ChatGPT als Therapeut: Warum Gen Z auf KI statt Hilfe setzt
Für viele aus der Gen Z wird ChatGPT zur digitalen Selbsthilfe. Die KI hört zu, ist rund um die Uhr verfügbar - und ersetzt zunehmend echte Therapieangebote.
In Foren, auf Threads, Reddit und Tiktok häufen sich Berichte junger Menschen, die ChatGPT nicht nur als Tool, sondern als emotionale Stütze nutzen. Besonders in der Generation Z entwickelt sich die Beziehung zur KI, die weit über reine Nützlichkeit hinausgeht.
Die psychische Belastung ist hoch - doch klassische Unterstützung fehlt oft. Therapieplätze sind knapp, Berufswege instabil. Besonders typische Einstiegsjobs, auf die viele angewiesen sind, fallen zunehmend der Automatisierung zum Opfer. In dieser Situation wird KI zur niederschwelligen Hilfe - immer verfügbar, nie überfordert, immer höflich.
Einige berichten, dass sie sich gegenüber ChatGPT offener zeigen als im Therapieraum. Die KI erlaube es ihnen, ehrlich zu sein - ohne soziale Maske, ohne Angst vor Wertung.
Auch alternative Modelle wie Deep Seek stoßen auf Begeisterung. Eine Nutzerin beschreibt, wie sie nach Jahren an Therapie-Erfahrung erstmals neue Impulse zum Thema Essstörung bekam - direkt nach wenigen Zeilen im Chat.
In einem anderen Fall wird ChatGPT als respektvoller, analytischer und bestärkender Gesprächspartner beschrieben - nicht als Ersatz für Therapie, aber als hilfreiche Brücke in einer Wartezeit, die für viele zu lang ist.
Fachleute wie Alyssa Petersel sehen genau darin Potenzial - aber auch die Gefahr. KI könne beim Einüben bekannter Methoden unterstützen, aber keine therapeutische Beziehung ersetzen. Gerade in Krisen sei die emotionale Tiefe menschlicher Interaktion unverzichtbar.
Zugleich warnt Petersel vor einer schleichenden Verschiebung: Wer sich ausschließlich auf KI verlasse, könne langfristig emotionale Selbstregulation verlernen. So erklärt sie, dass gesunde Bewältigung auch bedeute, ohne äußere Anleitung zu handeln. Ein Chatbot, der immer zur Verfügung steht, könne ungewollt Abhängigkeiten fördern - insbesondere dann, wenn reale soziale Bindungen fehlen.
Petersel betont, dass KI am besten funktioniert, wenn sie nicht isoliert, sondern begleitend zu echter Therapie eingesetzt wird. Die Technologie könne ein nützliches Werkzeug sein, um an bereits erarbeiteten Strategien wie dem Umgang mit negativem Selbstgespräch zu arbeiten - sofern Nutzer sie nicht als alleinige Wahrheit betrachten.
Wer sich ausschließlich auf ein KI-gestütztes System stützt, laufe Gefahr, nur noch durch die Linse der Technologie auf die eigene Psyche zu blicken. Ein vielseitiger, flexibler Umgang mit sich selbst bleibe dabei womöglich auf der Strecke.
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Quelle: Fortune

P.S.: Maßen sollte man nicht mit Maaßen verwechseln. Und auch nicht mit Massen.
Jeder sollte mindestens eine Person aus jedem Kontinent der Welt in seinem Bekanntenkreis haben.
Mit der Sicht vieler Kulturen wird alles viel unaufgeregter im Leben.
Ich bin erst seit Kurzem direkt hier im Forum, aber viele scheinen hier recht unentspannt zu sein. Oder wirkt das nur so?
Einfach mal tief durchatmen oder eine Stunde am PC zocken.
Denn am Ende des Tages zählt nur, dass du dich wohlfühlst!
## Off-Topic
Ich versuche übrigens schon seit Längerem mit einer Art Kennenlernmodus ein besseres Verständnis für mich zu finden. Angefangen habe ich mit der guten Einstiegs-Taschenbuch-Trilogie "Cafe am Rande der Welt". Mittlerweile bin ich bei "Mit sich selbst befreundet sein" von Wilhelm Schmid. Und das wäre ein Topic, wo KI nichts bringt.
Durch das Lesen dieser philosophisch, ethisch-moralischen und psychologisch wertvollen Bücher mache ich mir über meinen Umgang mit den Themen dort in meiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Gedanken. Und dieses "Gedanken machen" ist zu 100% persönlich und bringt nur mich für mich weiter, denn keine KI kennt all meine Gefühle und Erlebnisse in meiner gesamten Lebenszeit; .. und die Abspeicherung im Gehirn funktioniert nunmal über eine *Verknüpfung vom Ereignis (in der Vergangenheit) und der damals empfundenen Emotion bzw. den Gefühlen. Es bedarf eines eigen entwickelten Verstehens und Umdenkens, um die alte "Speicherung" zu überschreiben.
*In einem Gespräch mit einem studierten, renomierten und aktiv tätigen Psychologen aus Bayern, damals aufgrund meiner Erkrankung an Burnout + mittelschweren Depressionen, erklärte er mir anhand dieser "Funktion" wie das Gehirn für diese Art der Speicherung funktioniert. Also Erinnerungen. Wir sprachen auch über Ravel und Chopin und auch über Arbeitsrecht, aber hier wurde mir bewusst, dass Wissen ein Schlüssel für ein besseres Leben sein könnte. Wissen, wie ich emotional funktioniere, wie ich ethisch anspruchsvolle Themen für mich lösen könnte und auch, wie ich mich besser verstehen und dadurch alte Leiden auflösen und neue Leiden verhindern kann.
Man arbeitet an sich selbst. Wie soll KI dabei helfen? Sie nimmt nur ab. Aber genau das führt zur "Nicht-Entwicklung" bestimmter "menschlicher Skills". Meiner Meinung nach bilden diese Arten von Skills jedoch die Grundlage für die persönliche Weiterentwicklung eines Menschen.