Kaby Lake-S im Preisvergleich: Pentium G4560 als Preisleistungstipp? [Update]

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Kaby Lake-S im Preisvergleich: Pentium G4560 als Preisleistungstipp?
Quelle: PC Games Hardware

Intels Desktop-CPUs der Kaby-Lake-S-Serie sind im PCGH-Preisvergleich gut verfügbar. Die Preise liegen trotzdem noch 10 bis 40 Euro teurer als bei den Skylake-Vorgängern. Der Pentium G4560 kristallisiert sich indes als möglicher Preisleistungstipp für knapp über 70 Euro heraus, während die Core i3 zunehmend unattraktiv werden.

Update vom 17.01.17:

Die Preise einiger Kaby-Lake-S-CPUs sind in den vergangenen Tagen etwas weiter gesunken.Der Pentium G4650 lässt sich so etwa schon ab 60 Euro erstehen, was ihn für Einsteiger-PCs umso attraktiver macht. Der Core i5-7400 ist erstmals unter die 200-Euro-Marke gefallen. Einen Aufpreis gegenüber den Skylake-S-Vorgängern von etwa 30 Euro wird weiterhin bei den Core-i7-Modellen fällig.


Originalartikel vom 11.01.17:

Gelistet und verkauft werden Intels Kaby-Lake-S-CPUs schon seit Wochen, veröffentlicht wurden sie jedoch erst am 03. Januar mit einem eigentlichen Verkaufsstart ab dem 05. Januar zur Start der CES 2017. Die Preise waren zunächst noch stark überhöht, die Verfügbarkeit bestenfalls ausreichend. Inzwischen hat sich die Situation ein bisschen gebessert, sodass die Prozessoren bei zahlreichen Händlern erstanden werden können. Preislich sieht es noch nicht ganz so gut aus, alle Modelle kosten noch 10 bis 40 Euro mehr als ihre direkten Skylake-Vorgänger.

Nichtsdestotrotz könnte man schon jetzt den Pentium G4560 als Preisleistungstipp für knapp 75 Euro betrachten. Im Gegensatz zur Skylake-Generation haben die neuen Pentium jetzt nämlich Hyper-Threading aktiviert, können also zwei Threads pro Kern verarbeiten. Das bringt bei Zweikernern besonders viel, da immer mehr Spiele auf vier Threads angewiesen sind. Der G4560 als kleinster Kaby-Lake-S-Pentium kostet so viel wie der mittlere Skylake-Pentium G4500. Der Takt fällt mit 3,5 GHz identisch aus, die IPC bleibt nahezu unverändert, Hyper-Threading reißt es am Ende aber heraus. Das macht die Core-i3-CPUs zunehmend unattraktiv. Der i3-7100 beginnt bei rund 130 Euro, kostet also rund drei Viertel mehr als der Pentium G4560. Dafür gibt es 400 MHz mehr Takt (+ 11,4 %), AVX2 und die HD Graphics 630 (24 Ausführungseinheiten, < 1.150 MHz) statt HD Graphics 610 (12 Ausführungseinheiten, < 1.100 MHz). AVX2 spielt im Spielebereich keine Rolle, die integrierte GPU werden Spieler wahrscheinlich nicht nutzen. Falls doch, bekommt man die 630er-Ausführung und 100 MHz mehr Takt mit dem Pentium G4600 für gut 90 Euro - wir würden eher zum G4560 greifen.

Neu ist der Core i3-7350K als erster Intel-Zweikerner mit HT und offenem Multiplikator. Dieser ist als einziges Kaby-Lake-S-Modell noch nicht lieferbar. Da der Listenpreis aber bei 168 bis 179 US-Dollar liegt, dürfte der Preis (aktuell knapp 200 Euro) nicht mehr allzu stark sinken. Ein i5-7400 kostet nur 3 US-Dollar mehr, ein 300 MHz schnellerer i5-7500 weitere 10 bis 20 USD. Zum Preis eines i3-7350K bekommt man also schon einen kleinen Vierkerner, der in fast jedem Praxisfall die bessere Wahl darstellen dürfte. Selbst die zusätzlichen 1,2 GHz Basistakt (700 MHz ausgehend vom maximalen Turbo) und das Hyper-Threading können zwei Kerne und den doppelt so großen L3-Cache nicht wettmachen. Gegenüber dem erwähnten Pentium G4560 gibt es ab Werk 700 MHz mehr Takt, mit etwaigem OC auf 5,0 GHz (kein garantierter Wert!) immerhin 1,5 GHz. Der i3-7350K stellt damit eine CPU dar, die vor allem experimentierfreudige Übertakter-Herzen höher schlagen lassen dürfte.

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rotavapor Freizeitschrauber(in)
        Für mich sieht das so aus dass ab der nächsten Generation der i3 zum Pentium, der i5 zum i3, der i7 4+HT zum i5 und der 6 Kerner im Consumer zum neuen i7 wird. Also dann so wie bei amd.
      • Von Rotavapor Freizeitschrauber(in)
        Für mich sieht das so aus dass ab der nächsten Generation der i3 zum Pentium, der i5 zum i3, der i7 4+HT zum i5 und der 6 Kerner im Consumer zum neuen i7 wird. Also dann so wie bei amd.
      • Von airtang Schraubenverwechsler(in)
        Derzeitig gibt es nur paar Mainboards auf dem Markt, mit denen man gesichert non-K Skylakes über den Bclk (ehemals FSB) übertakten kann. Mittels BIOS-Update werden auch die Kabylakes unterstützt.
        Hier ein Link: ASRock: Neue Mainboards mit Hyper-BCLK-Engine vorgestellt
        Offizielle Microsite: ASRock HYPER Series Motherboards
        Das Entscheidene hier ist ja der externe Bclk-Generator auf den Boards.
        Ich meinte den Asrock Fatality H170 bsp. weise, da der preislich am günstigsten von allen wäre. Hier geht es ja , um das Günstigmöglichste bezüglich des Pentiums.
        In der Vergangenheit wurde ja auch ein I5-6400 von Stock 2,7 Ghz auf 4,32 Ghz mit dem Board gebracht. (27*160 Mhz statt 27*100 Mhz)
        Da die KabyLakes, aber sich bezüglich Overclocking gegenüber Skylakes verbessert haben, sollten die 4,5 Ghz mit dem Pentium in jedem Fall erreichbar sein. Da die Dualcores im allgemeinen sich höher Takten, als reine Quadcores, wäre das sehr interessant in Bezug auf P/L. Würde mich nicht wundern, wenn auch die 5 Ghz unter Luft mit dem Pentium G4560 möglich wären. Wäre ein Sprung von über 40 % Mehrtakt. Und Spiele benötigen meistens immer viel Mhz bzw. IPC.
        Ich hatte vor Jahren, damals den Pentium E4500 von 2,5 Ghz auf 3,75 Ghz Dauerstabil auf nen Asrock MB auch erfolgreich damit gebracht. Das waren damals sogar 50% Mehrleistung. Die CPU läuft heute noch.
      • Von Rolk Kokü-Junkie (m/w)
        Warum ausgerechnet dieses Mainboard und wie sollte man damit diese CPU auf 4,5-4,9 GHz bringen?
      • Von airtang Schraubenverwechsler(in)
        Es wäre wie gesagt, wirklich interessant, wie es sich bei Overclocking Settings verhalten würde. Hat denn niemand ein Asrock Fatality H170 Hyper MB, ums zu testen?
        Ich würde mal behaupten, dass die CPU bei 4,5 oder evtl. 4,9 Ghz selbst BF1 dann ohne Ruckler spielbar wäre, da die 2 zusätzlichen Threads des Pentiums dann mehr Reserven hätten in gleicher Zeit die CPU-Last schneller in den zusätzlichen Threads abzuarbeiten. Bei Stock 3,5 Ghz könnte das Ruckelszenario tatsächlich öfters entstehen, da die Core-Leistung insgesamt nicht ausreicht.
      • Von sethdiabolos Lötkolbengott/-göttin
        Ganz kann man die Ruckler nicht eliminieren. Das funktioniert bei BF1 eh erst ab einem hoch getakteten i5 oder besser noch einem i7. Das Schattendetails die CPU belasten wäre mir neu. Umgebungsverdeckung mit einem aggressiven LOD könnte ich mir aber vorstellen.
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