"Metadaten gepaart mit Salon-Trick": Take-Two-Chef mit klarer Meinung zu KI
Strauss Zelnick äußert sich erneut deutlich zu künstlicher Intelligenz: Der Take-Two-CEO bezeichnet die Technologie als Kombination aus Metadaten und Zauberkunststück - nützlich für Effizienz, aber niemals kreativ.
Der Vorstandsvorsitzende von Take-Two Interactive, Strauss Zelnick, hat sich erneut zur Rolle von künstlicher Intelligenz in der Spieleentwicklung geäußert. Während seines Auftritts beim Paley International Council Summit im US-kalifornischen Menlo Park (via PC Gamer) bekräftigte er seine bereits seit Jahren vertretene Position: KI mag zwar Arbeitsprozesse optimieren, doch echte Innovation bleibt Menschen vorbehalten.
Zelnick bleibt seiner Linie treu
Laut Zelnick ist künstliche Intelligenz nichts anderes als "die Kombination großer Datensätze mit einem Haufen Rechenleistung innerhalb eines LLMs". Da Datensätze aber definitionsgemäß in die Vergangenheit blicken, Kreativität aber in die Zukunft, könne KI nichts anderes als ein bloßes Modell zur Vorhersage bleiben.
Dieser Ansatz funktioniert zwar gut, solange eine ausreichende Menge an eindeutigen Daten vorliegt, doch stoße die KI laut Zelnick eben an ihre Grenzen, sobald die Datenbasis unzureichend ist. Künstliche Intelligenz erscheine uns deshalb so außergewöhnlich, weil sie momentan eine "Kombination aus Metadaten und einem netten Salon-Trick" darstellt.
Lange soll dieser Eindruck nicht mehr bleiben, da wir uns laut dem Publisher-CEO "schon bald daran gewöhnen" werden. Trotz seiner dauerhaft kritischen Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz verschließt sich Zelnick dem Einsatz solcher Tools aber nicht komplett. Auch die Sorgen am Arbeitsmarkt hält er für unbegründet und zieht einen Vergleich mit der Landwirtschaft:
In 1865 waren 65 Prozent der US-Arbeitskräfte in der Landwirtschaft tätig. Heute produzieren wir Lebensmittel für Amerika und für den Rest der Welt. Und zwei Prozent der Arbeitskräfte sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Und ich fordere Sie heraus, jemanden zu finden, der Ihnen kürzlich gesagt hat: "Es ist so schrecklich, ich kann keinen Job als Landwirt bekommen."
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Mit Intelligenz hat das derzeit noch sehr wenig zu tun.