Kaby Lake-X: Intel lässt Modelle langsam auslaufen
Intel hat angekündigt, dass die Prozessoren der Kaby Lake-X-Serie langsam auslaufen werden. Ab Dezember 2018 können entsprechende Prozessoren nicht mehr bestellt werden, spätestens bis zum 31. Mai 2019 will Intel die Modelle endgültig aus dem Portfolion entfernt haben.
Wie aus einemIntel-Dokument hervorgeht, hat das Unternehmen gestern Termine für den End of Life(EOL)-Status der Kaby Lake-X Prozessoren festgelegt. Namentlich handelt es sich um die Modelle i5 7640X und i7 7640X.
Intels Kaby Lake-X Prozessoren hätten eigentlich eine Möglichkeit bieten sollen, um auch mit günstigeren Modellen die High-End-Desktop(HEDT)-Plattform mit dem Sockel 2066 zu nutzen. Im Vergleich zu den normalen Kaby Lake-Modellen waren allerdings nur wenige Unterschiede vorhanden: Weder gab es mehr PCI-E-Lanes noch unterstützten die beiden Prozessoren Quad-Channel. Das volle Potential des Sockels 2066 konnte man mit Kaby Lake-X also nie wirklich nutzen.
Mit dem Release gegen Ende Juni hatten die Modelle damit einen schweren Stand. Wenige Monate später sollte bereits Coffee Lake erscheinen. Da die meisten Vorteile der HEDT-Plattform mit den Prozessoren überhaupt nicht zu Nutzen waren, standen die Kaby Lake-X Prozessoren zwischen den Fronten aus den günstigeren Modellen der Sockel 1151 und AM4 und den teureren, aber mit wesentlich mehr Anschlüssen und Leistung ausgestatteten Threadripper - und Skyle-X-Prozessoren.
Diese Situation spiegelte sich auch in einer von uns durchgeführten Umfrage zum Kaufinteresse im Juni wieder: Dort bildeten die beiden Prozessoren die Schlusslichter, weit hinter den sonstigen HEDT-Modellen.
Sofort verabschiedet sich Intel allerdings noch nicht von Kaby Lake-X: Zum siebten Mai wird das Modell als auslaufend deklariert, doch bis zum 30. November 2018 können noch Bestellungen aufgegeben werden. Bis zum 31. Mai 2019 will Intel jedoch den letzten Prozessor der Familie verschickt haben und die Serie damit endgültig zu Grabe tragen. Damit wird Kaby Lake-X mit nicht ein mal zwei Jahren nur eine kurze Lebenszeit gehabt haben.

Die sinnlosesten CPUs die es jemals auf einer HEDT-Plattform gab.
Selbst damals beim i7 3820 und i7 4820K hatte man wenigstens den Vorteil, 40 PCIe-Lanes und Quad-Channel nutzen zu können. Der 7640X und 7740X waren einfach nur normale Kaby-Lakes auf der 2066-Plattform ohne jegliche Vorteile - und es musste ein hoher Aufwand betrieben werden, damit die Dinger auf den teuren Mainboards überhaupt ansatzweise lauffähig sind.
Gab es da nicht auch diverse CPU-Defekte, wenn man ohne UEFI-Reset zwischen Kaby Lake-X und Skylake-X gewechselt hat, da die sich wohl auch in der Stromversorgung geringfügig unterschieden haben?
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich die Reihe für irgendjemanden gelohnt hat. Weder für Intel, aber noch am wenigsten für die Board-Hersteller, die sich mit den Dingern herumärgern durften, um die irgendwie ans laufen zu kriegen. BIOS-Probleme beim Wechsel von Kaby Lake X auf richtige CPUs gab es ja offensichtlich auch bei diversen Boards.
Aber das war letztenendes nur eine der merkwürdigen Entscheidungen rund um den ganzen X299-Launch.
Sie soll die High-End Plattform sein aber CPUs welche sich für diese Plattform lohnen ist die Skylake-X-Architektur.
Man liegt damit zwei ~ Generationen hinter den Low-end CPUs zurück (z.B. Celeron® G4900 mit Coffee Lake).
Wenn überhaupt! sollte das doch eher andersrum sein....?
Edit.
Soll die Kernanzahl der primäre Kaufgrund sein?
Keine Ahnung weshalb Intel diese CPUs auf den Markt geworfen hat. Am ehesten käme mir da noch der Gedanke an Resteverwertung in den Sinn. Ansonsten war Kaby Lake X schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Intel dürfte das relativ egal sein. Ich denke die haben selbst nicht erwartet, große Stückzahlen davon zu verkaufen.
Vier Kerne auf einem HEDT-System sind einfach fehl am Platz, selbst die Sechskerner passen da nicht mehr richtig. Spätestens seit Release von Ryzen und Coffee Lake.