AMD Kaveri: Speicherinterface bietet GDDR5-Support

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Seit vielen Monaten wurde spekuliert, dass AMD seine Kaveri-APUs mit einem Speichercontroller ausstattet, der über GDDR5-Support verfügt. Das wurde jetzt im BKDG bestätigt. Zwar bieten die Kaveri-APUs Nutzern im Moment nur den üblichen DDR3-Standard, doch GDDR5-Speichermodule sind ohnehin noch nicht auf dem Markt. Für Nutzer hätte GDDR5-Speicher schnellere Zugriffszeiten zum Vorteil, für AMD würde er jedoch in höheren Kosten resultieren.

Aus dem Bios and Kernel Developer's Guide geht hervor, dass AMDs Kaveri-APUs den GDDR5-Standard unterstützen. Das wurde zwar schon vor knapp einem Jahr vermutet, zwischenzeitlich aber auch dementiert. Angefangen haben die Gerüchte mit dem Playstation Meeting 2013. Hier wurde klar, dass der einst von Grafikkarten bekannte GDDR5-Speicher auch beim RAM zum Einsatz kommt. Bereitgestellt wird dieser, bei der PS4 acht GiByte große GDDR5-Speicher, von einer AMD-APU. Jetzt ist sicher, dass die Kaveri-APUs - theoretisch - mit GDDR5-Unterstützung kommen.

In dem Bios and Kernel Developer's Guide werden im Kapitel 2.9 (DRAM-Controllers) insgesamt vier 64-Bit-Speicherkanäle aufgeführt. Da bei den Kaveri-APUs nur zwei davon aktiv sind, ist GDDR5 zunächst nur theoretisch möglich. Um die restlichen zwei Speicherkanäle zu aktivieren, wären beispielsweise weitere Pin-Reihen notwendig. Zudem ist der FM2+-Sockel nicht für GDDR5 konzipiert. Trotzdem gäbe es Möglichkeiten - wie bei der PS4 von Sony - GDDR5 zu nutzen, indem der Speicher mit der Platine verlötet wird. Dass die Kaveri-APUs im derzeitigen Zustand also weiterhin nur mit DDR3-RAM nutzbar sind, ist nicht von Bedeutung - GDDR5-Speicher gibt es ohnehin noch nicht zu kaufen.

Der Vorteil von GDDR5-Speicher liegt auf der Hand: Mit einer erreichten Bandbreite von circa 50 GB/s bei einer effektiven Taktrate von 3,2 GHz wäre die Bandbreite immer noch rund doppelt so hoch wie bei DDR3-1600-RAM - der Performance-Schub wäre also auch bei langsameren GDDR5-Kits noch sehr deutlich. Diese Daten würden auch aktuelle DDR4-Erwartungen übertreffen. Als Nachteil sind vor allem hohe Kosten zu nennen.

Quellen: BKDG, Golem

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von darkpope Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Es werden vier Adressen ausgeführt, aber ausdrücklich nur zwei Controller. Es wäre auch arg bescheurt weil teuer, zwei nie genutzte Controller mit aufs Silizium zu packen. Das einzige, was AMD offensichtlich nicht geändert hat, ist die Anzahl von Ports an der XBar - und zwei führen jetzt ins Nichts.

        "Natürlich" ist daran für mich gar nichts. Die PS4 hat 4 GDDR5-Controller. Gesetzt den Fall, man würde daraus Kaveri ableiten (was ich bezweifle), wieso sollte dann die Entfernung von zwei GDDR5 Controllern dazu führen, dass sich die anderen von GDDR5 in DDR3 Controller verwandeln?
        Wenn man die Controller in einen Bonaire transferiert (und da afaik tatsächlich die PS4 Technik zum Einsatz), passiert das übrigens auch nicht.
        Ich vermute, dass AMD versucht hat, die Entwicklungskosten so gering wie möglich zu halten. Sie haben den Speichercontroller vom Kabini benutzt (vielleicht ein neues generisches Modell), und nur für den Desktop modifiziert (Anstatt 2xGDDR5 2xDDR3). Ähnliches macht VW ja auch mit ihrem Plattformmodellen.
      • Von darkpope Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Es werden vier Adressen ausgeführt, aber ausdrücklich nur zwei Controller. Es wäre auch arg bescheurt weil teuer, zwei nie genutzte Controller mit aufs Silizium zu packen. Das einzige, was AMD offensichtlich nicht geändert hat, ist die Anzahl von Ports an der XBar - und zwei führen jetzt ins Nichts.

        "Natürlich" ist daran für mich gar nichts. Die PS4 hat 4 GDDR5-Controller. Gesetzt den Fall, man würde daraus Kaveri ableiten (was ich bezweifle), wieso sollte dann die Entfernung von zwei GDDR5 Controllern dazu führen, dass sich die anderen von GDDR5 in DDR3 Controller verwandeln?
        Wenn man die Controller in einen Bonaire transferiert (und da afaik tatsächlich die PS4 Technik zum Einsatz), passiert das übrigens auch nicht.
        Ich vermute, dass AMD versucht hat, die Entwicklungskosten so gering wie möglich zu halten. Sie haben den Speichercontroller vom Kabini benutzt (vielleicht ein neues generisches Modell), und nur für den Desktop modifiziert (Anstatt 2xGDDR5 2xDDR3). Ähnliches macht VW ja auch mit ihrem Plattformmodellen.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von beercarrier
        @matty 2580
        ja aber schade das man nicht die absoluten zahlen kennt.

        ich behaupte einfach mal so wie ich mir das vorstelle.
        fm board ca 60€ + 8gb ddr3 2133 70€
        fm board mit 4gb gddr5 150€
        Etwas knapp kalkuliert.
        Auf einer 7970GHz kosten 3 GB extra schon 130 € - deine 150 € reichen vielleicht gerade so für den Speicher. Dazu käme das in Lleinserie gefertigte Spezialmainboard mit sehr hohen Anforderungen ans Routing, ggf. deutlich mehr Layern. Ich würde auf 250-300 € tippen, zzgl. der CPU die ebenfalls in einem speziellen Kleinserien-Package zum verlöten vorliegen müsste, was noch einmal 50 € Preisaufschlag verursachen könnte. Sind wir also bei rund 200 bis 250 € Mehrkosten, die ein 4 GB GDDR5 System gegenüber einem 8 GB DDR3 Rechner verursachen würde. Das ist Daumen*Pi eine Verdoppelung des Preises.
        Und was macht man dann mit diesem 4 GB System?
        Für die meisten aktuellen Spiele ist es unzureichend bestückt, denn davon gehen schließlich 1+ GB als VRAM ab.

        Also selbst wenn da das kleine Detail des GDDR5-Nicht-Supportes nicht wäre: Sinn macht das ganze nicht.
        (weswegen es eben umgekehrt für AMD auch keinen Sinn machte, vier Speichercontroller oder/und GDDR5 Unterstützung zu implementieren)
      • Von Erquicken Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich selbst würde mir so ein upgrade sofort holen.
        Auch wenn ich für ein 8 Gigabyte kid 200 € Zahlen müsste.
        Das wäre es mir Wert, nur sollte die CPU dann dies auch verarbeiten und umsetzen können.
      • Von beercarrier Software-Overclocker(in)
        @matty 2580
        ja aber schade das man nicht die absoluten zahlen kennt.

        ich behaupte einfach mal so wie ich mir das vorstelle.
        fm board ca 60€ + 8gb ddr3 2133 70€
        fm board mit 4gb gddr5 150€
      • Von matty2580
        GDDR5 ist im Vergleich zu DDR3 deutlich teurer.
        Sony hatte ursprünglich auch nur halb so viel GDDR5 eingeplant, und relativ kurzfristig den Speicher vor Release noch verdoppelt.
        Und bei den Massen an GDDR5 die Sony für die PS4 einkaufen muss, bekommt Sony bestimmt einen heftigen Rabatt.
        Das kann man nicht mit möglichen Mainboards mit verlöteten GDDR5 für Kaveri vergleichen.
        Da wäre das Verhältnis zu den Stückzahlen der PS4 deutlich geringer.

        Interessant finde ich, dass AMD genau wusste das Kaveri an der Bandbreite verhungert, und trotzdem hat man sich dafür entschieden.
        Sonst hätte es die ursprüngliche Überlegung nicht in das finale Design geschafft.
      Direkt zum Diskussionsende
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