHD Blu Ray Disc für die PS5 erscheinen, das steht schon fest.
Wie es bei der PS6 aussieht, steht auf einem ganz anderem Blatt. Aktueller Supportende der PS5 ist Ende 2027.
Ich bin seit Jahren Blu Ray Nutzer und hatte nie mit meinen Playern Probleme mit den Länderversionen. Ebenso nicht bei Nativ gekauften Blu Rays aus den USA.
Streaming an sich hat gravierend andere Probleme, das fängt bei Kunden verarsche an. UHD Qualität gebucht, der Laie erkennt es nicht mal das er keine UHD Qualität auf dem Monitor hat. Stellenweise gibt aber auch nur fokussierte Qualität, Ränder unscharf und Pixelig.
Gerne wird das Problem dann bei Glasfaster 1 GBit auch auf die langsame private Internetleitung seitens Netflix Support geschoben.
Das als Fortschritt zu betitteln... also mein Konto sagt Rückschritt!
Und bei Streaming hast du Geoblocking, das in weit größerem Umfang zum Einsatz kommt und das sich nur mit VPN oder Piraterie umgehen lässt – wobei VPN-Nutzung aus Sicht der Contentmafia auch schon als „Piraterie“ zählt.
Die Blu-ray krankte halt auch an ihrem Kopierschutz und den Länderversionen. Hatte selbst schon das Problem, dass man sich mal einen Film auslieh und dann war er mit dem Player zu Hause nicht abspielbar – nein danke, bei DVD gab es dieses Dilemma nicht. Bei Streaming sowieso nicht...
Ich möchte auch gar nicht wissen, auf wie vielen Blu-rays das neue GTA 6 erscheinen müsste. Hat da echt noch jemand Bock, mit zehn oder noch mehr Scheiben zur Installation herumzuhantieren? Also ich nicht.
Ich denke, dass Bequemlichkeit auch der größte Feind der Freiheit ist, aus denselben Gründen.
Für’s Erste mag es nur die Rohlinge betreffen, die zugegebenermaßen seit knapp 20 Jahren gegen Festplatten kein wirklich konkurrenzfähiges Backup-Medium mehr sind, und bis auf die CD, die selbst als gepresster Tonträger mittlerweile am Markt kaum noch eine Rolle spielt, wird sich kaum jemand mit seinem Brenner noch „echte“ Video-DVDs oder -BDs erstellen, wo eine MP4-Datei heute weitaus handlicher ist. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis Sony auch der industriellen Blu-ray den Stecker ziehen wird. Und leider gibt ihnen der Massenmarkt auch noch recht, weil nur wenigen Leuten wirklich die Konsequenzen einer solchen Entwicklung klar sind – Streaming ist ja sooooo bequem!
Schon jetzt ist es üblich, dass Filme und Serien wegen abgelaufener Lizenzen, die auch niemand erneuern will, auf Nimmerwiedersehen verschwinden (zumindest auf den offiziellen Kanälen); und mittlerweile sind Firmen wie Sony auch so dreist, ihren Kunden selbst den Zugriff auf Content, den diese dem eigenen Wortlaut des Anbieters nach „gekauft“ haben, wieder zu entziehen, mit Verweis auf Seite 88 in der EULA, wo drinsteht, dass sie sich das Recht herausnehmen, etablierte Begriffe mit einer juristisch wohldefinierten Bedeutung ihrem Gutdünken nach umzudeuten. Filme werden offen oder klammheimlich einfach mal nachträglich geändert und zensiert und die alten Fassungen aus dem Verkehr gezogen – Star-Wars-Fans können ein Lied davon singen, aber auch Disney hat diesbezüglich eine lange Chronik, insbesondere bei deutschen Synchronfassungen, von denen „Arielle“ nur der Fall mit der größten Aufmerksamkeit war. Dass solche Maschen überhaupt von so vielen Menschen stillschweigend hingenommen werden, kann ich mir nur damit erklären, dass wir mittlerweile so mit Content von allen Seiten bombardiert werden, dass immer genug Ablenkung vorhanden ist – es ist schon jetzt mehr da, als der Einzelne im Leben einmal konsumieren kann, da kommt es ihm auf einen Film mehr oder weniger auch nicht an, wenn er sich nicht gerade besonders dafür interessiert. Und die Zeit, die er aufwenden müsste, um sich dagegen zu wehren, kann er auch damit verbringen, seine Watchlist abzuarbeiten, die schneller wächst als er schauen kann – einmal mehr hat die Bequemlichkeit über die Freiheit gesiegt.
Wie wird das dann erst aussehen, wenn die Industrie keine physischen Kopien mehr herausgibt, die der Endverbraucher außerhalb ihres Einflussbereichs aufbewahren und nutzen kann, und damit ihren feuchten Traum Wirklichkeit werden lässt – absolute Kontrolle über allen Content?
Physische Kopien retten Kultur. Von „Nosferatu“ wissen wir heute nur, weil diverse Kinobetreiber ihre Filmkopien vor der gerichtlich angeordneten Vernichtung versteckt haben.
Die einzige valide Alternative zu Discs wären für mich DRM-freie MP4-Files oder MKV-Files in gleicher Qualität, inklusive Surround-Ton/Atmos, HDR, 3D (bei älteren Filmen) etc.. Und die wird uns die Industrie erst recht nicht geben, wo sie schon Blu-rays und DVDs mit Abspielschutz bis zum gehtnichtmehr gespickt und bei UHD (siehe unten) nochmal mächtig einen draufgesetzt hat. Wenn es irgendwann keine neuen Discs mehr geben sollte, bleibt einem wirklich nur noch die hohe See.
Aber was ist eigentlich der Nutzen von 8K? Naja, wie bei 4K bereits bzw. generell höheren Auflösungen, bewirkt es eigentlich nur, dass man bei gleichbleibender Bilddiagonale den Sitzabstand reduzieren oder bei gleichbleibendem Sitzabstand ein größeres Bild haben kann, ohne das Pixelraster zu bemerken. Im Kino, wo ich den Sinn noch eher sähe, will niemand noch näher an die Leinwand, die erste Reihe ist traditionell für die Loser, die keine anderen Sitzplätze mehr bekommen haben. Wem Ton wichtig ist, der wird sich sowieso einen Platz in der Mitte, im Sweet Spot suchen. Schon jetzt ist in jedem vernünftig eingerichteten Kino mit 4K das Problem mit dem Pixelraster bei zu wenig Distanz gelöst.
Welches Problem will man damit im Heimbereich noch lösen? Die Vorreiter bei 8K-TV sind, wie so oft, die Japaner. Mit UHD reicht bereits die 1,5-fache Bilddiagonale als Sitzabstand, dass man das Pixelraster nicht mehr sieht. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, wie klein eine durchschnittliche japanische Wohnung verglichen mit unseren ist, da frage ich mich ernsthaft, was die sich da für Riesenoschis von Fernsehern reinstellen wollen, dass da eine ernsthafte Nachfrage nach 8K besteht.
Und dann bleibt natürlich noch die Frage, was ein 8K-Fernseher bringen soll, wenn das Material fehlt, mit dem man ihn bespielen will. Ich sagte, dass die Datenmengen im Profibereich schon kaum zu handhaben sind; im Consumerbereich muss man das auch noch in ein massenmarkttaugliches Format pressen. Wenn man die Datenmenge nicht vergrößern kann oder will (die Einschränkungen bei optischen Datenträgern mögen wegfallen, aber auch bei Streaming will Bandbreite eingespart werden), geht das nur durch effizientere Kompressionsverfahren. Oder man macht Abstriche bei der Qualität, was einen wieder zu der Frage führt, wozu man dann überhaupt 8K will.
Im Gaming-Bereich sieht es nicht besser aus. Schon jetzt hat man hardwareseitig Mühe, UHD auch nur mit 60 fps flüssig darzustellen, geschweige denn mit 120 fps und mehr. Raytracing und Pathtracing lassen den Bedarf an Rechenleistung so sehr ansteigen, dass entsprechende Spiele in dieser Auflösung selbst mit Nvidias Top-Grafikkarten ohne aktivierte „KI“-Schummeleien nicht spielbar sind. Und dann träumen Sony & Co. schon von 8K?
Aber gut. Andere Länder, andere Sitten. Wir bauen sinnlose Autos, die bauen sinnlose Fernseher.