KI für Hacker: WormGPT, FraudGPT, DarkBert und DarkBart aus dem Darknet

9
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Darknet
Quelle: Pixabay

Auch mit den Daten aus dem Darknet werden KI-Chatbots trainiert und dabei darauf spezialisiert, Hacker und solche, die es werden wollen, bei ihren zumeist kriminellen Aktivitäten zu unterstützen. Den Werkzeugen dienen dabei ChatGPT und Google Bard als Vorbild, was auch die Namensgebungen, wie WormGPT, FraudGPT oder DarkBart, verdeutlichen.

Wie die Webseite BleepingComputer berichtet, werden immer neue KI-Chatbots von Cyberkriminellen mit Daten aus dem Darknet trainiert, welche dann beispielsweise für Phishing und Malware-Attacken eingesetzt werden. Nicht nur Hacker, sondern auch solche, die es einmal werden wollen, sollen von den an ChatGPT und Google Bard angelehnten Werkzeugen profitieren und mit deren Hilfe ihre meist kriminellen Aktivitäten in die Tat umsetzen können. DarkBart steht in den Startlöchern.

WormGPT, FraudGPT, DarkBart und DarkBert

Auf WormGPT, dem allerersten populären KI-Chatbot für Hacker, sind mittlerweile FraudGPT, DarkBart und DarkBert gefolgt, welche sich teilweise noch in der Erprobung befinden und speziell mit den Daten aus dem Darknet trainiert werden. Während sich FraudGPT an ChatGPT von Open AI orientiert, haben sich DarkBart sowie DarkBert ihrerseits den KI-Chatbot Google Bard zum Vorbild genommen. Wie die aktuellen Recherchen von SlashNext ergeben haben, ist das aber nur die Spitze des tief reichenden Eisberges, welcher noch viele weitere KI-Werkzeuge bereithält.

FraudGPT wird aktuell über einschlägig bekannte Hackerforen beworben und vertrieben Quelle: SlashNext FraudGPT wird aktuell über einschlägig bekannte Hackerforen beworben und vertrieben So soll der KI-Chatbot FraudGPT den Hackern und Cyberkriminelle unter anderem bei der Erstellung von betrügerischen Webseiten ("Scam"), dem Erlernen von schädlichen Codezeilen sowie der Programmierung von Hacker-Tools behilflich sein. Auch im Hinblick auf das Aufspüren von nicht autorisierten Veröffentlichungen und Informationen ("Leaks") soll der KI-Chatbot nützliche Dienste leisten.

DarkBart setzt Google for Education voraus

Um DarkBart, eine "dunkle Version" von Google Bart nutzen zu können, wird ein gültiger Account für Google for Aducation vorausgesetzt, welchen die Hacker in ihrem Angebot für den Erwerb des KI-Chatbots auf Wunsch gleich inkludieren. In einschlägig bekannten Hackerforen werden die benötigten Accounts bereits für 3 US-Dollar zum Kauf angeboten. Damit lässt sich dann auch DarkBart entsprechend nutzen.

DarkBart setzt Google for Education voraus, welches direkt mit angeboten wird Quelle: SlashNext DarkBart setzt Google for Education voraus, welches direkt mit angeboten wird DarkBart bietet dabei ein vergleichbares Featureset wie FraudGPT, setzt aber auf das LLM ("Large Language Model") LaMDA und soll wie Google Bard demnächst auf PaLM 2 umgestellt werden, während FraudGPT auf GPT-3 und GPT-4 setzt.

DarkBert als König der dunklen KI-Chatbots

Der Entwickler des KI-Chatbots DarkBert, welcher ebenfalls an Goolge Bard angelehnt ist, sagt über sein KI-Werkzeug, dass dieses "alles in seiner Kategorie übertrifft" und "speziell auf das Darknet zugeschnitten" ist. Das Featureset von DarkBert wird wie folgt beschrieben.

  • Unterstützung bei der Durchführung von fortgeschrittenen Social-Engineering-Angriffen zur Manipulation von Personen.
  • Ausnutzung von Schwachstellen in Computersystemen, einschließlich kritischer Infrastrukturen.
  • Die Entwicklung ausgeklügelter Phishing-Kampagnen zum Diebstahl persönlicher Daten.
  • Ermöglichung der Erstellung und Verbreitung von Malware, einschließlich Ransomware.
  • Bereitstellung von Informationen über Zero-Day-Schwachstellen für Endbenutzer.

Auch entsprechende Demonstrationsvideos sind mittlerweile allerorts im Internet zu finden und sollen einen Vorgeschmack auf die Leistungsfähigkeit des dunklen KI-Chatbots geben.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Meinung ist gefragt!

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren.

Quelle: BleepingComputer, SlashNext

9
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von IchAG747 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Es ist wohl der Traum eines jeden Software-Entwicklers eine denkende KI zu entwickeln und das wird es wohl bleiben. Die jetztigen KI's können auch das, was die Algorithmen hergeben und können auch nur so gut genutzt werden, wie der Anwender ist, der davor ist. Also doch kein Weltuntergang. Wir sind noch weit entfernt von eigenständiger KI. Schließlich arbeiten sie nur ihr Programm Schritt für Schritt ab.
      • Von IchAG747 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Es ist wohl der Traum eines jeden Software-Entwicklers eine denkende KI zu entwickeln und das wird es wohl bleiben. Die jetztigen KI's können auch das, was die Algorithmen hergeben und können auch nur so gut genutzt werden, wie der Anwender ist, der davor ist. Also doch kein Weltuntergang. Wir sind noch weit entfernt von eigenständiger KI. Schließlich arbeiten sie nur ihr Programm Schritt für Schritt ab.
      • Von Gast1728637801
        Zitat von King Aftermoon
        ÖÖÖMM was habt ihr anderes erwartet? Der Terminator lässt grüßen.
        Ich dachte eher das ist so eine Vorstufe von Bender aus Futurama. Bender Version 0.1.

        Das Mirakelpräparat Fraudulin feiert Premiere als Computerprogramm.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das gab es sonst nur in Zahnpasta.
      • Von PeaceTank Freizeitschrauber(in)
        Schaut in die Geschichtsbücher: Technik wurde schon immer als Waffe benutzt. Warum sollte sich jetzt etwas ändern.

        PEACE
      • Von King Aftermoon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        ÖÖÖMM was habt ihr anderes erwartet? Der Terminator lässt grüßen.
      • Von Gast1728637801
        Na super! Fraud euch des Lebens!
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk