Realistische KI-Spiele: Google Genie 3 als erster Ausblick auf "DLSS 10"?

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Realistische KI-Spiele: Google Genie 3 als erster Ausblick auf "DLSS 10"?
Quelle: Google Labs

Google hat mit "Genie 3" eine neue KI für die Öffentlichkeit freigegeben, die aus einfachen Beschreibungen interaktive Spiele macht. Das Projekt erinnert an Nvidias Konzept für "DLSS 10" - es gibt aber Probleme.

Schon 2023 sprach Nvidia davon, dass das Rendering von Videospielen in Zukunft komplett von KI-Systemen erledigt werden könnte. Dieses Konzept wurde damals grob für "DLSS 10" angenommen, und bis heute treibt das Unternehmen diese Entwicklung voran. Die Fortschritte in der KI-gestützten Bild- und Videoerzeugung sind dabei beachtlich. Das zeigt aktuell das frisch von Google veröffentlichte Projekt Genie 3, das mit einfachen Aufforderungen funktionstüchtige KI-Spiele erzeugen soll.

Fortschritt mit Problemen

Die von Google gezeigten Ergebnisse sind beeindruckend: Angeblich reichen wenige Sätze aus, um Spiele mit komplex dargestellten Welten auf den Bildschirm zu zaubern. Dabei läuft alles in der KI ab - klassische Assets, die gerendert werden, gibt es nicht. Angeblich ist es Google sogar gelungen, einige Probleme früherer, vergleichbarer Projekte zu beheben. So sollen sich Spiele in Genie 3 an früher dargestellte Details erinnern. Kameraschwenks sind also kein Problem. Zudem erlaubt die KI auch eine Interaktion mit der Welt, also einfache Gameplay-Elemente.

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Gegenüber dem von Nvidia für DLSS 10 vorgeschlagenen Konzept geht Google damit noch weiter. Denn hier wird nicht nur das Rendering durch die KI ersetzt, sondern die gesamte Spielentwicklung. Das sorgt an der Börse direkt für Unruhe: Mehrere große Unternehmen wie CD Projekt und Take-Two verloren rutschartig an Wert. Besonders schlimm traf es den Engine-Entwickler Unity: Zur Spitzenzeit stürzte die Aktie hier um ganze 26 Prozent ab.

Die Aktienkurse einiger großer Gaming-Unternehmen reagierten mit deutlichen Kursverlusten. Quelle: @shinobi602 (X) Die Aktienkurse einiger großer Gaming-Unternehmen reagierten mit deutlichen Kursverlusten.

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Ohne weitere, deutliche Verbesserungen dürfte Genie 3 allerdings kaum Auswirkungen auf den Gaming-Markt haben. Denn trotz kursierender Fakes lässt die Bildqualität zu wünschen übrig. Komplexe Gameplay-Mechaniken dürften sich kaum umsetzen lassen und angeblich bekommt die KI schon nach einigen Minuten Probleme, sich zu erinnern. Gleichzeitig ist die Erzeugung rechenaufwendig: Genie 3 wird aktuell ausschließlich in den USA als Teil von Googles teuerstem KI-Abonnement Google AI Ultra angeboten, das hierzulande 275 Euro im Monat kostet. Trotzdem erfolgt das Rendering nur in 720p und mit 20 bis 24 Fps. Nvidias Weg, nur die Bilderzeugung durch KI zu ersetzen, erscheint mit Blick auf größere Spiele deshalb weiterhin vielversprechender. Und auch hier ist die Technik bisher nicht so weit.

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Quelle: Google Deepmind via Videocardz

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sithems Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Unfaced
        Bin zwar kein Spieleentwickler, aber ich hab eben in einem halben Tag mit dem Claude-Sonnet 4.5 Modell 2 funktionierende Python Module für mein Projekt erstellt und die laufen nach ein wenig mit dem AI Agent reden sehr gut. Normalerweise hab ich für jedes Modul etwa 1-2 Wochen gebraucht, je nach Komplexität und Testing, heute bin ich damit wesentlich schneller und es läuft auch. Wichtig dabei ist aber immer der Regressionstest und die Reviews, blind vertrauen sollte man dem Agent dennoch nicht. Es ist ein Werkzeug, das gerate im Softwaredevelopment mittlerweile halbwegs gut funktioniert und daher auch bleiben wird.

        Denke das wird auch bei der Spieleentwicklung so werden. Der Kreative Kopf Schreibt weiterhin den Plot, füttert den LLM Agent, raus kommt dann wohl ein Skript mit Figure, Quests, etc. Danach füttern Programmierer einen AI Agent und erstellen die Technik, auch da wieder: mit Testing, mit Reviews. Am Ende kombiniert man das alles. AI Art hingegen ist teilweise ganz nett, aber da finde ich sind die Artefakte bzw die Bildfehler noch seht übel teilweise. Ich glaube auch, dass sich solche Assistenzsysteme in vielen Bereichen weiter verbessern werden, nicht nur in der Programmierung. Selbst bei einfachen Projekten merkt man, wie viel Zeit man sparen kann, wenn Werkzeuge Muster erkennen und Routinearbeit übernehmen. Neben der Arbeit am Code braucht man aber auch manchmal einen kurzen Moment zum Abschalten oder zum Stöbern nach leichter Unterhaltung im Netz, und dabei kann ein Blick auf [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] ganz passend sein. Wichtig bleibt, Technik nur als Hilfe zu sehen und nicht alles blind zu automatisieren. Eigene Kontrolle über Logik, Testing und Ergebnisse sorgt weiterhin für stabile und saubere Projekte. Am Ende ist die Kombination aus menschlicher Idee und technischer Unterstützung wohl der sinnvollste Weg.
        Ich stimme zu. Ich sehe auch, dass KI die Arbeit eines Entwicklers beschleunigen kann. Ich teste manchmal Ideen mit Claude, überprüfe den Code aber immer manuell.
      • Von Sithems Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Unfaced
        Bin zwar kein Spieleentwickler, aber ich hab eben in einem halben Tag mit dem Claude-Sonnet 4.5 Modell 2 funktionierende Python Module für mein Projekt erstellt und die laufen nach ein wenig mit dem AI Agent reden sehr gut. Normalerweise hab ich für jedes Modul etwa 1-2 Wochen gebraucht, je nach Komplexität und Testing, heute bin ich damit wesentlich schneller und es läuft auch. Wichtig dabei ist aber immer der Regressionstest und die Reviews, blind vertrauen sollte man dem Agent dennoch nicht. Es ist ein Werkzeug, das gerate im Softwaredevelopment mittlerweile halbwegs gut funktioniert und daher auch bleiben wird.

        Denke das wird auch bei der Spieleentwicklung so werden. Der Kreative Kopf Schreibt weiterhin den Plot, füttert den LLM Agent, raus kommt dann wohl ein Skript mit Figure, Quests, etc. Danach füttern Programmierer einen AI Agent und erstellen die Technik, auch da wieder: mit Testing, mit Reviews. Am Ende kombiniert man das alles. AI Art hingegen ist teilweise ganz nett, aber da finde ich sind die Artefakte bzw die Bildfehler noch seht übel teilweise. Ich glaube auch, dass sich solche Assistenzsysteme in vielen Bereichen weiter verbessern werden, nicht nur in der Programmierung. Selbst bei einfachen Projekten merkt man, wie viel Zeit man sparen kann, wenn Werkzeuge Muster erkennen und Routinearbeit übernehmen. Neben der Arbeit am Code braucht man aber auch manchmal einen kurzen Moment zum Abschalten oder zum Stöbern nach leichter Unterhaltung im Netz, und dabei kann ein Blick auf [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] ganz passend sein. Wichtig bleibt, Technik nur als Hilfe zu sehen und nicht alles blind zu automatisieren. Eigene Kontrolle über Logik, Testing und Ergebnisse sorgt weiterhin für stabile und saubere Projekte. Am Ende ist die Kombination aus menschlicher Idee und technischer Unterstützung wohl der sinnvollste Weg.
        Ich stimme zu. Ich sehe auch, dass KI die Arbeit eines Entwicklers beschleunigen kann. Ich teste manchmal Ideen mit Claude, überprüfe den Code aber immer manuell.
      • Von ChrisMK72 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von antonrumata
        Wenn mit KI-generierten Spielen und Inhalten Geld verdient werden kann – und so sieht es offensichtlich aus –, dann wird genau das auch geschehen
        Gutes Fazit. So sieht's aus.

        Macht was draus.
      • Von Unfaced Software-Overclocker(in)
        Bin zwar kein Spieleentwickler, aber ich hab eben in einem halben Tag mit dem Claude-Sonnet 4.5 Modell 2 funktionierende Python Module für mein Projekt erstellt und die laufen nach ein wenig mit dem AI Agent reden sehr gut. Normalerweise hab ich für jedes Modul etwa 1-2 Wochen gebraucht, je nach Komplexität und Testing, heute bin ich damit wesentlich schneller und es läuft auch. Wichtig dabei ist aber immer der Regressionstest und die Reviews, blind vertrauen sollte man dem Agent dennoch nicht. Es ist ein Werkzeug, das gerate im Softwaredevelopment mittlerweile halbwegs gut funktioniert und daher auch bleiben wird.

        Denke das wird auch bei der Spieleentwicklung so werden. Der Kreative Kopf Schreibt weiterhin den Plot, füttert den LLM Agent, raus kommt dann wohl ein Skript mit Figure, Quests, etc. Danach füttern Programmierer einen AI Agent und erstellen die Technik, auch da wieder: mit Testing, mit Reviews. Am Ende kombiniert man das alles. AI Art hingegen ist teilweise ganz nett, aber da finde ich sind die Artefakte bzw die Bildfehler noch seht übel teilweise.
      • Von sethdiabolos Lötkolbengott/-göttin
        Ich bin ganz ehrlich, ich bin begeistert von KI, habe aber auch ein wenig Bammel vor ihr. Man kann ja ganz schöne Dialoge mit einer KI führen und sie bringt viel viel Stoff mit in den Dialog ein. So habe ich von der KI erfahren, dass wir uns gerade in der Beschleunigungsphase befinden von Stufe 4 zu 5 und ab 5 bereits Fachpersonal komplett ersetzt werden kann, junge Entwickler nicht mehr benötigt werden und generell bürokratische Vorgänge keinen Menschen mehr benötigen. Ab Stufe 6 werden theoretisch keine Wissenschaftler mehr benötigt, weil eine KI sich selbstständig weiter entwickelt, aber schneller und effektiver als tausende Menschen. Spätestens dann sind so Berufe wie Lehrer, Professor, Hausarzt etc. komplett obsolet.

        Generell sagt die KI, dass klassische Arbeiten aus rein ökologischer Sicht dann nicht mehr nötig wären. Das dürfte ein großes Sterben ganzer Berufszweige mit sich führen. Ich habe es dann mal in den Kontext zum Auto setzen lassen, weil da sind wir über ein Jahrhundert ja auch konsequent hinter das Licht geführt worden um diese zu kaufen und das kam dabei rum.

        Das ist schon sehr creepy, dass man mit einer Ki über das Problem einer KI diskutieren kann.

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      • Von Mr.Floppy Freizeitschrauber(in)
        Für Generation TikTok doch genau richtig.
        Spiel starten -> 15 Sekunden rumlaufen -> alles gesehen -> nächstes Spiel.

        Perfekt! Will jeder haben!
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