Nvidia DGX Spark: Auffällig niedriger Verbrauch - und entsprechend geringe Rechenleistung
Nvidias frisch veröffentlichter KI-Mini-PC DGX Spark bleibt in ersten Anwendungstests offenbar hinter den Erwartungen zurück. Es gibt Berichte über auffällig wenig Rechenleistung und hohe Temperaturen trotz gedrosseltem Verbrauch.
Nachdem er schon im März angekündigt wurde, hat Nvidia vergangene Woche endlich den DGX Spark auf den Markt gebracht - einen Mini-PC, der besonders viel KI-Rechenleistung auf wenig Raum bieten soll. Dazu nutzt das Gerät Nvidias GB10-Chip auf Basis der Architekturen Grace und Blackwell, dem 128 GiB LPDDR5X-Speicher zur Seite gestellt werden. Zusammen mit dem Nvidia DGX OS als Betriebssystem soll man damit komplexe KI-Modelle lokal ausführen können - und das für eine UVP von 4.000 US-Dollar.
PC mit Problemen
Erste Stimmen im Netz sind von dem, was geboten wird, allerdings ernüchtert. Konkret berichtet John Carmack, Mitgründer von Id Software, über auffällig wenig Rechenleistung. Demnach liefert Nvidias DGX Spark nur rund die Hälfte der beworbenen Performance. Gleichzeitig liegt auch der Verbrauch nur bei weniger als der Hälfte des maximal möglichen: Statt 240 Watt verbraucht der Computer in Carmacks Test nur rund 100 Watt. Trotzdem wird das Gerät angeblich recht heiß; es soll sogar einen ersten Bericht über einen Reboot durch Überhitzung geben.
Quelle: John Carmack (X)
Laut John Carmack bleibt Nvidias DGX Spark hinter den Erwartungen zurück.
Als Reaktion wurde Carmack unter anderem vom KI-Forscher und Apple-Mitarbeiter Awni Hannun beigepflichtet: Auch dort ist die Rede von nur auffällig wenig Rechenleistung. Ein Grund dafür ist wohl die Software: Laut Nvidia wird die Spitzen-Rechenleistung von 1 PFLOP bei FP4-Anwendungen nur im Optimalfall und mit dünnbesetzten Matrizen erreicht. In anderen Anwendungen kann die Leistung demnach anders - schlechter - ausfallen.
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Parallel behauptet ein weiterer X-Nutzer, dass Dell Nvidias GB10-Chip mit einer stärkeren Kühllösung als Nvidias DGX Spark anbieten wird. Womöglich gibt es bei dem Nvidia-PC also auch ein thermisches Problem, sodass der Chip seine Rechenleistung nicht dauerhaft halten kann. Mehr dazu wird man wohl in den kommenden Wochen erfahren, wenn zunehmend detaillierte Benchmarks zum DGX Spark und Alternativdesigns mit demselben Chip auftauchen werden.
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Quelle: John Carmack (X) via Videocardz

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