Guide für Krypto-Währungen: Grundlagen zur Technik, dem Kauf, dem Handeln und den Steuern
Krypto-Währungen wie Bitcoin und Ethereum haben 2017 einen ungeahnten Aufschwung erlebt und auch 2018 sehen die Erwartungen gut aus. Handelsplätze, sogenannte Exchanges beziehungsweise Börsen, werden langsam, aber sicher benutzerfreundlicher. Trotzdem ist der Einstieg noch alles andere als selbsterklärend. PC Games Hardware gibt einen kleinen Einblick, was man beim Kauf, Handeln und den Steuern beachten muss.
Anmerkung: PC Games Hardware leistet an dieser Stelle keine Finanz- und Rechtsberatung. Sämtliche Käufe geschehen auf eigene Gefahr. Interessenten sollten sich bewusst sein, dass sie ihr Geld komplett verlieren könnten.
In diesem Artikel
- Seite 1 Grundlagen Krypto-Währungen: Wie alles mit Bitcoin begann
- Seite 2 Grundlagen Krypto-Währungen: Proof of Work vs. Proof of Stake
- Seite 3 Grundlagen Krypto-Währungen: Wie kaufe ich Bitcoin und Co.?
- Seite 4 Grundlagen Krypto-Währungen: Versteuerung
- Seite 5 Grundlagen Krypto-Währungen: Einige gängige Tipps
- Seite 6 Bildergalerie
Das Konzept der Krypto-Währungen ist eigentlich schon ein alter Hut. Seit einigen Jahren wird Bitcoin in vielen Medien behandelt - wir veröffentlichten bereits 2013 einen Artikel, in dem die dezentralisierte Digitalwährung erklärt wurde. Kurzum ist der Grundgedanke hinter Krypto, die Macht von Behörden und Banken auf die Nutzer zu verlagern, indem keine zentralisierte Organisation mehr hinter dem Geldsystem steckt - und in Zukunft vielleicht darüber hinaus. Ein Auszug aus dem Artikel vom 2013:
Was ist eigentlich Bitcoin?
Im Kern ist ein Bitcoin nichts weiter als eine Zeichenkette, die gewisse mathematische Anforderungen erfüllt. Geschöpft werden Bitcoins durch die Aufwendung von Rechenleistung: Computer rechnen so lange, bis ein für einen Block passender Hash-Wert (ein zweifacher SHA256-Wert) gefunden wurde, der unter einem bestimmten Grenzwert liegt. Dieser Hash ist eine den Block beschreibende, aber nicht injektive Zeichenkette, d.h. es kann mehrere passende davon geben, die den Block korrekt beschreiben. Der Block besteht dabei aus dem Hash-Wert des Vorgängers, einer Zufallszahl zur Veränderung des Blockes, sowie der Liste der Transaktionen, beginnend mit der Indentifikations-Zeichenkette des Entdeckers des Blockes. Gültig ist dabei immer nur der erste passende Hash-Wert, der für einen Block gefunden wird.
Manch ein Leser mag sich nun fragen, wie das Ganze verwaltet wird. Die Antwort ist einfach: von den Teilnehmern des Geldsystems selbst. Sobald eine Transaktion stattfindet, werden die relevanten Daten an sämtliche bekannten Bitcoin-Clients des Adressbuches übermittelt ("Flooding"). Diese prüfen die Gültigkeit der Transaktion, ihre Signatur und geben sie anschließend wiederum an alle ihnen bekannten Clients weiter. Das zieht sich so lange fort, bis die Transaktion allen Teilnehmern des Netzwerkes bekannt ist. Während des Floodings ist eine Transaktion noch schwebend und könnte von widersprüchlichen Transaktionen verhindert werden. Dabei entscheidet im Bitcoin-Netzwerk generell immer die Mehrheit, welche Transaktion die zutreffende ist.
Das ist beispielsweise der Fall, wenn zwei Clients gleichzeitig eine Lösung für einen Block finden. Da ein Block immer den Hash-Wert des vorhergehenden beinhaltet, spaltet sich an dieser Stelle die sogenannte Blockchain. Ab diesem Moment geht es darum, welcher Zweig der Blockchain der längere wird, da von Clients nur dieser weiterverbreitet wird. Kürzere Zweige der Blockchain sterben dadurch im Netzwerk über kurz oder lang ab. Ab einem Vorsprung von sechs Blöcken gilt eine Transaktion als bestätigt. Bitcoin-Nutzer können dafür sorgen, dass ihre Transaktionen bevorzugt abgearbeitet werden, indem Sie an die bestätigenden Bitcoin-Clients eine geringe Transaktionsgebühr bezahlen. Darauf kann man auch verzichten, muss aber damit leben, dass man unter Umständen den Kürzeren gegenüber einem Zahlenden ziehen wird.
Die Situation im Jahre 2018
Gut vier Jahre später sieht die Welt schon ganz anders aus. Der Wert eines Bitcoins ist von 500 auf zwischenzeitlich 17.000 Euro gestiegen und bewegt sich zurzeit bei rund 10.000 Euro. Die Transaktionen haben sich vervielfacht, was "den alten Hasen" vor ernsthafte Skalierungsprobleme stellt. Bei 1 Megabyte großen Blöcken kann das Bitcoin-Netzwerk gerade einmal drei bis sieben Transaktionen pro Sekunde bewältigen. Zu Stoßzeiten werden jedoch mehrere Tausend getätigt, was dann zu unbestätigten Transaktionen im sechsstelligen Bereich führt - und zu Wartezeiten von teilweise mehreren Stunden bis sogar Tagen. Um Transaktionsgebühren im zweistelligen Euro-Bereich kommen Nutzer nicht mehr herum, am 21. Dezember 2017 lag der Durschnitt sogar bei 44 Euro. Eine Pizzabestellung kann man damit nicht mal eben mit Bitcoin bezahlen. Es gibt Konzepte, die Skalierung zu verbessern, zum Beispiel arbeiten die Entwickler schon seit Jahren am Lightning-Netzwerk, eine tatsächliche Umsetzung ist aber noch nicht in Sicht. Technisch ist Bitcoin also durchaus veraltet, da es sich aber schlichtweg um die erste Krypto-Währung handelt, stellt Bitcoin noch den Platzhirsch dar.
Ethereum: Blockchain 2.0
Bitcoin und dessen Hard-Forks - gegabelte Blockchains, die separat von anderen Teams weiterentwickelt werden -, darunter Litecoin und Bitcoin Cash, gehören zur ersten Generation von Blockchains. Der prominenteste Vertreter der zweiten Generation ist Ethereum, das von Vitalik Buterin konzipiert wurde. Ethereum versteht sich nicht als reine Krypto-Währung, sondern als Plattform für dezentralisierte Apps, kurz dApps.
Deren mächtigste Waffe sind die sogenannten Smart-Contracts, denn anstatt einfach nur Geld von a nach b zum aktuellen Zeitpunkt zu senden, kann man mit Ethereum beliebig viele Konditionen festlegen. Die einfachste Form eines Smart-Contracts ist: Wenn Aktion x geschieht, wird y ETH (Ether, die Währungseinheit von Ethereum) an Adresse z geschickt. Das wiederum ermöglicht DAOs (Decentralized Autonomous Organizations), also mitarbeiterlose Unternehmen, die völlig automatisiert agieren. Alternativ zur Nutzung von ETH sieht Ethereum die Entwicklung von ERC-20-Tokens vor, die spezialisierte Funktionen auf der Ethereum-Blockchain ausführen.
Ein beliebtes Beispiel zur Funktionsweise von Smart-Contracts sind die inzwischen gängigen Initial Coin Offerings, kurz ICOs, die ähnlich funktionieren wie Kickstarter-Kampagnen. Meistens auf Basis eines ERC-20-Tokens preisen Startups ihr Projekt an, woraufhin Interessenten darin investieren können. Ein Smart-Contract lässt sich dann zur Absicherung einsetzen: Sollte die Finanzierung durch zu wenige Investments an einem festgelegten Datum scheitern, kann der Entwickler festlegen, dass die Geldmittel in Form von ETH automatisch an die Investoren zurücküberwiesen und alle Tokens "verbrannt" werden. So bekommen alle Beteiligten Sicherheiten, ohne eine Mittelfirma wie eben Kickstarter einsetzen zu müssen. Andersherum können ICO-Betreiber zum Beispiel festlegen, dass die ERC-20-Tokens nach einer erfolgreichen Finanzierung erst nach x Tagen überwiesen werden, damit nicht nach kurzer Zeit ein Ausverkauf der Investoren stattfindet.
Während 2017 die Konzeptphase für dApps einleitete, sollen dieses Jahr finale Produkte erscheinen und damit einen realen Nutzen der Blockchain bringen. Funfair (FUN) etwa stellt ein dezentralisiertes Online-Casino dar, bei dem Nutzer anonym mitspielen können und das noch diesen Monat ans Netz gehen soll. Selfkey möchte mit zusammenarbeitenden Behörden einen Marktplatz für Reisedokumente und Fremdwährungen anbieten: Nutzer verifizieren sich einmalig und können ohne einen echten Gang zu einer ansässigen Behörde Visa oder Reisepässe beantragen und Selfkey-Tokens gegen Echtgeld des Reiseziels eintauschen. Um nur zwei Beispiele zu nennen.
Zur dritten Generation der Blockchains gehören derweil Icon (ICX) und Neo, die beide eine ähnliche Plattform wie Ethereum anbieten wollen, allerdings noch längst nicht so breit aufgestellt sind. Inzwischen häufen sich darüber hinaus Projekte, die als reines Zahlungsmittel eine Alternative zu Bitcoin darstellen wollen, jedoch deutlich schneller und günstiger agieren. Raiblocks (XRB) etwa wirbt mit möglichen 7.000 Transaktionen pro Sekunde komplett ohne Gebühren. Dabei gibt es keine globale Blockchain, sondern jedes Endgerät mit einer Wallet, also einem virtuellen Portemonnaie, speichert seinen eigenen Teil und führt den Proof of Work (PoW) durch.
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- Seite 2 Grundlagen Krypto-Währungen: Proof of Work vs. Proof of Stake
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Absolut richtig. Den Hype auch noch zu fördern und die letzten Trottel die noch gezweifelt haben in den offensichtlichen Ruin zu treiben, ist absolut verwerflich.
Ich hoff der Spuk ist bald rum.
mimimi, hier werden Themen aus dem IT-Bereich behandelt, mimimi
Hier wird nix gefördert, nur erklärt.
Pfui!!
Ihr tragt jetzt also offiziell zur Verteuerung von Grafikkarten bei, ganz zum Ärgernis der selbst erwählten Zielgruppe!?
Und wofür verratet ihr uns? Für Clicks und €€ ??
Widerlich!! Das finde ich sowas von zum
Zur Strafe werde ich ab sofort ein Jahr lang nicht mehr die Printed kaufen und hoffe, dass sich noch viele weitere anschliessen!
Scheinbar ist der € die einzige Sprache die ihr noch versteht!
Prizipientreue, Loyalität, Authenzität... alles nichts mehr wert, wenn der Preis stimmt?
Widerlich, einfach nur widerlich!!
Ich hoff der Spuk ist bald rum.
Allerdings ist eben nicht alles schlecht und bei der Menge an Aufgaben sind Fehler nunmal unvermeidlich.
Kurz: Dieser Staat vernichtet aktuell unfassbare Berge an Steuergeld für Sachen die - wenn man es ohne ideologisches Wunschdenken betrachtet - den Bürgern keinerlei Vorteile sondern sogar eher noch Lasten in der Zukunft aufbrummen. Ich verstehe jeden dem da die Lust aufs Steuern zahlen absolut vergeht.
Das ein Staat grundsätzlich Steuern erheben muss um seine Verwaltung, öffentliche Sicherheit usw zu finanzieren ist absolut logisch und das stelle ich auch nicht in Frage.
Aber unsere Politik verbrennt Geld in Milliardenhöhe : Schwarzbuch | Bund der Steuerzahler | Schwarzbuch BdSt
Das sind keine Fehler mehr, dass ist schon Vorsatz. Naja, meine Meinung. Wie gesagt: Ich habe glücklicherweise nicht viel Geld und kann mich als Arbeitnehmern auch nicht vor Steuern drücken. Könnte ich es.... Naja...
Wenn bitpanda nicht deins ist, Anycoindirect und LiteBit tauschen auch Cryptos zu FIAT.