Ethereum: Darum wird das Casper-Update Mining unrentabler machen
Im Laufe dieses Jahres wird die Ethereum-Foundation die erste Casper-Iteration ("Friendly Finality Gadget", FFG) veröffentlichen, mit dem die Ethereum-Blockchain von einem reinen PoW-Modell auf ein PoW-PoS-Hybrid wechseln wird. Mit dem Update geht eine Änderung bei den Mining-Belohnungen einher, womit das Schürfen von Ether deutlich unrentabler wird. Den Grafikkartenmarkt könnte das entspannen.
Zurzeit nutzt Ethereum ein reines Proof-of-Work-Modell. Das heißt, neue Blöcke werden über die rohe Rechenleistung des Netzwerks generiert. Je mehr Grafikkarten ein Miner einsetzt, desto höher fällt die Wahrscheinlichkeit aus, dass man den neuen Block berechnen darf und dafür eine Belohnung in Form von Ether (ETH) erhält. Für einen geschürften Block erhält man bislang 3 ETH, also beim aktuellen Umrechnungskurs von rund 330 Euro den Gegenwert von knapp 1.000 Euro. Zwischenzeitlich waren das sogar über 3.000 Euro - Kurseinbrüche machen das Mining bereits unattraktiver.
Mit dem ersten Casper-Update, "Friendly Finality Gadget" oder kurz FFG Casper genannt, wird Ethereum zunächst auf ein Hybrid-Modell zwischen Proof of Work (PoW) und Proof of Stake (PoS) wechseln, bevor der Wechsel auf reines PoS erfolgt. 99 Blöcke werden wie gewohnt geschürft und jeder 100. durch Prüfer validiert. Die sogenannten "Validators" müssen für Stimmrechte ETH hinterlegen (der "Stake") - je größer der Betrag, desto höher die Gewichtung. Auf Github wurde kürzlich ein Update veröffentlicht, das eine Änderung des Belohnungssystems beschreibt. Statt 3 ETH soll es pro geschürftem Block nur noch 0,6 ETH geben - also nur noch ein Fünftel. Wie die Belohnung im Falle der "Stakes" aussieht, ist noch nicht festgelegt, betrifft aber auch nicht direkt die Miner.
Diese Reduzierung ist für die Hardware-Welt interessant, da sie das Mining erheblich unrentabler macht. Nach dem aktuellem Kurs bekäme man nur noch circa 200 Euro für einen geschürften Block. Selbst wenn der Preis zum Allzeithoch zurückkehrt, sind es nur noch rund 700 statt 3.500 Euro. Die Grafikkartennachfrage im Mining-Umfeld könnte aus diesem Grund sinken, was zu günstigeren Preisen im Endkundenhandel führen würde. Immerhin stellt Ethereum die mit Abstand größte Blockchain dar, die nicht von ASIC-Minern dominiert wird. Mit der vollständigen Umstellung auf PoS hat sich das Thema Mining komplett erledigt.


Edit: Nevermind. Fixed.
Zumindest meine acht Grafikkarten unterschiedlichster Hersteller (alle gebraucht gekauft gehabt, wer weiß also was die Vorgänger damit gemacht haben) haben ein Jahr lang durchgemined. Keine Ausfälle, keine kaputten Lüfterlager. Nie mehr als 60°C gesehen.
Wenn ich mir so manches Gaming-Rig ansehe mit maximaler Übertaktung, 135% Powertarget und immer am 83°C Temp-Target hängend, dann nehme ich lieber die Miner-Karte als das tot-übertaktete Ding aus dem Schwitzkasten.
Wobei die Miner auch ein Teil der Währung durch ihren Gewinn waren.
abgesehen davon das ich sowas eher von nem händler kaufen würde. vers rückläufer usw.
"Es ist verboten:
- einen nicht zutreffenden Artikelzustand anzugeben oder widersprüchliche Angaben zum Artikelzustand in der Artikelbeschreibung zu machen,"
Wenn er sich daran nicht hält. muss er versuchen seine gebrauchten und durch BIOS-Modifikationen nach 3 Wochen nicht mehr für Garantieansprüche tauglichen Mining-Karten woanders loszuwerden.
Ansonsten hat schmuppes recht. Ohne änderungen an der soft-hardware würde noch garantie gelten und sie wäre neu im sinne von sonstiges.
abgesehen davon das ich sowas eher von nem händler kaufen würde. vers rückläufer usw.
Bleibt jetzt die Chance, dass es den Vega Refresh zu akzeptablen Preisen gibt.