ARWall statt Greenscreen: AMD zeigt Technik mit Threadripper und Radeons Pro
ARWall ersetzt den Greenscreen durch eine Wand, auf der die eigentlich später einzufügenden Inhalte in Echtzeit abgespielt werden. Wie die Technik funktioniert, hat AMD nun anhand eines Systems veranschaulicht, das die virtuelle Umgebung mit Threadripper und zwei Radeons Pro rendert.
Filmemacher nutzen heute exzessiv Greenscreens, wenn sie Inhalte nachträglich einfügen wollen. Geht es nach dem Team, das hinter ARWall steckt, können sich Filmemacher das Leben jedoch viel einfacher machen. Dazu stellt man einfach die ARWall anstelle des Greenscreens auf. Dabei können sich die Darsteller in Echtzeit vor der virtuellen Umgebung bewegen und sogar mit ihr interagieren. AMD hat das System nun in einem Video veranschaulicht.
Darin interagiert eine Person vor besagter Wand, auf der sich eine von der Unreal Engine 4 gerenderte Szene abspielt. Angetrieben wird das System von einem Ryzen Threadripper und einem Verbund aus zwei Grafikkarten des Typs Radeon Pro WX 9100.
ARWall befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und soll neben Film- und Serienschaffenden auch für VR-Studios und Events von Interesse sein. Aktuell sucht das Start-up unter den Filmschaffenden Hollywoods noch nach Teilnehmern für ihr Pilotprojekt.
Das Team hinter ARWall geht davon aus, dass sie die Produktionskosten, die in die Spezialeffekte gehen, um bis zu 40 Prozent senken können. Immerhin entfielen durch den Einsatz der Technik Monate der Nachbearbeitung. Eine dynamische Beleuchtung sei ebenfalls integriert, Set und Darsteller also auch schon teilweise ausgeleuchtet.
Das Ganze erinnert an einen uralten Filmtrick, bei dem man den Helden auf eine Pferde- oder Fahrzeugattrappe setzte und eine im Vorfeld gedrehte Schlachtszene per Rückprojektion auf eine im Hintergrund befindliche Leinwand warf. ARWall soll es optisch jedoch mit moderner Greenscreen-CGI aufnehmen können. Gleichzeitig soll es praktischer sein, weil die Effekte bereits vorliegen und die Darsteller somit eine Umgebung haben, auf die sie ihr Spiel konzentrieren können. Die Verantwortlichen jedenfalls geben sich zuversichtlich.

Objekte können via Green Screen ebenso unsichtbar gemacht und später -durch entsprechende Composings -ersetz werden.
Es ist eine zusätzliche Ebene, ein weiteres Werkzeug.
Was die (momentan) angedachte bzw. verwendete Engine betrifft, ist diese durchaus in der Lage, filmkompatible Effekte und Szenen darzustellen; es ist alles eine Frage des Budget und des schlussendlich möglichen Outputs.
Das macht doch nur Sinn, wenn ein spezielles Kamera-System integriert wird, sodass Umrisse getrackt und die Wall entsprechend gemappt werden kann (was es auch schon gibt), ansonsten kann das ja jeder stinknormale Medienserver mit gecaptureter Cam live auf Beamer oder LED oder sonstwas. Im Moment sehe ich da überhaupt kein Vorteil gegenüber einem GreenScreen. Im Gegenteil, ein GreenScreen, entsprechende Beleuchtung und ein kleiner Medienserver wie Isadora o.ä. ist für ein kleines (TV-)Studio definitiv günstiger als so ein Teil. Und wie schon gesagt wurde, wird das nie an die Quali eines richtigen Filmstudios herankommen, außerdem lebt die Postproduktion doch von Veränderungen, die man damit nicht mehr machen kann. Ich schließe aber ein Verständnisproblem meinerseits bzgl dieses System ganz bestimmt nicht aus. Gestern wars spät, heute früh und ich darf kein Kaffee mehr
Objekte können via Green Screen ebenso unsichtbar gemacht und später -durch entsprechende Composings -ersetz werden.
Es ist eine zusätzliche Ebene, ein weiteres Werkzeug.