ChatGPT: Sperrt Deutschland das KI-Tool wie in Italien?

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Quelle: PC Games

Nachdem in Italien kein Zugriff mehr auf ChatGPT möglich ist, diskutieren auch andere Länder über eine mögliche Sperrung. Es ist eine Diskussion zum Datenschutz entbrannt, der Ausgang ist noch offen.

Am 31. März veröffentlichte die italienische Datenschutzbehörde GPDP eine Pressemeldung, dass sie gegen Open AI eine Untersuchung eingeleitet hat. Zugleich wurde der Zugang zu ChatGPT für alle Nutzer mit einer italienischen IP-Adresse gesperrt, sodass man in Italien das KI-Tool nicht mehr verwenden kann. Nun ist eine Diskussion in Deutschland entbrannt, ob ChatGPT auch hierzulande verboten werden soll, wie das Handelsblatt berichtet.

Was stört Italien und Co. an ChatGPT?

Nachdem Italien innerhalb der EU vorgeprescht ist, wird auch in anderen Ländern über KI-Tools debattiert. So hält es der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, für möglich, auch in Deutschland ChatGPT zu sperren. Bislang lehnt das Bundesdigitalministerium dies ab. Stattdessen soll ein Weg gefunden werden, um Werte wie Demokratie und Transparenz bei der Nutzung von KI-Tools zu gewährleisten. Eine vertrauensvolle KI für Europa ist jedoch noch entfernt. Wie Italien festgestellt hat, fehlt aktuell ein Rechtsrahmen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz, etwa bei der Frage, wie mit den Daten umgegangen wird, die jedes pre-trained KI-Tool benötigt, um arbeiten zu können. Jeder eingegebene Text wird via der KI-Technik Mustererkennung quantitativ, also mit statistischen Methoden, ausgewertet. Letztlich werden dann zu ein paar eingegebenen Stichworten Texte generiert. Mit jeder von Nutzern getätigten Eingabe wird das KI-Tool besser und lernt dazu. Neben Schriftstücken kann ChatGPT auch eingesetzt werden, um Programmiercode zu schreiben. Das aktuelle ChatGPT-4 lässt sich etwa bei Microsoft Bing zudem nutzen, um Bilder zu erstellen. In Verbindung mit einem Abonnement von Microsoft 365 lassen sich KI-Tools künftig verwenden, um beispielsweise ganze Texte in Word zu formulieren.

Die italienische Datenschutzbehörde wirft Open AI vor, ohne explizite Zustimmung der Nutzer Daten zu erheben und weiterzuverarbeiten. Zudem wird der fehlende Altersschutz kritisiert, sodass auch Minderjährige ChatGPT verwenden können und potenziell Antworten ausgesetzt werden, die unangemessen sind. Innerhalb von 20 Tagen muss Open AI erklären, wie die geforderten Daten- und Jugendschutzmaßnahmen umgesetzt werden, andernfalls droht eine Strafzahlung von bis zu 20 Millionen Euro. Erst wenn alle Datenschutzrichtlinien eingehalten werden, bekommen Nutzer in Italien wieder Zugang zu ChatGPT.

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Sammlung zur möglichen Sperrung von ChatGPT:

  • Seit wenigen Tagen ist der Zugang zu ChatGPT nicht mehr aus Italien möglich. Nachdem die Datenschutzbehörde GPDP eine Untersuchung gegen den Hersteller Open AI eingeleitet hat.
  • Die italienische Datenschutzbehörde wirft Open AI vor, ohne explizite Zustimmung der Nutzer Daten zu erheben und weiterzuverarbeiten. Zudem findet keine Altersüberprüfung statt. Innerhalb von 20 Tagen muss nun erklärt werden, wie man den Forderungen nachkommt oder es droht eine Strafzahlung.
  • In Deutschland hält der Datenschutzbeauftragte eine Sperrung von ChatGPT für möglich.
  • Allerdings lehnt dies das Bundesministerium für Digitales und Verkehr ab und möchte stattdessen eine vertrauensvolle KI für Europa.

Quellen: Handelsblatt, GPDP

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    • Kommentare (70)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Verruckt-Birdman Software-Overclocker(in)
        Die EU hat jetzt eine "Task Force" eingerichtet.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Mir reicht die berufliche Auseinandersetzung mit Beta-UEFIs. Diese "Romane" möge bitte ein andere Opfer testlesen.
        Ich verstehe.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Sich selbst an neue Probleme anpassende KIs sind zumindest Gegenstand der Forschung und da ChatGPT schon heute recht brauchbaren Quellcode schreibt, würde ich mit der ersten selbst-umschreibenden KI definitiv noch in diesem Jahrzehnt rechnen. Möglicherweise auch in unserer Hälfte. Was daraus resultieren könn(t)e, haben bislang nur Sci-Fi-Autoren und Philosophen thematisiert. Erstere versprechen von berufs wegen wenig gutes, letztere scheinen mir von der aktuellen technischen Entwicklung überrollt zu werden.
        Ja das geht verdammt schnell.

        Zitat von PCGH_Torsten
        In Interviews hört man häufig pauschal Verweise auf "kein Bewusstsein, nur antrainierte Muster" oder aber die unbeantwortete Frage: "Was ist Intelligenz eigentlich?"
        Ich denke, ab einen gewissen Grad der Intelligenz, organisiert sich irgendwann zwangsläufig eine Art Bewusstsein.
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        "Was ist Intelligenz eigentlich?"

        Im Grunde hat jede Lebensform ein gewisses Maß an Intelligenz. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese biologisch, anorganisch oder digital ist. Die Frage könnte lauten: ab wann hat eine intelligente Lebensform eine Seele ?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Mir reicht die berufliche Auseinandersetzung mit Beta-UEFIs. Diese "Romane" möge bitte ein andere Opfer testlesen.

        Sich selbst an neue Probleme anpassende KIs sind zumindest Gegenstand der Forschung und da ChatGPT schon heute recht brauchbaren Quellcode schreibt, würde ich mit der ersten selbst-umschreibenden KI definitiv noch in diesem Jahrzehnt rechnen. Möglicherweise auch in unserer Hälfte. Was daraus resultieren könn(t)e, haben bislang nur Sci-Fi-Autoren und Philosophen thematisiert. Erstere versprechen von berufs wegen wenig gutes, letztere scheinen mir von der aktuellen technischen Entwicklung überrollt zu werden. In Interviews hört man häufig pauschal Verweise auf "kein Bewusstsein, nur antrainierte Muster" oder aber die unbeantwortete Frage: "Was ist Intelligenz eigentlich?"
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        "Wenn weiter fortgeschritten?" Deine Zukunftserwartungen sind längst von der Realität überholt. (Was ein gutes Beispiel dafür ist, wie lückenhaft die Möglichkeiten neuer Technik selbst in interessierten Kreisen erfasst werden. )
        Bereits kurz nach der freien Verfügbarkeit von ChatGPT soll die Zahl von im Selbstverlag digital/Print-on-Demand bei Amazon Direct Publishing angebotener Bücher explodiert sein. Ein Bereitstellungswaufwand nahe null rechnet sich eben selbst dann, wenn das qualitätsfreie Produkt nur 3-4 mal verkauft wird. Eine der ersten praktischen Anwendungen von Chat-KIs waren und sind interaktive Textadventures, also im Prinzip sich selbst schreibende "du entscheidest selbst"-Bücher.
        Krass. Das sowas jetzt schon anfängt hätte ich echt nicht gedacht. Aber wohl auf dem Niveau von Groschenromanen, oder?

        Interaktive Text-Adventures? Solange die K.I. nicht noch anfängt sich selber umzuprogrammieren... dann könnte es Probleme geben.
      Direkt zum Diskussionsende
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