ARWall statt Greenscreen: AMD zeigt Technik mit Threadripper und Radeons Pro

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ARWall statt Greenscreen: AMD zeigt Technik mit Threadripper und Radeons Pro (1)
Quelle: AMD/Youtube

ARWall ersetzt den Greenscreen durch eine Wand, auf der die eigentlich später einzufügenden Inhalte in Echtzeit abgespielt werden. Wie die Technik funktioniert, hat AMD nun anhand eines Systems veranschaulicht, das die virtuelle Umgebung mit Threadripper und zwei Radeons Pro rendert.

Filmemacher nutzen heute exzessiv Greenscreens, wenn sie Inhalte nachträglich einfügen wollen. Geht es nach dem Team, das hinter ARWall steckt, können sich Filmemacher das Leben jedoch viel einfacher machen. Dazu stellt man einfach die ARWall anstelle des Greenscreens auf. Dabei können sich die Darsteller in Echtzeit vor der virtuellen Umgebung bewegen und sogar mit ihr interagieren. AMD hat das System nun in einem Video veranschaulicht.

Darin interagiert eine Person vor besagter Wand, auf der sich eine von der Unreal Engine 4 gerenderte Szene abspielt. Angetrieben wird das System von einem Ryzen Threadripper und einem Verbund aus zwei Grafikkarten des Typs Radeon Pro WX 9100.

ARWall befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und soll neben Film- und Serienschaffenden auch für VR-Studios und Events von Interesse sein. Aktuell sucht das Start-up unter den Filmschaffenden Hollywoods noch nach Teilnehmern für ihr Pilotprojekt.

Das Team hinter ARWall geht davon aus, dass sie die Produktionskosten, die in die Spezialeffekte gehen, um bis zu 40 Prozent senken können. Immerhin entfielen durch den Einsatz der Technik Monate der Nachbearbeitung. Eine dynamische Beleuchtung sei ebenfalls integriert, Set und Darsteller also auch schon teilweise ausgeleuchtet.

Das Ganze erinnert an einen uralten Filmtrick, bei dem man den Helden auf eine Pferde- oder Fahrzeugattrappe setzte und eine im Vorfeld gedrehte Schlachtszene per Rückprojektion auf eine im Hintergrund befindliche Leinwand warf. ARWall soll es optisch jedoch mit moderner Greenscreen-CGI aufnehmen können. Gleichzeitig soll es praktischer sein, weil die Effekte bereits vorliegen und die Darsteller somit eine Umgebung haben, auf die sie ihr Spiel konzentrieren können. Die Verantwortlichen jedenfalls geben sich zuversichtlich.

Quelle: Youtube, ARWall

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Research Lötkolbengott/-göttin
        Hey, daw wird die Produktionskosten drastisch senken. Für viele gute Projekte der Pornoindustrie.
      • Von Research Lötkolbengott/-göttin
        Hey, daw wird die Produktionskosten drastisch senken. Für viele gute Projekte der Pornoindustrie.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von LifestylerAut
        Was Du hier aber vergisst ist die Tatsache, dass diese Technik mit anderen Techniken, wie z.B. Green Screen etc, kombiniert werden kann.
        Objekte können via Green Screen ebenso unsichtbar gemacht und später -durch entsprechende Composings -ersetz werden.
        Es ist eine zusätzliche Ebene, ein weiteres Werkzeug.

        Was die (momentan) angedachte bzw. verwendete Engine betrifft, ist diese durchaus in der Lage, filmkompatible Effekte und Szenen darzustellen; es ist alles eine Frage des Budget und des schlussendlich möglichen Outputs.
        Eine Kombinationsmöglichkeit halte ich für unwahrscheinlich. Greenscreen basiert darauf den gesamten Hintergrund anhand einer spezifischen Farbe erkennbar zu machen – ARWall will den gesamten Hintergrund mit dynamischem Bildinhalt füllen. Außerdem liegt der Hauptvorteil von ARWall nicht in der Schauspieler-Interaktion (diese gucken ohnehin selten von der Kamera weg auf die AR-Wand), sondern in der direkten Aufzeichnung der fertigen Szene explizit ohne Nachbearbeitungsbedarf.
      • Von Don Dogma Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Jo aber soweit ich dieses System verstanden habe, hängst du dann mit dem Umriss auf der Wall fest, sobald du das Grün keyst. Nix mit Alpha-Channel.
        Das macht doch nur Sinn, wenn ein spezielles Kamera-System integriert wird, sodass Umrisse getrackt und die Wall entsprechend gemappt werden kann (was es auch schon gibt), ansonsten kann das ja jeder stinknormale Medienserver mit gecaptureter Cam live auf Beamer oder LED oder sonstwas. Im Moment sehe ich da überhaupt kein Vorteil gegenüber einem GreenScreen. Im Gegenteil, ein GreenScreen, entsprechende Beleuchtung und ein kleiner Medienserver wie Isadora o.ä. ist für ein kleines (TV-)Studio definitiv günstiger als so ein Teil. Und wie schon gesagt wurde, wird das nie an die Quali eines richtigen Filmstudios herankommen, außerdem lebt die Postproduktion doch von Veränderungen, die man damit nicht mehr machen kann. Ich schließe aber ein Verständnisproblem meinerseits bzgl dieses System ganz bestimmt nicht aus. Gestern wars spät, heute früh und ich darf kein Kaffee mehr
      • Von yingtao BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Zwiebo
        Würde man nicht Probleme bekommen, wenn Sachen auf dem ARWall in der selben Farbe wären, wie der Greenscreen bzw Objekte die aus dem Bild verschwinden sollen? Ich kenn mich da nicht so aus, deswegen nur interessehalber
        Kommt ganz darauf an wie viel Aufwand man betreiben möchte. Man kann in der Post-Production auch pxeilgenau Bereiche definieren die man dann ersetzt. Ich sehe die Technik eher skeptisch, da so aufwändiges CGI wie es in Hollywood üblich ist nicht in Echtzeit berechnet werden kann und viele Vorteile von Greenscreens nicht ersetzt werden können. Man muss sich nur mal Making Ofs von z.B. den Herr der Ringe Filmen oder dem Warcraft Film angucken. Teilweise wurden dort Greenscreens aufgebaut die 10x15m groß sind oder komplette Landschaften als Greenscreen gebaut. Für kleinere Produktionen ist es sicherlich eine Alternative zum Greenscreen und für Schauspieler auch angenehmer, wenn sie sehen wie die Szene wirklich ausschaut.

        Zitat von Don Dogma
        Mir ist nicht ganz klar, wie du das meinst. Das würde nur funktionieren, wenn der Dummy kongruent zum gewünschten Objekt wäre. Dann kann man auch gleich das Objekt bauen oder nich?
        Was er wahrscheinlich meint ist das man die ARWall für den Hintergrund nimmt und das ganze dann mit Greenscreen Objekten kombiniert wie z.B. Schauspieler die nachträglich per CGI ersetzt werden oder aber andere Objekte. Ob es sich rechnet ein Objekt per Greenscreen auszutauschen oder direkt zu bauen muss man von Objekt zu Objekt entscheiden. Nimmt man z.B. ein Haus an das sich ein Schauspieler anlehnen soll reicht es beim Greenscreen einfach eine Kiste oder so mit grünem Stoff zu beziehen. Alternativ müsste man das Stückchen Wand wirklich bauen und gucken das die Beleuchtung stimmt um dann auf die Nachbearbeitung verzichten zu können.
      • Von Don Dogma Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von LifestylerAut
        Was Du hier aber vergisst ist die Tatsache, dass diese Technik mit anderen Techniken, wie z.B. Green Screen etc, kombiniert werden kann.
        Objekte können via Green Screen ebenso unsichtbar gemacht und später -durch entsprechende Composings -ersetz werden.
        Es ist eine zusätzliche Ebene, ein weiteres Werkzeug.
        Mir ist nicht ganz klar, wie du das meinst. Das würde nur funktionieren, wenn der Dummy kongruent zum gewünschten Objekt wäre. Dann kann man auch gleich das Objekt bauen oder nich?
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