Google mit umstrittener Nutzungsänderung: Alles, was im Internet gepostet wird, soll die KI nutzen können
Laut den neuen Nutzungsbedingungen von Google, darf sich das KI-Tool Bard alles aneignen, was im Internet steht. In der EU sieht die Sachlage jedoch noch anders aus.
Alle Anbieter von anderen KI-Tools, wie z. B. Open AI mit ChatGPT, müssen künftig die Risiken für Gesundheit, Sicherheit, Grundrechte von Menschen/Umwelt, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit abschätzen. Vor der Veröffentlichung in der EU müssen die Anbieter ihre Tools in eine EU-Datenbank hochladen und Transparenzanforderungen erfüllen und z. B. klar kennzeichnen, dass Inhalte KI-generiert sind und Zusammenfassungen erstellen, welche urheberrechtlich geschützten Daten zu Trainingszwecken genutzt wurden. Google hält offenbar wenig von der geplanten Regelung der EU und hat seine aktualisierten Nutzungsbedingungen vorgestellt.
Nutzereingaben für ChatGPT & Co. entscheidend
Laut Google stimmt jeder Anwender mit einem Google-Konto zu, dass alles, was im Internet veröffentlicht wird, automatisch zum Training von KI-Tools genutzt werden darf. Mit diesen öffentlich zugänglichen Informationen soll die KI-Modelle im ChatGPT-Konkurrenten Google Bard, beim Google Übersetzer und bei Cloud-KI-Features etwa zur Bildbearbeitung trainiert werden. In den vorherigen Nutzungsbedingungen war lediglich die Rede davon, dass jede Nutzereingabe zur Verbesserung von Google Translate verwendet wird, ab sofort inkludiert dies auch KI-Tools wie Google Bard.
Es bleibt derzeit unklar, wie Google innerhalb der EU die eigenen Nutzungsbedingungen verändern wird. Aktuell gelten die neuen Bestimmungen nur in den USA. KI-Tools werden durch jede Nutzereingabe besser. Anhand von Wahrscheinlichkeitsrechnung wird etwa ein Text generiert und dann angezeigt. Hierzu werden Trainingsdaten benötigt, die die KI analysiert und daraufhin Wahrscheinlichkeiten berechnen kann. In der EU gibt es bislang kein Google Bard, weil die rechtliche Situation noch unklar ist. Der Konkurrenz ChatGPT stören diese Bedenken nicht, so gibt es etwa bald in Microsoft 365 einen KI-Copiloten auf Basis von ChatGPT-4. Das KI-Tool von Open AI wird durch 100 Billionen Parameter trainiert und hat sich die Trainingsdaten bislang ohne explizite Nutzererlaubnis geholt. Erst seit Kurzem gibt es einen Privat-Modus bei ChatGPT, indem die Nutzereingaben nicht weiterverarbeitet werden.
Ebenfalls lesenswert: EU-Parlament debattiert um Regeln für ChatGPT und Co.
Sammlung zu neuen Nutzungsbedingungen von Google:
- Google hat neue Nutzungsbedingungen für Nutzer eines Google-Kontos vorgestellt.
- Jeder Anwender mit einem Google-Konto stimmt zu, dass alles, was im Internet veröffentlicht wird, automatisch zum Training von KI-Tools genutzt werden darf.
- Bislang gelten diese Nutzungsbedingungen nicht in der EU.

Die "Öffentlichkeit" in "veröffentlichen" ist aber zumindest in Urheberschutzfällen ohnehin sehr eng gefasst. Ein Video zwei Personen zu zeigen kann bereits als "öffentliche Vorführung" gewertet werden. Mit einem Bild irgendwas anderes zu machen als es hinter Schloss und Riegel aufzubewahren ist also ganz schnell eine "Veröffentlichung", ohne dass man überhaupt über die Spitzfindigkeit "Verbreitung" diskutieren muss.
Weil ich sehe das eher so, dass viele Staatsanwaltschaften/Gerichte schon Probleme haben rechtsextreme Postings/Bilder in einer Chatgruppe als Verbreitung anzusehen und daher dann trotz eindeutiger Faktenlage eine Straftat nach §86a bzw. 130 StGB verneinen.
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Für Fotos habe ich meine Kamera, da geht also auch nichts unkontrolliert irgendwo hin.
Die "Öffentlichkeit" in "veröffentlichen" ist aber zumindest in Urheberschutzfällen ohnehin sehr eng gefasst. Ein Video zwei Personen zu zeigen kann bereits als "öffentliche Vorführung" gewertet werden. Mit einem Bild irgendwas anderes zu machen als es hinter Schloss und Riegel aufzubewahren ist also ganz schnell eine "Veröffentlichung", ohne dass man überhaupt über die Spitzfindigkeit "Verbreitung" diskutieren muss.
Erst bei einer Veröffentlichung greift §22 und §23 KUG.
Und wenn Google diese dann ausliest und nutzt, wer hat denn dann veröffentlicht? Ich mit der Erstellung meines Kalenders? Natürlich nicht. Google? Auch nicht, weil es nicht für alle veröffentlicht wird und ich nicht einmal weiß, dass diese Daten genutzt werden.
Und genau an dem Punkt sehe ich das Problem. Darum ist in Bezug auf Datenschutz für mich immer schon der Königsweg, Daten gar nicht erst zu erzeugen. Ich nutze weiterhin viel Papier. Z.B. habe ich im Telefon keine Kontaktliste. Sondern pflege eine Excelliste auf einem separaten Rechner ohne Internetzugang. Lachen immer alle, wenn ich die Liste heraushole und Nummer abtippe. Aaaaber, ich merke mir so unglaublich viele Nummern und kann die relevanten alle ohne Hilfe. Das ist z.B. bei defektem Gerät ein riesiger Vorteil und soll nur ein Beispiel sein, dass eben nocht alles gespeichert werden muss.
Denn alleine zu wissen, wer Deine Kontakte sind und wie oft Du diese wie kontaktierst oder triffst, verrät extrem viel zu Dir selber. Usw. Aber das verstehen junge Menschen nicht mehr. Die Diskussion führe ich häufiger und es gibt überhaupt keine Verständnis dafür.
Wo ist das tiefe Problem? Im Fall der nächsten Machtübernahme, und die droht immer, kann der Widerstand punktgenau kaltgestellt werden. Und diese Option ist im höchsten Maße demokratiefeindlich.