Sora: Erste KI-Werbung sorgt für große Bandbreite an Reaktionen
Auf X/Twitter geht derzeit ein Werbeclip viral, der wohl ausschließlich mithilfe des KI-Modells Sora von OpenAI erstellt wurde. Die Reaktionen auf den "Gründungsmythos" des Spielwarenhändlers Toys'R'Us fallen primär negativ aus.
Im vergangenen Februar hat das auf Künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen OpenAI ein neues Modell vorgestellt: "Sora" soll in der Lage sein, anhand von Text und Sprachen ganze Videos zu erstellen. Erste Beispiele hatte OpenAI schon zum damaligen Zeitpunkt mitgebracht - nun hat das erste "Unternehmen" einen vollkommen KI-generierten Werbeclip mit Sora erstellt. Auf der Plattform X/Twitter teilte der Nutzer "Mr_AllenT" den rund einminütigen Werbeclip, der den Toys'R'Us-Gründer Charles Lazarus als Kind zeigen soll.
Unternehmen steht hierbei bewusst in Anführungszeichen, denn eigentlich hat der Spielwarenhändler bereits 2017 Insolvenz angemeldet, an sich existiert die Marke also gar nicht mehr. Inzwischen liegt die Marke in den Händen des Investmentkonzerns WHP Global; in Deutschland wurden vorhandene Läden an das irische Unternehmen Smyths Toys verkauft.
Entsprechend handelt es sich beim obigen Clip um einen "Werbespot, der von niemandem gemacht wurde über eine Firma, die nicht existiert, und Kindheitsträume, die niemals wieder so passieren werden", wie etwa der Account Brenden Gallagher kritisiert. Wie unter anderem das Portal Kotaku erklärt, habe WHP Global für die Erstellung des Werbeclips mit der Firma "Native Foreign" zusammengearbeitet. Diese äußert sich auf der hauseigenen Webseite zum Video mit folgenden Worten:
Stellen Sie sich vor, wie aufregend es ist, einen jungen Charles Lazarus, den Gründer von Toys "R "Us, zu erschaffen und sich seine Träume für unsere kultige Marke und unser beliebtes Maskottchen Geoffrey the Giraffe in den frühen 1930er-Jahren vorzustellen.
Generell sind die meisten Kommentare zur KI-Werbung kritisch eingestellt. Neben der moralischen Komponente wird auch das reine Ergebnis moniert; so sind etwa Autos auf dem Bürgersteig geparkt oder Fahrräder "falsch zusammengestellt". Allerdings merken einzelne Nutzer auch an, dass der durchschnittliche Twitter-Nutzer wohl nicht die Zielgruppe dieser Reklame ist. Vielmehr wäre es auch spannend zu sehen, wie die Reaktion eines Kindes auf den Werbeclip wäre und ob es einen Unterschied zur "händisch" gedrehten Werbung feststellen würde.
Was halten Sie von der KI-generierten Werbung? Über die Kommentarfunktion können Sie uns Ihre Meinung mitteilen. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine kostenlose Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln.

aber :
weil :
Da ist man bei o.g. besser dran, da weiß man vorher das vieles nur populistisch ist ...
Aber Schluß damit, ich denke hier sollte es mehr um Hardware & Co gehen als um Politik ...