Intel: Robert Hallock erklärt die Voraussetzungen für einen KI-PC

15
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Intel: Robert Hallock erklärt die Voraussetzungen für einen KI-PC
Quelle: Intel

Nachdem sich bereits AMDs CEO Dr. Lisa Su im Rahmen der SXSW 2024 zum Thema KI-PCs geäußert hat, erklärt jetzt auch der große Konkurrent Intel in Person von Robert Hallock, welche Voraussetzungen die Hardware dafür erfüllen muss.

Nachdem sich gerade erst AMDs CEO Dr. Lisa Su im Rahmen der SXSW 2024 zum Thema KI-PCs geäußert hatte, erklärt jetzt auch der große Konkurrent Intel in Person von Robert Hallock, seines Zeichens Senior Director of Technical Marketing, welche Voraussetzungen die Hardware dafür erfüllen muss. In seiner aktuellen Position kümmert sich der ehemalige Marketing-Leiter von AMD auch um das Thema Künstliche Intelligenz und stand The Register nun Rede und Antwort.

"Jeder PC mit einer neuen Core-CPU ist ein KI-PC!"

Robert Hallock sagt, dass jeder PC mit einer neuen Core-CPU ein KI-PC sei und Anwender "einfach einen unserer aktuellen Prozessoren kaufen" können und damit gewissermaßen einen KI-PC ihr Eigen nennen würden. Das stimmt so aber nicht ganz, denn schließlich bietet Intel aktuell nicht nur Core Ultra ("Meteor Lake"), sondern auch Core-i-14000 ("Raptor Lake-S") als Refresh an. Während die CPUs aus der Generation Meteor Lake-H einen Neuralprozessor, also eine NPU ("Neural Processing Unit"), müssen Raptor Lake und Raptor Lake Refresh noch darauf verzichten. Diese nachfolgenden Spezifikationen nannte Robert Hallock als Voraussetzung:

  • Ein KI-PC benötigt...
    • ...einen Prozessor ("CPU"), der...
      • ...einen Grafikchip ("GPU") sowie...
      • ...einen Neuralprozesor ("NPU") besietzt...
      • ...und in der Lage ist, die DP4a-Instruktionen und...
      • ...Vector Neural Network Instructions ("VNNI") auszuführen.

Diese Voraussetzungen erfüllen aktuell nur die Core Ultra ("Meteor Lake") von Intel sowie die aktuellen APU-Serien Ryzen 7040 ("Phoenix"), Ryzen 8040 ("Hawk Point") und Ryzen 8000G ("Hawk Point") von AMD, welche allesamt eine NPU besitzen, die solche Instruktionen berechnen und die CPU entsprechend entlasten kann. Intel wiederum wirbt bereits mit dem "KI-PC powered by Intel" und nennt als Voraussetzung hierfür die Hybridarchitektur aus CPU, GPU und NPU.

Jetzt können Sie von aufregenden neuen KI-Funktionen profitieren - wie Sprachübersetzung in Echtzeit, Automatisierungs-Inferenzierung und verbesserten Gaming-Umgebungen.

Und mit mehr als 300 KI-beschleunigten ISV-Funktionen können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre bevorzugte KI-beschleunigte Software auf Intel am besten funktioniert.

- Intel -

Auch wenn selbst ältere Prozessoren von Intel und AMD in der Lage sind, DP4a- und VNNI-Instruktionen auf der CPU zu berechnen, so ist eine NPU doch für eine schnelle Berechnung von KI-Workloads essenziell. Als CPU/APU für einen KI-PC können daher aktuell die vier nachfolgenden Serien gelten:

  • Intel Core Ultra ("Meteor Lake")
  • AMD Ryzen 8000G ("Hawk Point")
  • AMD Ryzen 8040 ("Hawk Point")
  • AMD Ryzen 7040 ("Phoenix")

Gegenüber The Register erklärte Robert Hallock zudem, dass je nach KI-Anwendung und -Workflow bis zu 32 GiB Arbeitsspeicher vorausgesetzt werden könnten, in der Regel aber die mittlerweile als Standard angesehen 16 GiB ausreichen sollten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Meinung ist gefragt!

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.

Quelle: Intel via The Register

15
    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zussammengefasst: Was würde die Hardware-Branche nur ohne markige Marketing-Sprüche machen?
        Bis das irgendwie relevant wird, sind wir schon (minimum) 3-5 CPU-Generationen weiter.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zussammengefasst: Was würde die Hardware-Branche nur ohne markige Marketing-Sprüche machen?
        Bis das irgendwie relevant wird, sind wir schon (minimum) 3-5 CPU-Generationen weiter.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Ich hoffe mal, dass sich das auch mit der Graka lösen läßt, sonst seht ich mit meinem 7950X3D nicht so gut da. Aber gut, dann gäbe es einen Grund mehr, sich auf eine neue CPU zu freuen.
        Die aktuellen NPUs von AMD und Intel erfüllen nicht einmal die Wünsche Microsofts für lokale Copilot-Berechnungen und vor allem sind sie jeweils nur in einem Bruchteil des Portfolios verfügbar. Bei Intel immerhin leicht erkennbar, da alle Core Ultra KI-enabled sind, aber die gibt es bis auf weiteres nur mobile und auch da nur in einem Teil des Portfolios. Bei AMD ist der Anteil noch geringer und es gibt obendrei keine klare Kennzeichnung der Modelle. Entweder man kennt jeden Prozessor einzeln oder man machte Fehler (wie eine gewisse AMD-CEO...).

        Von daher würde ich mal sagen: Die nächsten Jahre können Entwickler nicht einmal erwarten, dass die Kunden wissen ob sie eine NPU haben oder nicht, um das z.B. in den Systemempfehlungen zu berücksichtigen. Und ehe eine hinreichende Leistung flächendeckend zur Mindestvoraussetzung erklärt werden kann, werden wir die 2030er erreicht haben und dein 7950X3D vermutlich längst in Rente sein.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Tomoyo_Chan
        Intel sollte mal lieber daran arbeiten den Fertigungsprozess zu verbessern. Aber klar, jetzt wo jeder über AI redet darf Intel nicht fehlen.
        Tut man eh und Intel forscht in KI Bereich schon lange
      • Von Maddoc6 Software-Overclocker(in)
        Als Apple damals seinen ersten Prozessor mit Neural Engine vorgestellt hat (ich glaube es war der A11), dachte ich, was für ein Marketing Mist. Jetzt muss ich einsehen, das Apple der Konkurrenz damals schlicht wieder Jahre voraus war.
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        Ich hoffe mal, dass sich das auch mit der Graka lösen läßt, sonst seht ich mit meinem 7950X3D nicht so gut da.
        Prinzipiell ja. Eine GPU kann mehr als eine NPU. Der Sinn der NPU liegt darin, die Ausführung des neuronalen Netzes per Hardware effizienter zu beschleunigen, als eine GPU. Dazu wird Ballast weggelassen, der für die Interferenz unnötig ist und man konzentriert sich auf die wesentlichen Operationen.

        Um es anders auszudrücken: Du kannst erst mal davon ausgehen, dass Du mit einer guten Grafikkarte, sofern die Software das unterstützt, das neuronale Netzwerk auch über die GPU laufen lassen kannst, aber dann wird es Dich mehr Strom kosten, insbesondere, wenn die GPU selbst keine speziellen Tensoreinheiten hat.

        (Natürlich kann es dennoch leistungsmäßig ärgerlich sein, wenn in einem Spiel schon durch das Rendern der Frames CPU und GPU gut ausgelastet sind, und dann noch so ein neuronales Netzwerk für die NPCs nebenher läuft.)
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk