Intel Coffee Lake: 14++ bietet mehr Leistung als die erste 10-nm-Fertigung

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Quelle: Intel

"Hyperscaling" nennt Intel die Verbesserungen an einem Fertigungsprozess, nachdem dieser die ersten CPUs in seiner ersten Iteration ausspuckt. Innerhalb der 14-nm-Familie gibt es die verbesserten Prozesse 14+ und 14++. Letzterer soll sogar mehr Leistung bieten als die anfängliche 10-nm-Fertigung, die dafür Vorteile bei der Leistungsaufnahme biete.

Auf dem Technology Manufacturing Day hat Intel den Marketing-Begriff Hyperscaling eingeführt, mit dem das Moore'sche Gesetz (Moore's Law) fortgeführt werden soll. Dahinter verbergen sich alle Verbesserungen an einem Fertigungsprozess, die am Ende zu einer verbesserten Variante führen. Im Falle von 14 und 10 nm sind je zwei solcher Verbesserung geplant: 14+, 14++, 10+ und 10++. Diese sind nötig, um jedes Jahr neue, bessere Prozessoren, zum Beispiel mit mehr Takt, anbieten zu können, denn architektonische Verbesserungen zur Anhebung der IPC werden schwieriger, komplett neue Fertigungsprozesse lassen länger auf sich warten. Vorteile soll es zudem beim Flächenbedarf geben.

Das hat eine durchaus interessante Nebenwirkung, denn 10 nm müssen somit nicht unbedingt besser sein als 14 nm. Obwohl Intel zwischen den jeweils ersten Iterationen weiterhin einen linearen Anstieg der Leistung beziehungsweise eine lineare Senkung der Leistungsaufnahme erwartet, soll die Fertigung in 14++ soweit verbessert werden, dass er bei gleichbleibender Leistungsaufnahme eine höhere Performance als die erste 10-nm-Variante erlaube.

Das Schaubild passt wunderbar mit aktuellen Gerüchten zusammen. Demnach erscheine Cannon Lake mit einer Strukturbreite von 10 nm nur im Ultra-Low-Power-Bereich (Cannon Lake-U) mit zwei Kernen für Ultrabooks. Dort sind die Effizienzvorteile durch die 10-nm-Fertigung wertvoll, ohne dass es unbedingt viel mehr Leistung bräuchte. Der Kaby-Lake-Refresh alias Coffee Lake soll hingegen in 14++ vom Fließband laufen - die absolute Leistungsaufnahme ist im Desktop-Bereich weitestgehend irrelevant, sodass Intel dort am ehesten von der höheren Performance durch 14++ profitieren kann. Netter Nebeneffekt: Die kolportierten Sechskern-Dies ließen sich so günstiger fertigen - die 14-nm-Fertigung soll erst mit Kaby Lake, also 14+, die Kosteneffizienz von 22 nm (Haswell-Generation) erreicht haben.

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    • Kommentare (46)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von bofferbrauer Volt-Modder(in)
        Zitat von Rollora
        Das letzte Architekturupdate von AMD kam 2012... aber ja, irgendwann kam außerdem noch eine Raumheizung raus, deren Heizleistung mit 220W bei 5 Ghz beziffert wurde
        Ich habe dabei bei den APUs gerechnet, weil nur jene alle versionen der Bulldozer Architektur abbekommen haben, nicht den FX. Von Trinity bis Kaveri und voraussichtlich Bristol Ridge (sind ja immer noch nicht für den Endverbraucher verfügbar ) gabs so einige leistungssprünge, obwohl sich beim Takt da nicht all zu viel getan hat.
      • Von bofferbrauer Volt-Modder(in)
        Zitat von Rollora
        Das letzte Architekturupdate von AMD kam 2012... aber ja, irgendwann kam außerdem noch eine Raumheizung raus, deren Heizleistung mit 220W bei 5 Ghz beziffert wurde
        Ich habe dabei bei den APUs gerechnet, weil nur jene alle versionen der Bulldozer Architektur abbekommen haben, nicht den FX. Von Trinity bis Kaveri und voraussichtlich Bristol Ridge (sind ja immer noch nicht für den Endverbraucher verfügbar ) gabs so einige leistungssprünge, obwohl sich beim Takt da nicht all zu viel getan hat.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von Rollora
        Uuuund dessen Ursprung ist der Pentium Pro.
        Dennoch haben die Architekturen (so gut wie) nix mehr gemeinsam.
        Doch etwas sehr entscheidendes haben sie gemeinsam: X86 code.

        Wenn man mal die beiden Fehlentscheidungen von AMD/Intel auslässt, dann wird bei beiden der Gewinn mit einer neuen Architektur immer geringer, weil man sich immer mehr einer optimalen Effizienz bei x86 code annäht. Ich bin mir sehr sicher, dass es heute leichter wäre eine spürbaren Leistungsgewinn zur erzielen wenn Software AVX2 nutzt als diesen bei unverändertem Code mit einer neuen CPU Architektur zu erzielen.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von h_tobi
        Hmmmm, lass mich nachdenken...... :grübel: mein i7 3930K leistet mir nun seit fast 5 Jahren gute Dienste
        und ich sehe aktuell keinen Grund wieder 500 oder mehr Euro für eine neue CPU auszugeben.
        Und deine Situation gilt 1:1 für alle anderen Erdenbürger?

        Vielleicht gibt es Leute die massive Vorteile von 8, 12, 16 kernen haben (und sogar damit Geld verdienen) oder es soll Menschen geben die GAR KEINEN PC haben und schlicht einen haben wollen.
        All diese leute hatten seit vielen Jahren gar keine andere sinnvolle Wahl als Intel zu kaufen.
      • Von DBGTKING
        Dank den von euch an infos kann man sagen.Es wird sich nicht viel ändern.da ich ja einen intel core i7 3770k habe heist das für mich warten.Einen weiteren 4 + ht kerner will ich nicht mehr kaufen.
        Der 10 kerner mit ht zu teurer,der 8 kerner mit ht von intel ebenfalls und bleiben tut es das in zukunft auch.AMD´s 8 kerner mit ht haben einfach noch zu viele kinderkrankheiten..Denn selbst wenn intel was neues bringt wird es den selben Preis wie die jetzigen einnehmen.Und die wo es aktuell zu teurer ist vielleicht wird es dann irgendwann im Gebrauchtmakr dann billiger.Das Problem wird dann aber sein das die Mainboards es dann nicht mehr zu kaufen gibt und somit eine neue Plattform in dem sinne nicht mehr zum zusammenstellen möglich ist.Also sieht die zukunft nicht so gut aus.

        Dann heist es für mich,ich habe ansonsten keine alternativen mehr.Das einzige was mir bleibt ist abwarten und tee trinken
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Zero-11
        Der Core2 basiert auf dem CoreM aus dem Mobile Bereich, welcher wiederum auf dem Pentium 3 basiert.
        Uuuund dessen Ursprung ist der Pentium Pro.
        Dennoch haben die Architekturen (so gut wie) nix mehr gemeinsam.
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