Just Cause 3: FAQ mit allen bekannten Fakten zu gewaltigen Explosionen, der Havok-Engine und mehr
Im Dezember 2015 werden Avalanche Studios und Square Enix Just Cause 3 veröffentlichen. In diesem FAQ fassen wir die wichtigsten Fakten rund um Gameplay, Story, die Havok-Physikengine und die allgemeine Technik mitsamt gewaltigen Explosionen zusammen.
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Just Cause 3 befindet sich derzeit bei Avalanche Studios in Entwicklung und wird mithilfe des Publishers Square Enix am 1. Dezember 2015 für PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen. Nicht selten wird Just Cause 3 als nächster Open-World-Hit gefeiert, der auch Grand Theft Auto 5 von Rockstar Games Konkurrenz machen kann. In diesem FAQ geben wir Ihnen einen Ausblick auf die verschiedenen Features des Spiels: die gigantische Zerstörung mitsamt der dafür verantwortlichen Engine, eine möglicherweise etwas fade Story und die Langzeitmotivation.
Die Story: möglicherweise ausschlaggebend für fehlende Langzeitmotivation
Die Story von Just Cause 3 lässt sich schnell erklären: Die Inselrepublik Medici wird von dem Diktator General Di Ravello beherrscht. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Rico Rodriguez, dessen Ziel es ist, den General mit allen Mitteln zu stürzen. Roland Lesterlin, Game Director von Just Cause 3, äußert sich zur Story folgendermaßen: "Spieler wollen einen Hintergrund, einen Kontext für Ihr Schaffen. Aber wir verstehen uns nicht als spielbaren Hollywoodfilm, stattdessen geben wir Ihnen die Tools, um Ihren eigenen Actionfilm zu schaffen."
Das entscheidende Tool für diesen Actionfilm ist die Havok-Engine, die eine unglaublich detaillierte Zerstörung in Echtzeit-Rendering zulässt. Nichtsdestotrotz hat die Erfahrung in vielen Fällen gezeigt, dass sich nur mithilfe von Zerstörung keine Langzeitmotivation schaffen lässt. Es bleibt daher spannend und abzuwarten, was sich die Entwickler von Just Cause 3 überlegen um das zu erreichen.
Die Technik: gigantische Zerstörungen und Authentizität zugleich
Das Entwickler-Studio Avalanche setzt bei Just Cause 3 auf die Havok-Physikengine, die für zahlreiche Kettenreaktionen verantwortlich ist. In unserem PCGH-Technik-Test von Just Cause 3 versuchen wir, mit einem Auto auf eine Tankstelle zuzufahren und springen kurz vor Erreichen der Zapfsäulen aus dem Auto - unsere Hoffnung, dass das Auto noch weiter in die Tankstelle fährt, wird nicht erfüllt. Doch mithilfe von entsprechenden Waffen ist das Problem zu lösen: Wir bearbeiten die Tankstelle mit einer unserer Waffen. Die Folgen dieser Aktion sind bemerkenswert: Nachdem zu Beginn nur die Zapfsäulen selber das Brennen anfangen, explodieren nach und nach in der Nähe stehende Autos und weitere Gegenstände. Die Explosionen dieser Teile rufen auch weitere Reaktionen hervor.
Quelle: Square Enix
Just Cause 3: FAQ mit allen bekannten Fakten (3)
Das Bemerkenswerte: Keine dieser Kettenreaktionen ist gescriptet:"Bei uns passiert alles in Echtzeit, je nachdem, wie viel CPU- und GPU-Power Sie haben, können wir unsere Engine sehr stark skalieren. Die Explosionen sind dynamisch angelegt, sprich es gibt permanent Nachdetonationen", sagt Avalanches Technical Director Alvar Jansson. Während die Explosionen durchaus übertrieben wirken, habe man an anderen Stellen mit Fokus auf Authentizität gearbeitet: "Wir haben ein dynamisches Wettersystem, was sich stark auf die Atmosphäre auswirkt. Regnet es, dann driften Sie wirklich durch den Schlamm, wird Dreck hochgeschleudert und auch Rico wird schmutzig, sollte er gerade in einem Cabrio oder auf einem Motorrad unterwegs sein."
Nichtsdestotrotz ist erkennbar, dass an vielen Stellen weniger Wert auf Realismus gelegt wurde: Landet der Spieler beispielsweise auf einem Flugzeug, kann er sich problemlos auf den Tragflächen bewegen, ohne aufgrund von Gravitation und Flugmanövern die Befürchtung haben zu müssen, von dem Flugzeug herunterzufallen. Von dort lassen sich dann beispielsweise C4-Päckchen auf die Erde werfen - wie PCGH-Redakteur Benjamin Kratsch außerdem feststellt: "Und da die CIA mittlerweile Rücksäcke mit unendlichem Fassungsvolumen entwickelt hat, dürfen Sie auch immer unendlich viel Plastiksprengstoff mitnehmen."
Medici: Eine riesige Spielwelt mit drei Inseln
Quelle: PC Games
Just Cause 3: FAQ mit allen bekannten Fakten (4)
Die Spielwelt Medici ist insgesamt rund 400 Quadratmeilen groß, gliedert sich in drei Inseln, die wiederum in 16 einzelne Gebiete aufgeteilt sind. Neben Stränden gibt es Meer, Felsküsten und schneebedecktes Gebirge zu entdecken. Der Übergang von den Gebieten ist Open-World-klassisch ohne Ladezeiten möglich. Avalanche habe sich außerdem der Problematik mit plötzlich auftauchenden Gegenständen angenommen: "Wir haben ein LOD-System, das sich von Kilometern auf Zentimeter skalieren lässt. Um die beschriebenen Probleme zu umgehen, nutzen wir Spatial Geo-Morphing. Einfach gesagt beinhaltet das High-Res-LOD auch die Informationen für eine schwächer aufgelöste Variante. Je näher Sie also kommen, desto stärker wird die Schärfe hochgedreht." Schenkt man Avalanche Glauben, haben sie also auch dieses Problem komplett im Griff.
Just Cause 3 - ein besseres GTA 5, ohne Always-On
"In anderen Spielen attackieren Sie einen Konvoi auf einer Brücke. Bei uns jagen Sie das Ding einfach komplett in die Luft, katapultieren sich auf einen feindlichen Kampfjet, werfen den Piloten raus und sorgen für Remmi-Demmi. So wie in Stirb Langsam 4.0." Die Parallelen zu GTA 5 sind auch nicht von der Hand zu weisen - eine große, offene Spielwelt und viel Chaos. Trotzdem unterscheiden sich der Rockstar- und Square-Enix-Titel in einigen wesentlichen Punkten: So arbeiten die Entwickler von Avalanche Studios konkret an einer guten Mod-Unterstützung. Rockstar hat sich bei GTA 5 anders entschieden und lässt Mods im Singleplayer zwar gewissermaßen zu, fördert sie jedoch nicht.
Quelle: Square Enix
Just Cause 3: FAQ mit allen bekannten Fakten (1)
Ein weiterer Unterschied besteht im Always-On-Konzept. Während viele aktuelle Spiele, und so auch GTA 5, zum Spielen eine dauerhafte Internetverbindung fordern, haben Sqaure Enix und Avalanche Studios jüngst einen Offline-Modus angekündigt. Durch das Fehlen eines Multiplayer-Modus' hätten die Entwickler aber ohnehin größere Probleme gehabt, eine dauerhafte Internetverbindung zu legitimieren. Nichtsdestotrotz haben sich Square Enix und die Avalanche Studios für eine Online-Komponente in Form von Bestenlisten entschieden. Game Director Roland Lesterlin äußert sich zu diesen folgendermaßen: "Dieser asynchrone Aspekt des Spiels erlaubt es einem, in seiner eigenen Welt zu bleiben, wo man selbst der Held ist. Gleichzeitig kann man aber seine Freunde herausfordern und versuchen, ihre Bestzeiten zu unterbieten."
Release-Termin und Versionen samt Vorbestellerboni
Square Enix wird Just Cause 3 am 1. Dezember 2015 veröffentlichen. Auf der Gamescom im August 2015 werden Messebesucher die Gelegenheit bekommen, Just Cause 3 intensiv anzuspielen und sich so ein noch genaueres Bild des Open-World-Hits von Avalanche Studios zu machen. Diese Entscheidung begründete Lars Winkler, Marketing Director von Square Enix Deutschland, folgendermaßen: "Auch auf der diesjährigen Gamescom ist Just Cause 3 einer unserer wichtigsten Titel, deshalb freuen wir uns, den Besuchern das weltweit erste Hands-on des Spiels für Gamer mit zahlreichen Anspielstationen an unserem Stand zu präsentieren."
