Fujitsu beendet PC-Geschäft in Europa - mit bemerkenswerter Begründung
Bis zum kommenden Frühjahr will Fujitsu das PC-Geschäft in Europa komplett einstellen. Dafür werden überraschende Gründe genannt, die aber vermutlich nicht die ganze Wahrheit beinhalten.
Nachdem es zuvor bereits in einigen Medienberichten zu lesen war, hat Fujitsu die Meldung nun bestätigt: Das Unternehmen möchte in Europa aus dem PC-Markt ausscheiden. Die bestehenden Desktop-PCs, Notebooks, Workstations und Thin-Clients sollen demnach nur noch bis April 2024 ausgeliefert werden, bevor der Betrieb eingestellt wird. Immerhin: Wirtschaftlich dürfte dieser Schritt wohl nur geringe Auswirkungen haben. Schon 2018 stellte das Unternehmen seine Fertigung in Europa ein, sodass die entsprechenden Produkte in den letzten Jahren aus Japan importiert wurden.
Nachhaltigkeit und digitale Transformation
Fujitsu hat nicht nur die Ankündigung, sondern auch eine ungewöhnliche Begründung für den Schritt parat. Demnach will sich das Unternehmen in Zukunft darauf fokussieren, einen "Wandel zur Nachhaltigkeit durch digitale Innovation voranzutreiben". Zudem will man angeblich "die digitale Transformation seiner Kunden" unterstützen und ein Geschäftsmodell entwickeln, das "Nachhaltigkeitstransformation zum Kerngeschäft macht".
Tatsächlich dürften sich hinter diesen Floskeln aber wohl weniger die Nachhaltigkeit oder neue Innovationen verbergen, sondern handfeste wirtschaftliche Interessen. Schließlich hat der gesamte PC-Markt schon seit Monaten mit niedrigen Umsatzzahlen zu kämpfen, die sich natürlich auch bei Fujitsu bemerkbar machen. Vermutlich kam das Unternehmen deshalb zu dem Schluss, dass der Client-Markt in Europa nicht mehr rentabel genug ist.
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Während alle europäischen Client-Produkte bald auslaufen, soll das Server-Geschäft von Fujitsu übrigens offenbar wie gewohnt weiter laufen. Vermutlich ist die Rentabilität hier schlicht höher, sodass sich der Weiterbetrieb hier eher lohnt. Gleichzeitig dürfte sich die Konkurrenzsituation im PC-Markt durch den Schritt etwas entspannen, da so Marktanteile für Mitbewerber wie HP, Dell, Acer oder Lenovo frei werden.
Quelle: Golem

Ich habe mir etwa kürzlich ein LIFEBOOK U9313X gekauft. Ein kompaktes, leichtes, robust gebautes 13" Convertable mit gutem Touchscreen, recht leistungsfähiger, moderner Hardware, langer Akkulaufzeit... in Kombination mit einer bemerkenswerten Anschlussvielfalt: 2x USB-C, 2x USB-A, HDMI und Ethernet. Das bekommt man wo anders heute nicht mehr.
Andere aktuelle Notebooks von Fujitsu punkten zum Teil mit einer im Vergleich zu praktisch sämtlichen Mitbewerbern vorbildlich höheren Modularität und Aufrüstbarkeit, etwa gestecktem RAM und wechselbaren Akkus auch bei relativ kompakten Geräten.
Ich hab zwar nie in Erwägung gezogen einen anzuschaffen aber die kompakten ESPRIMO und FUTRO Mini-PCs bzw. thin-clients konnten sich auch mit relativ modularem, durchdachten Aufbau und sehr effizienten Netzteilen von vielen Konkurrenzprodukten absetzen und gehören wohl zu den besten Geräten ihrer Klasse.
Jedenfalls bin ich froh das es erst jetzt so weit kommt und nicht schon vor einem Jahr so weit gekommen ist, sonst hätte ich meinen Laptop vielleicht irgendwie aus Asien importieren oder zu einer für mich schlechteren Alternative greifen müssen...
Also meiner ist jedefalls laut Aufkleber Made in Japan...
Fujitsu hat inzwischen ernst gemacht und sich vom Laptop-Markt zurückgezogen. Aktuell werden die noch verbliebenen Modelle so langsam bezahlbar und unter den leichtgewichtigen 13 Zoll Convertibles gibts immer noch keine ernste Konkurrenz zum U9313X.
Seit 10 Jahren haben Fujitsu eine Standard Bios Einstellung, dass sie im Netzbetrieb den "Power Saving Modus" der CPU benutzen. Es gibt eine Option Lüftersteuerung, aber wenn man den Lüfter auf "silent" stellt, wird in Wirklichkeit die CPU auf 10W TDP limitiert.
Seit der 4. Generation Intel wird der gleiche Monitor von LG verbaut, einzige Änderung in der 12. Generation ist ein schmalerer Halter, damit der Rahmen des Bildschirms schmäler werden durfte. Fujitsu ist locker 250€ teurer als die identisch ausgestattete Konkurrenz und legt seinen Dockingstationen zwar Netzteil, aber kein Kaltgerätekabel bei. Letzteres wird, kein Scherz, für 25€ separat verkauft
Die aktuellen Laptops werden gerne so heiß, dass es das Plastik an der Unterseite verzieht und die Dinger nicht mehr eben auf einem Tisch stehen können. 8.Generation hatte vom Mainboard zum Tochterboard (RJ-45, HDMI und USB Anschlüsse auf einer Seite) ein Kabel gespannt das nicht ins Gehäuse gepasst hat und daher so gebogen war, dass es die Unterseite des Gehäuses berührt hat und mit der Zeit gebrochen ist bei Benutzung.
Puh, und das ist nur was mir zu den Laptops einfällt, vom Rest will ich gar nicht anfangen. Die harte Realität ist, dass Fujitsu nix taugt und dieser Rückzug aus dem Geschäft überfällig war.
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Zum Thema "Nachhaltigkeit" verweise ich auf das alte Siemens Nixdorf Promo-Video:
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Schon damals hat man auf Nachhaltigkeit gesetzt, u.a. mit der Rückgewinnung von Kupfer aus alten Leiterplatten. Global betrachtet war das halt damals noch nicht "in" genug.
"Wandel zur Nachhaltigkeit durch digitale Innovation voranzutreiben"