KI statt Gaming: Nvidia soll 2023 mehr als 500.000 HPC-Beschleuniger absetzen

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Nvidia DGX-Systeme
Quelle: Nvidia

Künstliche Intelligenz statt Gaming heißt es bei Nvidia im Hinblick auf die Ausrichtung schon seit Längerem. Geschäften mit KI, GPGPU ("General Purpose Computation on Graphics Processing Units") und HPC ("High-Performance Computing") räumt der Hersteller oberste Priorität ein, denn allein 2023 sollen mehr als 500.000 Compute-GPUs der Serie H100 abgesetzt und damit mehreren Milliarden US-Dollar umgesetzt werden.

Künstliche Intelligenz statt Geforce und Gaming heißt es bei Nvidia im Hinblick auf die Ausrichtung schon seit Längerem. Geschäften mit KI-Beschleunigern, spezialisierten GPGPUs ("General Purpose Computation on Graphics Processing Units") und den Supercomputern für das Segment HPC ("High-Performance Computing") wird herstellerseitig oberste Priorität beigemessen. Viel zu lukrativ ist der noch vergleichsweise junge Geschäftsbereich, den Nvidia aktuell dominiert.

Mehr als eine halbe Million H100-Beschleuniger in 2023

Wie das britische Wirtschaftsmagazin Financial Times jetzt berichtet, soll Nvidia mit einem Absatz von mehr als einer halben Million H100-Beschleunigern allein für das aktuelle Geschäftsjahr planen können. Demnach wird der Hersteller im Jahr 2023 rund 550.000 H100-Beschleuniger verkaufen, während sich Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ("UAE") sowie China um die verfügbaren Hochleistungsbeschleuniger duellieren und gegenseitig überbieten.

Ein Großteil der H100-Beschleuniger und DGX-Supercomputer soll aber an amerikanische Technologieunternehmen geht, so mehrere Insider, die mit Nvidia und TSMC in Verbindung stehen, gegenüber der Financial Times. Damit könnte das Unternehmen seine Vormachtstellung in diesem Bereich weiter festigen.

Die genauen Konfigurationen der KI-Beschleuniger in den Orderbüchern von Nvidia sei zwar nicht bekannt, aber ausgehend vom "günstigsten" Produkt der Modellreihe, dem H100-Beschleuniger mit 80 GiByte HBM3, der für rund 30.000 US-Dollar gehandelt wird, würde der zu erwartende Umsatz rund 16,5 Milliarden US-Dollar betragen.

Nachfrage kann kaum noch befriedigt werden

Wie Tom's Hardware jetzt berichtet, können Nvidia und der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC die Nachfrage nach den Chips für die begehrten KI-Beschleuniger kaum mehr befriedigen, da das entsprechende Silizium in einem sogenannten CoWoS-Package gefertigt wird und die Foundry damit zu kämpfen hat, die Kapazitäten für dieses Gehäuseverfahren zu erhöhen.

Auch AMD möchte seinen Teil vom KI-Kuchen

Die Verschiebung hin zu KI erkannte auch AMD und möchte sich daher ebenfalls entsprechend aufstellen. Wie der Hersteller in Person Dr. Lisa Su, ihres Zeichens CEO und Präsidentin des Chipherstellers, im Rahmen der Bekanntmachung seiner jüngsten Geschäftszahlen bekannt gegeben hat, wird sich das Unternehmen zukünftig noch viel stärker auf seine Geschäftsbereiche mit künstlicher Intelligenz konzentrieren und zur "Priorität Nummer 1" machen.

Im Fokus stehen dabei insbesondere der HPC-Beschleuniger AMD Instinct MI300, welcher im zweiten Halbjahr dieses Jahres an Partnerunternehmen und Großkunden ausgeliefert werden soll. Die Strategie umfasst neben Instinct aber auch Ryzen sowie Systems-on-a-Chip und FPGAs, welche aus der Übernahme von Xilinx resultieren.

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Quelle: Financial Times, Tom's Hardware,

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von GT200b Freizeitschrauber(in)
        Zitat von gangville
        Woher weißt du denn, dass die Lager voll sind?
        ein Händler in Deutschland von ganz vielen,

        teilweise hat man ein Modell über 400mal auf Lager, am besten mal die Karten einzeln anklicken, dort steht jeweils der Lagerbestand.

        RTX 4070: https://www.octo24.com/re...

        RTX 4080: https://www.octo24.com/re...

        RTX 4090: https://www.octo24.com/re...
      • Von ecd Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von gangville
        Woher weißt du denn, dass die Lager voll sind?
        Es gibt immer mal wieder Leaks aus dem Einzelhandel oder von Seiten diverser Distris, die das so darstellen. Manch NVIDIA-Boardpartner ist eine Aktiengesellschaft und muss angesichts der Berichtspflichten selber Lagerbestände angeben. Auch NVIDIA veröffentlicht mit jedem Quartalsbericht Wasserstandsmeldungen zum Inventory. Und der Inventory-Bestand ist bei NVIDIA nachwievor sehr hoch. Nächste Woche wird man sehen, ob sich daran etwas geändert hat.

        Auf Basis solcher Zahlen gibt es dann auch Schätzungen, wie lange der Lager-Durchlauf so dauert. Bei NVIDIA zuletzt

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Wobei die Frage ist, ob NVIDIA sich angesichts des KI-Booms für solche Kinkerlitzchen wie Lager-Überbestände noch interessiert.
      • Von gangville Software-Overclocker(in)
        Zitat von theGucky
        2. Die Lager sind voll.
        Woher weißt du denn, dass die Lager voll sind?
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Zitat von ecd
        Aber so wie z.B. Jayz2Cents schon wieder Panik angeschoben hat, dass man wg. des KI-Hypes bald keine Grafikkarten mehr bekommen könnte, kann man hier zumindest in Ansätzen die Zahlen ins Verhältnis setzen.
        Der hat auch keine Ahnung.
        1. GPUs werden wegen Verträgen immer noch Gaming GPUs produziert, wenn auch nur in kleiner Menge.
        2. Die Lager sind voll.
        3. Die Preise sind immer noch zu hoch.
      • Von ecd Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Keine Ahnung, wie sich die Flaschenhälse beim Packaging auswirken.

        Aber so wie z.B. Jayz2Cents schon wieder Panik angeschoben hat, dass man wg. des KI-Hypes bald keine Grafikkarten mehr bekommen könnte, kann man hier zumindest in Ansätzen die Zahlen ins Verhältnis setzen.

        Wenn NVIDIA 500.000 HPC-Beschleuniger im Jahr 2023 absetzen kann + weiteres Wachstum im Bereich Datacenter, stehen dem gegenüber 30.000.000 Gaming-Grafikkarten in 2022. Und das war bekanntlich ein schwaches Gaming-Jahr.

        Was man wie bei Crypto schwer abschätzen kann, ist die Verwendung von Gaming-Grafikkarten für KI. Egal ob gewerblich oder privat.
      Direkt zum Diskussionsende
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