Core i5-8250U gegen Core i5-7200U: Wie schnell ist der Neue mit 4 Kernen und SMT?

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Core i5-8250U gegen Core i5-7200U: Wie schnell ist der Neue mit 4 Kernen und SMT? (1)
Quelle: Intel

Die achte Generation der Core-Prozessoren steht vor der Tür. Die Mobil-Modelle mit bis zu 15 Watt TDP versprechen dank zwei physischer Kerne mehr eine deutliche Mehrleistung, doch was kommt davon an? Die ersten Benchmarks sind da.

Mit dem näher rückenden Release neuer Intel-Prozessoren tauchen auch immer mehr geleakte Benchmarks auf. In diesem Fall geht es um Mobil-Prozessoren - der im Acer Swift verbaute Core i7-8550U bietet gegenüber seinem Vorgänger vor allem mehr Kerne. Im garantierten Basistakt indessen geht es deutlich nach unten, schließlich bleibt die TDP von 15 Watt bestehen und die Technologie hat sich nicht grundlegend geändert.

Kabe Lake R wird Gerüchten nach aus dem Line-up Core i5-8250U, Core i5-8350U, Core i7-8550U und Core i7-8650U bestehen. Alle haben vier Kerne und SMT statt wie zuvor zwei Kerne und SMT. Daraus folgt, dass beispielsweise der Core i5-7260U mit 2,2/3,4 GHz einen höheren Takt hat als der Vorgänger Core i5-8250U mit 1,6/3,4 GHz. Letztere werden aber nur noch unter strikten Auflagen erreicht, um nicht das Budget zu sprengen.

In der Folge sind vor allem Steigerungen der Leistung bei Multithreaded-Anwendungen zu erwarten und das Acer Swift 3, das als Pre-Sample notebookcheck.com vorliegt, sowie das Acer Spin 5 legen dies auch nahe. Während in Single-Threaded-Anwendungen wie Cine Bench R15 CPU Single die vielbesprochenen 10 Prozent Intel-Steigerung grob erreicht werden, geht es in Multithreaded-Anwendungen deutlich gröber zur Sache. Da sortieren sich die Kaby Lake R direkt hinter dem mit 45 Watt TDP deutlich stärkeren Core i7 7700HQ ein und sind nur ca. ein Drittel langsamer.

Unterm Strich ist der 8250U kombiniert mathematisch 41 Prozent schneller als der 7200U. Die Zahl profitiert aber vor allem von Multi-CPU-Benchmarks wie Winrar. Im synthetischen PC Mark 10 sind 5-25 Prozent mehr drin. Erwartungsgemäß sind die maximalen Taktraten auch eher bei kurzen Lastspitzen freizulegen als bei Dauerbetrieb. Da Notebooks getestet werden, kann sich das Ergebnis je nach Modell unterscheiden, je nachdem wie der Hersteller die Kühlung und das Taktverhalten im BIOS festgelegt hat. Grundsätzlich dürfte aber bei allen Modellen gleich sein, dass 3,4 GHz nur kurzfristig erreicht werden. Unter diesen Spitzenlasten sind auch mal 20 Watt über TDP drin.

Die neuen Vierkerner samt SMT werden dann deutlich langsamer, wenn die großzügigen 28 Watt TDP auf die eigentlich geplanten 15 Watt zusammengestaucht werden. Wann das geschieht, kann der Hersteller im BIOS festlegen. Dann sind die getesteten Prozessoren im niedrigen 2-GHz-Bereich unterwegs und damit mitunter auch unter den Vorgängern, was die Single-Thread-Performance leiden lässt. Nutzt man noch die integrierte GPU intensiv, sind es auch mal 1,6 GHz.

Was bleibt also zum Schluss? Auch wenn die 8. Generation mit zwei Kernen mehr Leistung verspricht, bleibt am Ende je nach Anwendungszenario davon nicht unfassbar viel übrig. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die neuen Prozessoren keinen technologischen Sprung bieten und sich die TDP-Budgets nicht geändert haben. Das geht folglich zulasten des Takts.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von VikingGe Software-Overclocker(in)
        Zitat von Cinnayum
        Du vergleichst verschiedene CPU-Leistungsklassen miteinander.
        Die Kaveris dürfen im NB durch die Hersteller entweder ihre vollen 65W fahren oder (aus dem Gedächtnis) im Sparbetrieb mit 45W.
        Äh, nein. Die Kaveri-APUs gibt es mit einer TDP von wahlweise 19W oder 35W. Der A10-7350B in meinem Notebook ist ein 19W-Modell. Was du da aufzählst, sind die Werte des A8-7600, und das ist ein Desktop-Chip.

        Ich meine, Kaveri ist sicherlich kein Effizienzwunder, aber auch nicht so schlecht, dass man 65W-Modelle gegen Intels 15W-Modelle antreten lassen müsste
      • Von VikingGe Software-Overclocker(in)
        Zitat von Cinnayum
        Du vergleichst verschiedene CPU-Leistungsklassen miteinander.
        Die Kaveris dürfen im NB durch die Hersteller entweder ihre vollen 65W fahren oder (aus dem Gedächtnis) im Sparbetrieb mit 45W.
        Äh, nein. Die Kaveri-APUs gibt es mit einer TDP von wahlweise 19W oder 35W. Der A10-7350B in meinem Notebook ist ein 19W-Modell. Was du da aufzählst, sind die Werte des A8-7600, und das ist ein Desktop-Chip.

        Ich meine, Kaveri ist sicherlich kein Effizienzwunder, aber auch nicht so schlecht, dass man 65W-Modelle gegen Intels 15W-Modelle antreten lassen müsste
      • Von Cinnayum Volt-Modder(in)
        Zitat von VikingGe
        Wenn die CPU limitiert (ergo: die GPU zeitweise nicht belastet wird), taktet natürlich auch die CPU wieder hoch. Die 1.6 GHz dürften sich auf GPU-Volllast beziehen.

        Die GPU von meinem HP-Notebook mit Kaveri-APU gurkt in Spielen standardmäßig auch irgendwo bei 200-280 MHz herum statt den beworbenen "bis zu" 560 MHz, und die CPU-Taktrate liegt bei 1.1 GHz statt dem Basistakt von 2.1 GHz. HP scheint daran nicht ganz unschuldig zu sein, zumindest sollen andere Notebooks mit demselben Chip wohl etwas besser laufen, aber es ist trotzdem ein Witz.

        Mit ein paar Tricks (Treiber-Einstellungen + MSI Afterburner + AMD MSR Tweaker) sind dauerhaft immerin 400-500 MHz GPU-Takt und bis zu 2.5 GHz CPU-Takt möglich, wodurch sich mal eben die Spieleleistung verdoppelt. Wird dann natürlich auch entsprechend warm. Keine Ahnung, ob sowas ähnliches mit Intel nicht auch geht.

        Ich habe mein Notebook durchaus mit dem Hintergedanken ausgewählt, auf der iGPU auch mal was zocken zu können - natürlich nicht die neuesten AAA-Titel, dafür hab ich meinen Desktop-PC, aber typischer Indie-Kram, ältere Spiele und dann auch mal so Sachen wie Anno oder World of Warships laufen ganz passabel auf dem Ding, und nur dafür will ich mich nicht (v.a. als Linux-User) mit dem Software-Stress einer Mischkonfiguration aus iGPU und dGPU herumschlagen müssen. Insofern fände ich Fortschritte in dem Bereich durchaus interessant.
        Du vergleichst verschiedene CPU-Leistungsklassen miteinander.
        Die Kaveris dürfen im NB durch die Hersteller entweder ihre vollen 65W fahren oder (aus dem Gedächtnis) im Sparbetrieb mit 45W.
        Intel hat den U-CPUs 15W oder bis 28W TDP zugestanden. (Wieder Herstellerwahl, wieviel sie freigeben)

        Ziel sind im ersten Fall wohl "einfache" Multimedia-Notebooks mit gelegentlichen Spielambitionen und im zweiten Fall Ultrabooks mit langer Akkulaufzeit.
        Es gibt einige recht gelungene Kombinationen von U-CPUs mit Mittelklasse-Grafikkarten bis zur GTX 950m mit 4GB GDDR5-VRAM / MX150.
        Auf der IGP wird es selbst mit 28W natürlich schnell knapp.

        Mit Intels XTU-Software kann man aber auch bei zickigen Herstellereinschränkungen aber eine Menge erreichen.
        Undervolting um 0,05 bis 0,08V habe ich noch mit jeder CPU gepackt. Dadurch wird das NB mindestens leiser, an der TDP-Grenze aber natürlich "nur" schneller.
        Manchmal hilft es auch, den maximalen Turbo ein wenig herabzusetzen, um einerseits unmittelbar ein paar Watt für die IGP freizuschaufeln und andererseits die Spannung des CPU Parts zu senken (was im Nebeneffekt weiteren Spielraum für die IGP schafft). Das kann man beliebig mit UV kombinieren. Es werden ja schlicht nur die obersten Leistungsstufen gesperrt / abgeschnitten. Das hat keine Auswirkung auf die Stabilität / Lebensdauer.

        Mit AMDs Notebook-CPUs habe ich mich nicht näher beschäftigt. Ich nehme aber an, dass Tools mit genau den gleichen Einstellungsmöglichkeiten gibt (vcore, Multiplikator, evtl. einen Regler für Over-Budget-TDP wie bei den -H(Q) CPUs von Intel). Mehr braucht man gar nicht.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Wie viel es bringt hängt dann natürlich sehr von der Kühlung des Notebooks und der Anwendung ab.
        Ist aber natürlich trotzdem ein Fortschritt.

        Bin allerdings eher auf RavenRidge gespannt.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von iReckyy
        Bei manchen Laptopherstellern frage ich nach dem Sinn, noch eine dedizierte GPU dazuzupacken.

        In meinem Office-Laptop von HP werkelt ein i5-7200U mit 16GB RAM im Dual-Channel.

        Der hat ja bekanntlich die HD620 an Board.

        Warum man jetzt eine Radeon R5 M430 mit 2GB VRAM dazu gepackt hat, die ~ die Hälfte der Leistung der HD620 hat, erschließt sich mir nicht.

        Das Display hat FullHD, da komme letztendlich beide stark ins schwitzen.
        Die traurige Antwort lautet: Resteverwertung. Die Chips müssen halt irgendwohin weg, nen bisschen DDR3 kann man so auch noch verkloppen. Blöd für die Käufer bleibt es natürlich trotzdem...
        ...das Problem sollte sich aber bald mal endlich erledigen. Mit RavenRidge gibt es für AMD keinen Grund mehr, noch einmal derart kleine dGPUs aufzulegen und Nvidia hat ja auch schon damit aufgehört, sondern konzentiert sich jetzt nur noch auf wenigere UltraLowEnds...
      • Von iReckyy Software-Overclocker(in)
        Bei manchen Laptopherstellern frage ich nach dem Sinn, noch eine dedizierte GPU dazuzupacken.

        In meinem Office-Laptop von HP werkelt ein i5-7200U mit 16GB RAM im Dual-Channel.

        Der hat ja bekanntlich die HD620 an Board.

        Warum man jetzt eine Radeon R5 M430 mit 2GB VRAM dazu gepackt hat, die ~ die Hälfte der Leistung der HD620 hat, erschließt sich mir nicht.

        Das Display hat FullHD, da komme letztendlich beide stark ins schwitzen.
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